Dein Kontostand beginnt im Kopf
Shownotes
Welche Sätze über Geld hast du als Kind immer wieder gehört?
„Das ist zu teuer.“ „Geld ist nicht alles.“ „Du musst hart arbeiten, um gutes Geld zu verdienen.“
Genau da beginnt dein finanzielles Mindset.
In dieser Folge von Cash mit Köpfchen spreche ich mit Arabella darüber, wie ich selbst beim Thema Geld geprägt wurde – von zwei völlig unterschiedlichen Elternhäusern – und warum ich schon früh für mich entschieden habe: Ich will niemals eine Rechnung bekommen und nicht wissen, wie ich sie bezahlen soll.
Wir sprechen darüber, warum deine Sprache deinen Umgang mit Geld beeinflusst, weshalb ich mehr davon halte, die Einnahmen zu erhöhen, statt sich immer weiter einzuschränken, und warum mehrere Einkommensquellen für mich ein entscheidender Teil finanzieller Sicherheit sind.
Außerdem geht es darum, was wir unseren Kindern über Geld mitgeben, warum Konsumschulden für mich ein absolutes No-Go sind und weshalb Bücher, Mentoren und das richtige Umfeld mein eigenes Denken über Geld massiv geprägt haben.
Denn finanzieller Erfolg beginnt nicht erst beim Investieren. Er beginnt damit, wie du über Geld denkst.
Buchtipps aus dieser Folge:
Bodo Schäfer - Der Weg zur finanziellen Freiheit / „In sieben Jahren die erste Million“ Bodo Schäfer - Die Gesetze der Gewinner Bodo Schäfer - Ein Hund namens Money Bodo Schäfer - Kira und der Kern des Donuts Julian Backhaus - EGO – Gewinner sind gute Egoisten Sieger zweifeln nicht, Zweifler siegen nicht 1001 legale Steuertricks
Mehr von mir: Website: https://baensch-finanzstrategien.de Instagram: @baensch_finanzstrategien
produziert von Arabella Hüttinger I www.arabella-creativeoffice.de
Transkript anzeigen
Erfolgreiche Leute labern nicht, erfolgreiche Leute machen. Ich bin Björn Baensch, Finanzstrategie, Mentor und Speaker. Hier erwarten dich die Finanzstrategien und Denkweisen, die dich wirklich weiterbringen.
Vermögensaufbau, Risk-Management, steueroptimierte Entscheidungen und das Mindset, das finanziellen Erfolg erst möglich macht. So wie jeder Spitzensportler einen Trainer braucht, begleite ich Menschen, die wachsen wollen. Kein Gelaber, sondern Klartext.
Erfolg ist planbar und braucht klare Strategie. Meine Frau sagt heutzutage, dein größter Motivator als zu schaffen, war eigentlich dein schlechtestes Beispiel, nämlich deine Mutter. Und ich habe immer gesagt, bei mir wird es niemals den Punkt geben, dass ich eine Rechnung kriege und nicht weiß, wie ich sie bezahlen soll.
So, hallo zurück bei Cash mit Köpfchen. Heute darf ich mal wieder da sein. Hi Björn.
Hi Arabella, schön, nach langer, langer Urlaubszeit. Jetzt ist schon Marco im Urlaub. Heute rocken wir das.
Was ich immer sehr spannend finde, ist das Thema Mindset beim Geld. Da geht ja eigentlich vieles schon los. Mit welchen Geldglaubenssätzen bist du denn groß geworden? Was hat dich da geprägt? Mit welchen Geldglaubenssätzen ich selber groß geworden bin? Also, jetzt kann ich es ganz offen sagen.
Meine Eltern haben sich über viele, viele Jahre scheiden lassen. Und das war Rosenkrieg vom Feinsten. In meinem Haushalt war schon entsprechend Geld vorhanden.
Aber mein Vater war wirklich ein Urschwabe, Urschwabe. Bis zuletzt war der Satz in seinem Geldbeutel, bevor du eine D-Mark ausgibst, überlege, wie lange du arbeiten musst, bis du sie netto verdient hast. Bei meiner Mutter war jetzt eher das Gegenteil.
