Was Freiheit für mich wirklich bedeutet
Shownotes
Was bedeutet Freiheit wirklich – jenseits von Geld, Status und äußeren Zielen?
In dieser sehr persönlichen Folge nehme ich dich mit in meine eigene Geschichte. Ich spreche offen darüber, wie sich mein Verständnis von Freiheit im Laufe der Jahre verändert hat: von klaren materiellen Zielen, großen Träumen und ambitionierten Meilensteinen – hin zu innerer Ruhe, Verantwortung und echter Selbstbestimmung.
Du erfährst,
- warum Freiheit für mich nie nur finanziell war
- wie sich Ziele mit Reife, Erfahrung und Verantwortung verändern
- weshalb Disziplin, Vertrauen und innere Klarheit der wahre Schlüssel sind
- und warum Erfolg heute für mich mehr mit Verlässlichkeit, Beziehungen und Haltung zu tun hat als mit Zahlen
Diese Folge ist ehrlich, reflektiert und emotional – für alle, die sich nicht nur fragen wie man erfolgreich wird, sondern wofür.
👉 Mein Impuls für dich: Definiere für dich selbst, was Freiheit wirklich bedeutet – nicht nach äußeren Maßstäben, sondern nach deinen eigenen Werten.
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Transkript anzeigen
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(0:04 - 0:14)
Erfolgreiche Leute labern nicht, erfolgreiche Leute machen. Ich bin Björn Baensch, Finanzstratege, Mentor und Speaker. Hier erwarten dich die Finanzstrategien und Denkweisen, die dich wirklich weiterbringen.
(0:16 - 0:46)
Vermögensaufbau, Riskmanagement, steueroptimierte Entscheidungen und das Mindset, das finanziellen Erfolg erst möglich macht. So wie jeder Spitzensportler einen Trainer braucht, begleite ich Menschen, die wachsen wollen. Kein Gelaber, sondern Klartext.
Erfolg ist planbar und braucht klare Strategie. Ganz offen, ich habe auch mal einen Millionenbetrag versenkt, das gehört auch dazu. Hi Björn, lass uns wieder rein starten in die nächste Folge.
(0:47 - 0:55)
Gerne. Absolute Freiheit. Du hast uns schon ein paar Mal erzählt, was für dich Freiheit bedeutet.
(0:55 - 1:10)
Einfach auch im Thema Finanzen, wann fühlst du dich wirklich frei, was ist Freiheit für dich? Da wollen wir heute mal tiefer einsteigen. Sehr gerne, ja, eins meiner Lieblingsthemen. Warum? Also ich bin ein absolut, absolut freiheitsliebender Mensch.
(1:10 - 1:23)
Deswegen sage ich immer, der Kalender ist für mich nur ein Kompass. Ich bin niemandem gegenüber verpflichtet, irgendwann zu einer vorgegebenen Uhrzeit irgendwo zu sein. Außer ich habe natürlich einen ausgemachten Businesstermin, das ist natürlich klar.
(1:23 - 1:37)
Aber das betrifft mich ja auch ein Stück weit selber, wann ich den Termin habe. Deswegen, schau doch mal einfach die Leute an. Am Freitag ist das Grenzen groß, weil das Wochenende vor der Tür steht.
(1:37 - 1:59)
Viele gehen zum Feiern, betäuben sich mit Alkohol. Und am Sonntagabend vielleicht nur der Tatort oder sonst irgendeine blöde Serie im Fernsehen. Und am Montag, wenn man sie dann stehen sieht an der Bushalte, an der U-Bahn-Station, hängt eigentlich die Fresse am Boden unten, weil sie genau wissen, was sie die nächsten fünf Tage erwartet.
(1:59 - 2:12)
Und eigentlich hätten sie viel mehr Lust auf was anderes oder ihre Eigenschaft zu sein. Mensch, sein größtes Gut ist Freiheit. Ich sitze gerne auch mal an einem Sonntag hier drin und arbeite.
(2:13 - 2:28)
Und bin dafür aber am Montag halt beim Golfen. Das nenne ich zum Beispiel, das ist ein Teil der Freiheit. Reisen, Freiheit.
Reisen ist mir persönlich ganz, ganz wichtig. Und absolute Freiheit heißt, natürlich immer unter den gegebenen gesetzlichen Bedingungen. Also ich kann mich nicht umlassen wie sonst was.