Da war nicht ganz so viel Geld vorhanden. Also kurzfristig hat sie mal ein bisschen mehr Geld gehabt. Das hat sie relativ schnell durchgebracht.
Und von dem her, Glaubensgrundsätze vom Geld her, ja, Schwellheitsreisen, ich kann das hier zahlen, das hier zahlen. Meine Frau sagt heutzutage, dein größter Motivator, es zu schaffen, war eigentlich dein schlechtestes Beispiel, nämlich deine Mutter. Und ich habe mir eins geschworen, so ab 16, 17, 18 ging das los, dass ich mich mit dem Thema Geld schon mehr beschäftigt habe.
Und ich habe immer gesagt, bei mir wird es niemals den Punkt geben, dass ich eine Rechnung kriege und nicht weiß, wie ich sie bezahlen soll oder was ich nicht bezahlen kann. Natürlich gab es das mit 18, 19, 20. Da brauchen wir gar nicht drüber reden.
Es wäre mir zu peinlich gewesen, bei meinem Vater noch zu fragen. Aber dann muss man dazusagen, mein Vater war schon relativ hart, was den Umgang mit Geld anging. Heute bin ich ihm dankbar.
Früher hätte ich ihn manchmal verfluchen können. Wenn ich mir beim Geld geliehen habe, war die erste Frage, wann kriege ich es zurück und wehe, es war an dem Tag nicht da. Muss ich mir mal vorstellen, dann hatte ich tatsächlich einen Zins zu bezahlen.
Also das würde ich sicherlich so nicht machen. Wir hatten es erst zu Beginn der Sommerferien. Dann waren wir abends in Stuttgart beim Essen.
Und wo wir viel zum Essen gehen, ist nebenan der große Lego-Store. Und da rennt mein Jünger rein, ein absoluter Star Wars-Fan, und hat wieder etwas gesehen, was er unbedingt haben wollte. Er weiß ja genau, wie viel Taschengeld er hat, was er ausgeben kann.
Jetzt hat das Ganze 25 Euro mehr gekostet, als das, was er aktuell zur Verfügung gehabt hätte. Dann kam er wieder raus zu mir und hat gesagt, Papa, kannst du mir das leihen, ich bezahle es dann zurück. Und das war eine Lehrstunde für meinen Jünger, wo ich dann gesagt habe, das sind Konsumschulden.
Genau da fängt es im Kleinen an. Ich sage, ich mache das nicht. Sei was du dir nicht leisten kannst, das kaufst du nicht.
Ein Bankwörter für Zinsen zu verlangen, das ist vielleicht hart, mag für manchen hart klingen. Aber genau das ist das, wo man im Kleinen bei Kindern schon anfängt zu trainieren. Auch bei den Eltern sich nicht Geld zu leihen, wenn sie es nicht haben.
Weil später mache ich das bei der Bank und das ist so ziemlich der größte Quatsch, was ich machen kann. Für Konsum Geld mir zu leihen gegen teuren, teuren Zins. Weil das sind schlechte Schulden, wie ich immer sage, schlechte Verbindlichkeiten.
Es gibt auch gute Verbindlichkeiten, aber in dem Fall, wenn es rein für Konsum ist, dann sind es schlechte Verbindlichkeiten. Von dem her, mein Glaubensgrundsatz mit Geld, auf der einen Seite im Haushalt hat es nie gelangt, auf der anderen Seite war da, da hat es aber nichts gegeben, weil man hat alles zusammengehalten. Was ich sehr wohl bei meinem Vater gelernt habe, und das ist, glaube ich, auch eine spezielle schwäbische Mentalität.
Ich kaufe einmal dafür Qualität und nicht dreimal billig. Da bin ich bis heute auch von geprägt. Lieber einmal richtig Geld ausgeben, aber dafür hohe oder gute Qualität, als dreimal günstig zu kaufen.
Und meine Glaubensgrundsätze waren vor allem eins, dass ich niemals eine Rechnung habe, wo ich nicht bezahlen kann. Das ist so ganz, ganz prägend. Jetzt sind viele ja auch negativ zum Geld eingestellt.
Ja, das Geld ist schnell wieder weg, ich muss es mir hart verdienen. Sie sind da vielleicht einfach negativ von der Grundstimmung. Wie kann man denn das irgendwie switchen oder sich da gedanklich auch positiver einstellen drauf? Also es geht schon los, das ist natürlich ein Trainingsprozess.
Und das ist ein Trainingsprozess, der nicht von heute auf morgen umgestellt ist, sondern die Macht der Gedanken, nenne ich mal, die Macht der Sprache. Bei den Deutschen ist es relativ häufig der Fall, dass sie günstig mit preiswert verwechseln. So, das war mal ein Beispiel.
Ein Ferrari ist ehrlich nicht günstig, er ist aber seinen Preis wert von der Qualität, von der Verarbeitung. Mag es jeder wieder anders sehen. Der eine sagt, der ist viel zu teuer, ist das Auto nicht wert.
Ich sage sehr wohl, ich möchte auch sagen, ich habe ein bisschen Erfahrung damit, über viele, viele Jahre und auch kilometermäßig. Für mich ist dieses Fahrzeug wirklich jeden Preis wert. Ich kriege Service, den ich mir wünsche und ich bin bereit, für Service auch mehr Geld zu bezahlen.
Er ist aber sicherlich nicht günstig, aber da geht es schon los. Und auch wie häufig werden finanzielle Probleme in Partnerschaften auch recht heftig diskutiert, zum Teil im Beisein von Kindern. Wenn es immer wieder heißt, es ist teuer, die Kinder stehen daneben.
Also spricht der Kind von klein auf, Geld ist eigentlich schlecht, Geld ist negativ. Es ist zu teuer, ich muss so viel arbeiten, dass ich das Geld kriege. Also die Kinder werden von klein auf schon geprägt, unbewusst, durch einfach Diskussionen, durch Gespräche der Eltern.
Da ist zum Beispiel darauf zu achten. Ganz häufig höre ich, Geld ist nicht alles. Da sage ich, ja, ist richtig, es gehören aber Aktien, Immobilien auch dazu und Edelmetalle und Firmenbeteiligungen.
Und da sage ich immer, jede Medaille hat zwei Seiten. Wenn es heißt, Geld verdirbt den Charakter, oder potenziert den Charakter, wenn er vorher schlecht war, dann potenziert es, wenn er vorher schon gut war, potenziert es genauso. Ich kann Geld auch einsetzen, um viel Gutes zu tun.
Das vergessen immer viele. Da heißt es immer wieder, die Reiche, die oberen 10.000. So ein Quatsch. Wenn ich solche Gesprächsthemen schon vor Kindern führe, ist doch logisch, dass die ein negatives Mindset zum Geld hinbekommen.
Ganz klar, wenn wir immer das befolgt hätten, Schuster bleibt bei deinen Leistungen. Jetzt nenne ich mal ein paar Unternehmer. Karl Benz, Robert Bosch, Ferdinand Porsche.
Wo wären diese Unternehmen heute? Wo würde es die geben, wenn diese damaligen Kinder bei ihren Leistungen geblieben wären? Das kann nicht funktionieren. Deswegen lass ein Kind groß träumen. Mein Junge hat derzeit auch sämtliche Ideen, was er später mal beruflich machen will.
Ich unterstütze ihn dabei und sage, klar, du schaffst das. Genauso verbinde ich Geld einfach positiv. Was kann ich mit Geld alles Positive machen? Im Kleinen schifft er seine Gedanken in die richtige Richtung.
Richtig, das ist ein ganz wichtiger Punkt. Natürlich gibt es bei vielen immer wieder finanzielle Herausforderungen. Ich mag das Wort eigentlich nicht, aber auch finanzielle Probleme vielleicht.
Aber diskutiert es doch bitte nicht vor den Kindern. Dann kommt dazu, wenn ein Kind in einem Kaufhaus oder Supermarkt etwas möchte, dass es zu teuer ist, verwende es anders, sage es anders. Aber nicht immer, dass alles, was man kaufen soll, zu teuer ist.
Ja, die Kinder trägt einen das sehr. Ganz extrem. Ich sage es auch ganz offen, klar.
Mein Junge war auch schon dabei beim Einkaufen. Wenn es jetzt kurz vor Mittag ist, ob es dann unbedingt noch Eis sein muss, das lasse ich dahingestellt. Oder ein klassisches Beispiel, wofür er auch wieder sehr lehrreich war, das war vor 3 Jahren, das habe ich auch schon mal in einem Podcast erwähnt.