(2:28 - 2:45)
Man muss schon auch ein paar Gesetze befolgen. Aber einfach zu sagen, wann möchte ich arbeiten, wann möchte ich nicht arbeiten, wo möchte ich hinreisen, wo möchte ich nicht hinreisen. Und das ohne vorher dreimal fragen zu müssen, kann ich da Urlaub haben oder geht es, dass ich da vielleicht mal eine Stunde später komme.
(2:45 - 2:58)
Nein, das ist für mich absolute Freiheit. Und dazu natürlich auch die finanzielle Freiheit. Eben auch die notwendigen Mittel im Background zu haben, sich so das Leben zu gestalten.
(2:58 - 3:08)
Das ist für mich wirkliche Freiheit. Ich kann auch einen Call mit einem Kunden am anderen Ende der Welt machen. Ob ich jetzt hier im Büro sitze, ob ich zu Hause sitze.
(3:08 - 3:18)
Auch, wir betreuen ja momentan im Ausland, da gibt es so das Thema Zeitverschiebung. Ich habe überhaupt keinen Schweiß damit halt. Auch mal nachts um zwei eben ein Business Call zu machen.
(3:18 - 3:27)
Da muss man ein bisschen flexibel sein. Aber dafür muss ich am nächsten Morgen auch nicht um 8 Uhr hier am Schreibtisch dran sitzen. Das ist wirkliche Freiheit.
(3:28 - 3:38)
Und die ist mir persönlich extremst wichtig. Ich sage immer, die meisten Kriege der Welt wurden nicht wegen Geld geführt, sondern wegen Freiheit. Und wer die Freiheit hat, hat im Normalfall auch wiederum die finanziellen Mittel.
(3:39 - 3:55)
Das ist Freiheit. Wenn wir jetzt da so zurückblicken in der Vergangenheit, in deinem Arbeitsweg, hast du die Freiheit schon immer so gehabt, wie du sie hast? Oder wie war da der Prozess? Ich hatte sie relativ, relativ früh für ein normales Leben. Ich hatte sie Anfang 30, deshalb bestimmt machen zu können.
(3:56 - 4:15)
Klar, es gibt heute auch Anfang-20-Jährige, die haben sie schon. Aber für jetzt meine Generation war das schon relativ früh, mit Anfang 30 zu sagen, ich muss das, wenn ich das will. Und auch das macht den ganzen Prozess, die Beratung wesentlich einfacher, wenn man nicht hier oben am Kopf ständig das Stirnband abläuft.
(4:16 - 4:27)
Hoffentlich stehst du Kunde ab, dass ich am Monatsende wieder die Leasingrate rüberbringen kann. Und dass ich noch irgendwie ein bisschen was zum Leben habe, um den Lasagne-Container zu füllen. Also sprich, Essen einzukaufen.
(4:27 - 4:34)
Das macht das Ganze extremst entspannter. Und das merkt auch der Gegenüber. Ja.
(4:34 - 4:46)
Da sitzt der Trainer, muss unbedingt was verkaufen. Oder hab ich so gewisse, ich sag immer, eigentlich leck mich am Arsch Einstellung. Erst einmal grundsätzlich egal, ob er jetzt bei mir Mandant wird oder nicht.
(4:46 - 5:03)
Ich weiß, ich hab deswegen kein finanzielles Problem. Und das geht auch hier drin weiter. Ich sag immer, gute Leute brauchen keine Kontrolle, sondern wie meine Mädels an das jeweilige Arbeitsziel rankommen, ist doch mir völlig egal.
(5:03 - 5:12)
Lass ihnen doch die Freiheit. Der eine geht, jetzt mal bildlich gesprochen, links rum, der andere geht rechts rum, so wie er sich leichter tut. Am Ende ist doch entscheidend, dass oben das Ergebnis stimmt.
(5:12 - 5:26)
Und wie jemand zu dem Ergebnis kommt, muss ich sicherlich ihr nicht vorschreiben. Sondern das Ergebnis muss passen, solange es in den legalen, zulässigen Rahmenbedingungen läuft. Das ist Freiheit.
(5:26 - 5:46)
Und das wissen auch meine Mädels, die haben hier drin die absolute Freiheit. Wenn ich das Vertrauen nicht hätte, dann brauch ich keine Mitarbeiter. Das ist genauso mit, ich lag mir an den Kopf, wenn solche Großkonzerne ihre übergeordneten Abteilungsleiter Freigabe erteilen, ja, ab 50 Euro musst du eine Genehmigung einholen, um was zu bestellen.