Wir waren in Italien, er wollte unbedingt Eis. Wir wollten noch Wasser zum Trinken, ich habe ihn im Laden angehalten, laufen da rein, das Wasser haben wir gekauft, aber das Eis, das er wollte, über 5 Euro. Ich wusste genau, selbst an der Tankstelle kostet es 2,50 oder 2,90 Euro.
Ich weiß es nicht mehr genau. Aber ich habe zu ihm gesagt, sorry, das ist nicht der Preis wert. Ich zahle hier nicht diesen Preis, das passt einfach der Preis-Leistung nicht mehr.
Keine 10 Minuten später, ich musste eh zum Tanken an meiner Tankstelle noch rankalten, und da war das Eis und da war es genau, wirklich zu dem Preis, wie ich es auch wusste, und da hat er es dann natürlich auch gekriegt. Aber nicht zu einem überteuerten Preis, wo einfach die Preis-Leistung überhaupt nicht mehr stimmt. Da muss ich nicht sagen, das ist zu teuer, sondern ich habe ihm erklärt, pass auf, hier passt die Preis-Leistung nicht mehr, deswegen kaufe ich es nicht.
Das ist die Macht der Sprache, wie man da selber geprägt ist vom Mindset her, und das ist natürlich ein Trainingsprozess, ganz klar. Aber vermeidet, Geld negativ behaftet in Verbindung zu bringen für die Kinder. Ich kann mit Geld auch ganz, ganz viel Gutes tun.
Anderes Beispiel, ich habe zum 14. und 15. Geburtstag von meiner Mutter etwas bekommen.
Sie hat es sicherlich sehr gut gemeint. Rückblickend heute sage ich, das war der größte Schwachsinn. Sie hat mir ein Modellfahrzeug, ich habe schon immer Modellfahrzeuge gesammelt, und sie hat mir ein Modellfahrzeug, das ein oder andere kennten, vielleicht ein 300 SL Flügeltürer, und dann hat sie einen selbstgeschriebenen Spruch oben draufgeklebt.
Wenn ich viel lerne, wenn ich gut in der Schule bin, und einen guten Job habe, kannst du dir den vielleicht mal in echt kaufen. Sorry, ich kenne kaum einen Angestellten mit einem guten Job, der ein Fahrzeug, schon damals um mehrere hunderttausend DM, sich leisten kann. Ich sage immer, Job ist für mich eigentlich eine kleine Abkürzung, Just Overbreak, kurz für Insolvenz.
Wie viele haben wir finanziert? Einfach Minus, sind wir pampa. Sie arbeiten, da gibt es einen Brutto-Lohn, also brutal viel, aber auf dem Konto kommt ein Netto an, nicht ganz so viel, wie man so schön sagt. Und mit einem Job, das ist jetzt echt hart, was ich sage, ich weiß, aber da würde ich im Normalfall nicht die finanzielle Freiheit erreichen.
Und auch nicht, weil ich gut in der Schule bin. Natürlich sollte man sich jetzt ergehen lassen, und sollte an der Schule ein bisschen Gas geben, und das Studium, aber ich sage immer, wer reich, vermögend, finanziell frei werden will, sollte nicht zu lange an der Schulbank oder im Hörsaal von der Uni herumdrücken. Soll relativ schnell ins Tun kommen.
Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Nur weil ich ein Top-Studium habe, habe ich keine Geninnen, die top studiert sind, die in der Woche 80, 90, zum Teil 100 Stunden runterreisen, aber sie sind nicht finanziell frei. Also von dem her kann man sich drüber Gedanken machen.
Das heißt, wenn man da eigentlich merkt, dass es fehlt oder einfach, dass man zu wenig hat, sich mal Gedanken machen, wie man neben dem Job noch was tun kann, um an mehr Geld zu kommen. Du sagst ja immer so schön, lieber schauen, wie man mehr verdient, als die Ausgaben zu reduzieren. Richtig, das ist auch so ein Thema.