(5:46 - 5:56)
Ein Stück weit nachvollziehbar, weil die haben ja viele solche Abteilungen. Wenn man das dann mal multipliziert, kommt da auch eine Summe raus. Meine Mädels wissen bis 2.000, 3.000 Euro.
(5:56 - 6:05)
Da will ich überhaupt keine Frage haben. Wenn es jetzt notwendig ist für das Unternehmen, dann sollen sie es kaufen und fertig. Da ist mir die Zeit nicht wert, da Rücksprache zu halten.
(6:06 - 6:11)
Nein, Björn, können wir das. Das ist Freiheit. Und lass gute Leute doch einfach ihre Freiheit.
(6:11 - 6:25)
Das stimmt, ja. Das ist natürlich bei einer Azubi ein bisschen weniger, oder das ein bisschen einhängen muss, das ist logisch. Aber bei meinen wirklich gestandenen Mädels, die hier alles abwickeln, denen muss ich, ich weiß auch vieles, sage ich ganz ehrlich.
(6:25 - 6:31)
Ich weiß gar nicht, wie sie das machen oder wie sie das handhaben. Es funktioniert, und das ist doch das Entscheidende. Ja.
(6:32 - 6:42)
Und warum funktioniert es? Weil sie die Freiheit haben. Weil sie sich entfalten dürfen, weil sie gefördert werden, weil sie sich entfalten dürfen. Ja, und nicht in einen engen Rahmen reingepresst werden.
(6:42 - 6:49)
Wo man sich auch nicht mehr bewegen kann. Richtig, genau. Gibt einem Menschen die Freiheit, dann kann es sich auch ganz anders entwickeln und entfalten.
(6:49 - 6:56)
Das ist ja logisch. Wenn jemand in eine Mauseschachtel reindrückt, wie will der sich denn entfalten? Geht doch gar nicht. Ja, voll.
(6:57 - 7:09)
Ja, das glaube ich, dass wir ein bisschen anders agieren im Umgang auch mit Leadership, mit eben unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen vielmehr. Die haben hier wirklich sämtliche Freiheiten. Sehr cool, ja.
(7:09 - 7:15)
Und das ist wichtig. Das sorgt auch für entsprechend gute Atmosphäre beim Arbeiten. Wir haben viel Spaß miteinander.
(7:15 - 7:29)
Aber Freiheit ist für mich ein ganz, ganz wichtiges, eigentlich mit das höchste Gut vom Menschen. Ja, was die Zuhörer vielleicht auch noch brennend interessieren könnte, weil du jetzt ja schon oft erwähnt hast, ja, du wolltest eben Millionär werden, das hast du ja schon als Jugendlicher gesagt. Ja.
(7:29 - 7:44)
Und am liebsten dann Einkommensmillionär. Magst du uns da jetzt mal ein bisschen hier was offen darstellen? Hat sich diese Freiheit auch betraglich mal nochmal geändert? Du hast ja gesagt, ab 30 hast du dich so frei gefühlt. Aber ich meine, das steigert sich ja auch mit den finanziellen Mitteln sozusagen.
(7:44 - 7:53)
Es gibt ja so gewisse Wünsche jetzt. Um das ganz offen zu sagen, ich bin ja gebürtiger Zuffenhausener. Aus Zuffenhausen kommt eine gewisse Automarke.
(7:53 - 8:07)
Also für mich war es schon als, ja, Kinderaugen, die glänzen, schon als 5-, 6-Jähriger. Immer klar, Porsche 911, das war das Ding. Irgendwann wurde es etwas noch konkreter.
(8:07 - 8:21)
Ich habe dann relativ schnell auch noch die Leidenschaft für die italienischen Sportwagen. Also für mich war, das war schon damals einfach in dem Alter sicherlich eine sehr, sehr hohe Motivation. Heutzutage habe ich ganz anders gesehen.
(8:21 - 8:29)
Es gibt weitaus höhere Ziele wie Materialismus. Und ich war schon immer autoaffin. Ich komme aus einer sehr autoaffinen Familie auch.
(8:30 - 8:42)
Aber für mich war es dann klar, diese Fahrzeuge. Und das hat natürlich schon auch dazu getrieben, eine gewisse Disziplin eben an den Tag zu legen. Ich habe pauschal 40-50% von der Einnahme auf die Seite gelegt zum Investieren.
(8:42 - 8:59)
Ich sage immer, es gibt ja den doofen Spruch, wenn es mit der ersten Million nicht klappt, dann machst du halt die zweite. Und es ist schon ein bisschen der Wahrheit auch dran, wenn man die erste hat, dann wird es leichter, eine zweite und eine dritte aufzubauen. Das ist einfach so, weil ich mit dem Geld ganz anders umgehen kann.
(8:59 - 9:15)
Weil ich es ganz anders reinvestieren kann von dem, was zurückkommt. Ja, wenn man dann halt so weit ist, und da war dann auch irgendwann die Freiheit erreicht, ganz klar. Aber es gehört vor allem, vor allem, vor allem Disziplin dazu.
(9:16 - 9:25)
Sich wirklich da ein Riemen zu reißen und eben die Verlockungen. Und das ist ja heute das Schlimme. Das ist ja heute noch wesentlich leichter.
(9:25 - 9:38)
Zu meiner Zeit gab es noch keine Amazon, wo ich rund um die Uhr 24-7 einkaufen konnte. Das ist ja heute im Internet alles möglich. Also ich glaube, heute ist noch eine wesentlich größere Disziplin notwendig, wie zu meiner Zeit.
(9:38 - 9:48)
Also ich kann mich noch daran erinnern, da gab es sogar noch das Mittwochmittag, da hat kein Laden aufgehabt. Da war der klassische Ruhetag. Das kennen wir heute gar nicht mehr.
(9:50 - 10:11)
Und von dem her, wenn man dann nochmal so die ersten Immobilien auch gehabt hat, die sich getragen haben, auf einmal abgezahlt wurden, dann kannst du natürlich ganz anders auf einmal agieren. Erträge im Aktienbereich etc. Wie lange war dann dieser zeitliche Rahmen von Du Wunsch? Also von Dir Wunsch bis, ich würde sagen, die ersten 10-12 Jahre.
(10:12 - 10:22)
Ich habe trotzdem auch Ende 20 schon sehr gut gelebt, muss ich sagen. Ich habe auch damals schon sehr viel Geld verdient. Ich hatte mit 27 auch schon einen Porsche.
(10:23 - 10:30)
War damals auch nicht üblich. Das Gesicht vergesse ich bis heute nicht, wo ich mir den ersten Porsche gekauft habe. Das ist dann relativ schnell gewandelt worden.
(10:30 - 10:38)
Wahrscheinlich, wie kannst du bloß? Ja, so ungefähr. Das ist dann relativ schnell gewandelt worden. Na, sogar früher hatte ich schon einen Porsche.
(10:38 - 10:48)
Aber als ich das Ganze dann gewandelt habe in das italienische Mobil, haben mich dann alle für vollends verrückt erklärt. Auch eine recht lustige Geschichte. Das Winterreifen war mir dann zu teuer.
(10:48 - 10:57)
Es gab für das Auto damals sogar keine Winterreifen. Also habe ich ihn wieder verkauft. Hätte ich mal besser bleiben lassen sollen, weil er heutzutage ein zigfaches von dem wert wäre.
(10:58 - 11:10)
Aber es hat schon zehn, bis man wirklich so agieren konnte, es hat schon zehn, zwölf Jahre gedauert. Um das ganz offen zu sagen. Und da aber wahrscheinlich auch nicht steil nach oben, sondern runter hoch, oder? Ganz offen.
(11:10 - 11:19)
Ich habe auch mal einen Millionenbetrag versenkt. Das gehört auch dazu. Und das war heute natürlich ganz anders wie damals.
(11:20 - 11:23)
Es war kurz vor Weihnachten. Es war vier Wochen vor Weihnachten. War nicht ganz so lustig.
(11:23 - 11:30)
Boah, da geht einem auch die Düse. Da ging mir auch schon die Düse. Und in dem Alter, andere haben ganz andere Probleme.
(11:30 - 11:47)
Ich hatte ein massives finanzielles Problem. Das gehört aber dazu. Und auch immer wieder aus den Büchern, die ich gelesen habe, oder egal mit welchen Top-Investoren man spricht, ich kenne keinen einzigen, der nicht schon mal richtig Geld am Anfang der Karriere versenkt hat.
(11:47 - 11:59)
Das ist wohl ein Gesetz vom Universum, das dazugehört am Anfang, einmal so richtig die Finger reinzubringen. Und ich muss in dem Fall sagen, ich habe keine Schuld. Ich habe es ja gemacht.
(11:59 - 12:10)
Aber es lag an einer bewusst gefälschten, testierten Bilanz von dem Unternehmen. Da hatte ich keinen Einfluss drauf. Ich habe mich auf die Bilanz verlassen.
(12:11 - 12:30)
Aber es ist halt trotzdem passiert. Im Nachhinein kam heraus, ich war bewusst von einer Wirtschaftsprüfgesellschaft in dem Unternehmen bewusst gefälscht. Das hat mich aber sicherlich im weiteren Lauf des Tuns, des Schaffens vor ganz, ganz vielen Fehlinvestitionen bewahrt.
(12:30 - 13:01)
Von dem her sage ich, das war eines der größten Learnings im Leben. Und es ist wie an der Börse, es ist alles keine Einbahnstraße, dass es nur nach oben geht. Erfolg ist nicht ein Weg, der glatt ohne Herausforderungen geht, sondern man lernt, man wächst in den Herausforderungen, man verlässt jedes Mal wieder die Komfortzone, entwickelt sich auch weiter, wenn man bereit ist, das zu tun, nicht zu resignieren.
(13:03 - 13:10)
Es ist kein gerader Weg, um das ganz offen zu sagen, um dorthin zu kommen. Wäre ja langweilig, man würde ja nichts dazulernen. Dann könnte es jeder.
(13:10 - 13:36)
Ich sage bis heute immer noch, Disziplin, Disziplin, Disziplin, ist mit eines der herausforderndsten Dinge, das man auf dem Weg benötigt. Wenn du jetzt von diesen 10 Jahren nochmal sprichst, gab es dann auch trotzdem mal Zeiten, wo du dachtest, in dem Monat wird es jetzt echt knapp, oder du wusstest mal nicht, wie du über die Runden kommst? Die gab es natürlich. Ich mache das Paradebeispiel.
(13:36 - 13:48)
Ich habe bei über 12% meine erste Finanzierung gehabt von den Eigentumswohnungen. Gut, ist schon lange her, aber war recht lustig. Die erste Rate wurde fällig.
(13:48 - 14:11)
Ich hatte Gott sei Dank meinen ersten Mieter, hatte aber die Kohle nicht für die Finanzierung. Ich darf gar nicht laut sagen, dann habe ich die Kaution genommen und habe geschaut, dass ich ganz schnell, weil ich wusste, der Mieter hat 3 Monate Kündigungsfrist, also 3 Monate habe ich Zeit, falls er auszieht wieder, dass ich die Kaution herbringe. Aber natürlich, das ist doch ganz normal.
(14:11 - 14:17)
Und er hat ja auch nicht das extremste Wissen. Klar. Das musst du dir auch erst mal auf den Weg aneignen.
(14:18 - 14:32)
Da machst du auch gewisse Fehler erst mal, Anführungszeichen. Ich sehe es nicht als Fehler, sondern ich sehe es als großes Learning. Und das ist sicherlich auch was, woran unsere Menschen dann von profitieren.
(14:32 - 14:48)
Sie müssen nicht alles die gleichen Fehlentscheidungen treffen, wo man sie vorbewahren kann, weil man es selber durchlebt hat. Die besten Mentoren sind diejenigen, die es selber das erste Mal durchlebt haben. Und selber damit Erfahrung haben und nicht bloß darüber reden.
(14:49 - 14:55)
Theoretisch weiß jeder, wie ein Auto fahren geht. Das weiß wahrscheinlich mein Sohn mit 10. Aber praktisch hat er es halt noch nie angewendet.
(14:56 - 15:20)
Der kommt mit seinem Kart zurecht, aber das höre ich nicht, wenn der andere ein Auto hinstellt und sagt, jetzt fährst du den Ferrari. Der weiß ganz genau, welchen Knopf man drücken muss. Und das ist logisch, wenn du selber die Situation durchlebt hast und das erfolgreich durchlebt hast und das erfolgreich gemeistert hast, dann kannst du damit ganz anders umgehen und kannst andere ganz anders davor bewahren.
(15:21 - 15:28)
Ja, das glaube ich. Und das ist vor allem das Ehrlichere, wenn man es dem Gegenüber merkt. Hat der Ahnung oder redet er bloß darüber.
(15:28 - 15:52)
Und gerade für Gründer und Jungunternehmer ist das ja auch eine Sache, einfach die Angst vor dem nächsten Monat, auch wenn man vielleicht seine laufenden Einnahmen hat, trotzdem nicht zu wissen, schaffe ich es jetzt? Oder auch wie bei der letzten oder vorletzten Folge mal angesprochen, so klassische Finanzberatung. Ich muss heute in der Sprache der Jungen reden. Da hatten wir gestern ein tolles Beispiel.
(15:52 - 16:13)
Ein guter Partner von mir, der hat einmal ein Video gemacht mit seiner elfjährigen Tochter, wie heute die Sprache ist. Und hat dabei festgestellt, dass er Grange und sonstige Ausdrücke, er wusste überhaupt nicht, was der Junge will, war recht nett gemacht, das Video. Weil es war dann unter der Wortlaute jeweils eingedrückt, was die Aussage gerade von seiner Tochter bedeutet.
(16:13 - 16:23)
Also er spricht auch da im Wandel der Zeit anpassend. Ich muss die Jungen heutzutage verstehen. Die haben noch ganz andere, mit welcher Generation unterhalten wir uns eigentlich.
(16:24 - 16:34)
Das stimmt, ja. Setzen wir einem Babyboomer gegenüber oder setzen wir Generation Z gegenüber. Ich glaube, da gehen die Lebenseinstellungen extremst auseinander.
(16:35 - 16:53)
Und nur wenn ich mich auf diese Zielgruppe einlassen kann, sie verstehe, glaube ich, dann kriege ich auch das entsprechende Geschäft und kann entsprechend auch mit dieser Zielgruppe arbeiten. Dazu muss ich aber verstehen. Die haben ganz andere Anliegen, ganz andere Erwartungen ans Leben, wie meine Generation.
(16:53 - 17:14)
Ja, klar. Du hast vorher von Zielen gesprochen und wir hatten es ja schon von Freiheit in dieser Folge. Würdest du sagen, dass du deine Freiheit sozusagen und auch deine Ziele erreicht hast in dem Sinne oder was steht da noch so bei dir? Ja, ich habe ja vorhin gesagt, es gibt weitaus höhere Ziele als nur das Finanzielle.
(17:14 - 17:21)
Das habe ich natürlich vor 20 Jahren noch anders gesehen als heutzutage. Das ist ja auch logisch. Und ich glaube, das gehört einfach auch zum Reifen des Lebens dazu.
(17:22 - 17:33)
Aber ein Mensch ohne Ziele, der hat eigentlich das Leben aufgeben. Also wenn ich hier drinnen ... Ich sage, für mich ist heute wichtig, ein verlässlicher Arbeitgeber zu sein für unsere Mädels. Das ist ein ganz anderes Ziel.
(17:34 - 17:42)
Das habe ich sicherlich vor 25 Jahren so nicht gesehen. Für mich, vom Materiellen her, habe ich meine Ziele erreicht. Da brauchen wir nicht drüber reden.
(17:43 - 18:03)
Aber ein guter Familienpapa zu sein. Ich möchte, dass mein Junger auch mit 16, 17 im Rülpelalter, wie man es so schön nennt, wobei manchmal hat er das jetzt schon, aber immer noch weiß, hey, er hat hier nicht bloß einen Dad, sondern er hat hier einen verlässlichen Partner, der, egal welchen Scheiß er macht, zu mir kommen kann. Das sind andere Lebensziele heutzutage.
(18:03 - 18:15)
Und wie gesagt, aus dem Businessbereich heraus, ein verlässlicher Partner für unsere Mandanten zu sein. Also ich hatte schon mehrmals Übernahmeangebote von der Firma. Und da kriegt jeder, der immer aufkaufen möchte, die gleiche Antwort.
(18:15 - 18:25)
Der sagt, zum einen verkaufe ich niemals meine Mandanten. Und zum zweiten verkaufe ich niemals meine Mitarbeiterin, weil ich bin kein Sklavenhändler. Und das ist Verlässlichkeit.
(18:26 - 18:35)
Es verlassen sich ja nicht bloß meine Mädels auf mich hier als Arbeitgeber, sondern auch deren Partner. Die haben ja auch Ziele. Die wollen ja auch was erreichen im Leben.
(18:36 - 18:51)
Und ich weiß ja genau, um was es hier einem geht, wenn er hier das eigentlich aufkaufen möchte. Die Guten nennen es Töpfchen, die Schlechten interessieren mich eh nicht. Wobei, es gibt nicht so schlechte Kunden, sage ich immer, aber würde ich im Leben nicht machen.
(18:52 - 19:05)
Es wäre ja keine Verlässlichkeit mehr. Und ich verkaufe weder meine Mädels, noch meine Kunden. Und nur, wenn es, sage ich mal, ein anderer aufkauft, heißt das nicht, dass es bei dem genauso gut läuft, weil da steckt ja auch eine Persönlichkeit drin.
(19:05 - 19:14)
Das ist eine persönliche Bindung. Das ist eine persönliche Prägung vom Unternehmen. Und ich möchte eigentlich, ich behaupte, ich gehe sehr, sehr, sehr gut mit unseren Leuten um.
(19:14 - 19:25)
Weil wir es einfach als Familie hier drin sehen. Und ich glaube, das würden die Wenigsten tun. Also ich behaupte, wenn es einen aufkaufen würde, ich glaube, dass unsere Mädels wegwerden.
(19:25 - 19:34)
Sag ich ganz offen. Weil wir hier doch vieles etwas anders machen als viele andere. Ich meine, du hast das auch mitgekriegt hier.
(19:35 - 19:44)
Bist jetzt auch nicht zum ersten Mal da. Nein, aber einfach ein verlässlicher Fels in der Wandlung zu sein. Das ist ein anderes Ziel als das materielle.
(19:44 - 19:53)
Ich sage immer, das Beispiel war für mich das Paradebeispiel. Es gab halt die blöde Pandemie 2020. Damals die längste Tagesschau, wie die Frau Merkel verkündet hat.
(19:54 - 20:14)
Eine Woche später ist ein kompletter Lockdown. Und bei mir klingelt abends das Telefon und eine meiner Mädels ist drin und sagt, Björn, du schickst uns aber bitte doch nicht ins Homeoffice. Muss ich echt sagen, da habe ich schon ein bisschen Gänsehaut gekriegt und habe auch zu meiner Frau gesagt, ich glaube, ein bisschen was haben wir richtig gemacht.
(20:16 - 20:24)
Viele hätten sich gefreut, ich sei der Alte nicht mehr, ich kann daheim bleiben, etc. Ich kann daheim Chilli-Willi machen. Nein, die wollten hier.
(20:25 - 20:31)
Wir wollen noch weiterhin zusammen Mittag essen. Wir wollen noch weiterhin einmal kochen. Wir wollen noch hier weiterhin den Spaß haben.
(20:31 - 20:40)
Und da muss ich sagen, das war schon so ein Punkt, vom Unternehmen her, wo ich gesagt habe, irgendwas machst du schon ein bisschen richtig. Das gibt einem ja auch was. Das war schon eine Bestätigung.
(20:41 - 21:00)
Sie möchten eigentlich, dass wir hier zusammen sind, nicht daheim sich vergründeln. Und heutzutage, viele fanden es ja damals auch geil, dass sie mal ins Homeoffice durften, aber der Mensch braucht sozialen Austausch, braucht soziale Kontakte. Das eine oder andere Unternehmen hat das mit dem Homeoffice beibehalten.
(21:01 - 21:19)
Und wenn man sich dann mal mit den Leuten austauscht und unterhält, der soziale Aspekt ist auf der Strecke geblieben dadurch. Wie viele würden doch gerne wieder eigentlich zurück ins Unternehmen und sich ja mit anderen mal fünf Minuten beim Kaffee über was ganz anderes als nur über das Arbeiten austauschen. Ja, ist wichtig einfach.
(21:20 - 21:33)
Also, deswegen, wie gesagt, ich habe heute sicherlich andere Ziele wie noch vor 20, 25 Jahren. Ist aber ein Wandel der Zeit. Klar, das wäre ja komisch und verrückt, wenn es nicht immer weitergeht.
(21:34 - 21:57)
Eine Frage würde mich noch interessieren, wenn wir nochmal zurückspulen zu dem Freiheitsthema, wo du dich dann immer gesteigert hast, zu deiner Million hin zu arbeiten. Muss man ja auch Mindset-technisch immer weiter sein, um das auch für sich anzunehmen? Ich habe natürlich mehrere Seminare eigentlich sehr, sehr früh schon besucht. Damals noch sehr, sehr teure Seminare, auch drüben in den USA unter anderem.
(21:58 - 22:07)
Das gehört natürlich auch vom Mindset her. Du kannst ja von den Leuten lernen, die bereits dort sind, wo du hin möchtest. Alles andere führt ja zu nichts.
(22:08 - 22:25)
Ob das aus Büchern war, wie gesagt, in der ersten Serie, glaube ich, oder in der ersten Folge mal gesagt, ich habe wahnsinnig viel gelesen, bis heute. Bei mir gibt es also keinen Abend, wo ich ins Bett gehe, wo ich nicht nur lese. Das ist für mich eine Selbstverständlichkeit.
(22:26 - 22:50)
Das ist ja auch eine Routine dann. Ja, und natürlich auch permanent im Klo konntest du das lernen und wachsen. Das gehört auch heute noch dazu, dass wenn du dich selber weiter entwickelst und behaupte jetzt bei mir, dass du auf einem sehr hohen Stand bist, dann wird es natürlich auch immer schwieriger, noch entsprechende Seminare zu finden oder da was mitzunehmen.
(22:50 - 23:08)
Aber manchmal reicht heutzutage auch der Austausch einfach mit anderen, die gleich denken, die auf dem gleichen Level sind. Da kann man sich dann austauschen, weil der eine hat trotzdem wieder eine gute Idee oder bringt nochmal einen anderen Denkanstoß ran. Aber damals, klar, Seminare waren natürlich wichtig, ganz klar.
(23:09 - 23:21)
Ohne das geht es nicht. Auch das ist Arbeit, weil da fängt man schon an, man muss sich ja mit sich selber beschäftigen, Reflexion betreiben. Da sind ja viele auch viel zu voll dazu.
(23:22 - 23:31)
Oder es ist unbequem, natürlich, aber das gehört halt dazu. Und Seminare sind wichtig. Ohne das geht es nicht.
(23:31 - 23:54)
Ich würde gerade mal als kleine Aufgabe vielleicht den Zuhörern mal sagen, dass ihre eigene Freiheit mal definieren oder schreibt doch mal auf, was eure Freiheit ist sozusagen, dass man sich das einfach selber mal definiert. Was bedeutet eigentlich Freiheit? Mir war eins, ich durfte ja als Kind schon sehr viel reisen und das war sehr angenehm. Ich meine, Reisen hat sich ja auch brutal verändert in den letzten 45 Jahren.
(23:55 - 24:10)
Wenn du gesagt hast, als Kind, du fliegst nach Amerika, das war ja... Das war riesig. Wie man heute noch sagt, ich fliege auf den Mond. Ich kann mich noch an Flugreisen erinnern, da wurde im Flugzeug drin geraucht.
(24:11 - 24:16)
Unvorstellbar heutzutage. Fluggesellschaften, die es heute schon gar nicht mehr gibt. Pan Am als Beispiel.
(24:16 - 24:36)
Das war so die Fluggesellschaft, mit der wir in den USA geflogen sind. Heutzutage fliegt man schon nach New York, ist selbstverständlich. Aber Reisen hat mir schon immer sehr viel bedeutet, weil das ist auch eine Art von Weiterbildung.
Reisen bildet extrem. Ich lerne andere Kulturen kennen. Auch die Wertschätzung.
(24:36 - 24:55)
Die Wertschätzung. Das war mir ganz wichtig bis heute. Unser Junior ist 10, er hat 28 Bundesstaaten alleine in die USA hinter sich.
Ich glaube, er war 12, 14 Mal in die USA. Weil ich gesagt habe, uns war Reisen extrem wichtig. Er hat fast alle Länder Europas hinter sich.
(24:55 - 25:07)
Er war auf dem asiatischen Kontinent genauso wie auf dem afrikanischen. Also Reisen ist eine ganz andere Art von Bildung. Die aber ganz, ganz, ganz stark dich weiterbringt im Leben.
(25:08 - 25:22)
Deswegen habe ich das von Anfang an mit ihm gehabt. Ich fördere das extrem. Es ist mir wichtig.
Ihm macht es auch Spaß. Er kann von vielen Dingen mitreden. Was er gesehen hat, etc.
(25:23 - 25:28)
Das erweitert natürlich auch den Horizont und den Geist. Das ist einfach wichtig. Open Mind.
(25:31 - 25:43)
Sehr schön. Dann würde ich sagen, schließen wir heute ab und hören uns wieder am nächsten Freitag. Alles klar.
Machen wir. Danke dir. Und dann jeden einfach mal für sich zu definieren, was ist überhaupt Freiheit.
(25:43 - 25:51)
Das ist immer das gleiche Beispiel bei Vorträgen, wenn ich frage, wie viel Geld verdienen. Da gehen alle Hände hoch. Dann sage ich so, jetzt definieren wir erst einmal, was ist viel.
(25:51 - 26:00)
Für den Obdachlosen sind 5 Euro viel. Für uns hier im Raum glaube ich sind 5 Euro nicht viel. Jeder definiert das ja immer für sich.
(26:00 - 26:11)
Können wir als Aufgabe machen, einfach mal aufschreiben, was bedeutet Freiheit. Ich weiß bloß eins, es ist eins von den höchsten Gütern, die der Mensch hat. Freiheit ist ein ganz, ganz hohes Gut.
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