Das erfordert sehr, sehr viel schon, zu sagen, nicht immer durchzugehen. Wo kann ich noch einsparen? Das ist Wangeldenken. Wo kann ich mich noch reduzieren? Wo kann ich nur Ausgaben reduzieren? Nee, mach dir lieber mal Gedanken, dringend lösungsorientiert, wie erhöhe ich meine Einnahmen.
Das ist vielleicht mal der bessere Ansatz. Man, aber wahrscheinlich nur 3 bis 5 Prozent. Der Rest denkt immer, schreibt ein Haushaltsbuch, kontrolliert regelmäßig, was wichtig ist.
Ich muss meine Ausgabeneinnahmen auch kennen, aber schaut dann immer noch, wo kann man was optimieren, wo kann man noch mehr einsparen. Sparen ist Wangeldenken, Wangelleben. Ich will da wohl im Überfluss leben.
Wie war das bei dir damals? Du bist dann auch ja angefangen, oder wie war der Jobstart sozusagen? Hast du dir auch gleich gedacht, boah, ich muss viele verschiedene Sachen machen, wie komme ich an mehr Einnahmen? Ich habe es ja schon mal erzählt, ich habe damals einen wirklichen Ferienjob gemacht, in einem sehr, sehr guten Unternehmen, wo mir auch echt Spaß gemacht hat. Ich habe mit lauter Italienern, ich war schon immer ein bisschen Italien-Fan, habe mit lauter Italienern gearbeitet, war sehr, sehr gut bezahlt damals schon, jedes Jahr, ich war in der Firma schon die Jahre zuvor immer wieder. Und damals waren natürlich auch die Arbeitsgesetze nicht ganz so hart, sondern ich habe Doppelschicht gearbeitet.
Und das war ein Betrieb, der hatte drei Schichtbetrieb, 24 Stunden, sieben Tage die Woche. Und das war natürlich schon geil. Sonntagnachts, ab 22 Uhr, bis Montagmorgen, 6 Uhr, 200, 250 Prozent Zuschlag.
Also ich habe richtig, richtig Asche verdient. Ich kann mich nicht vergessen, wenn ein 18-Jähriger mal seine erste Abrechnung kriegt, wo über 10.000 D-Mark damals drauf stand für vier Wochen, weil es einfach brutale Zuschläge gab. Es hat Spaß gemacht, es war eine super Atmosphäre.
Ja, natürlich wusste jeder, dass wir sehr gut mit den Inhabern von dem Unternehmen befreundet waren. Deswegen hatte ich vielleicht auch ein bisschen ein gesünderter Status. Aber ich durfte damals schon Gabelstapler fahren, heute undenkbar ohne einen Staplerschein.
Aber es war echt geil. Und dann habe ich die Abrechnung gekriegt. Jetzt darf man eines nicht vergessen, Onlinebanking und so was, das gab es einfach noch nicht.
Und dann bin ich drei, vier Tage später mal auf die Bank und sehe, dass so circa 5.500 D-Mark Staplers auf meinem Kundeneinkommen sind. Dann habe ich mir die Abrechnung mal genau durchgeschaut. Und da habe ich das Thema Steuern erkannt.
Und das war für mich der ganz, ganz prägende Punkt in meinem Leben. Und zwar, ich wusste, du willst viel Geld verdienen, aber du musst dich mit der Thematik Steuer auseinandersetzen. Weil nur viel Geld verdienen bringt nichts, wenn der Staat dir die Hälfte wegnimmt.
Und somit war für mich eins meiner ersten Bücher in dem Bereich dann 1001 legale Steuertricks. Weiß ich noch, das habe ich damals gekauft und habe es innerhalb von drei, vier Tagen komplett durchgelesen. Ich habe dann auch wieder eins begriffen, okay, die Thematik Steuer in Deutschland ist ja damals sehr, sehr umfangreich, du musst dich da echt reinfuchsen.
Und das war für mich ein ganz prägender Punkt, dass ich immer gesagt habe, du darfst nicht bloß viel Geld verdienen, du darfst nicht nur eine Einnahmequelle haben, du musst mehrere Einnahmequellen haben. Auch ein ganz wichtiger Punkt. Wie oft habe ich Leute schon gesagt, wir haben einen sicheren Job.
Da kann sich jeder mal so ein bisschen zurückdenken. Air Berlin, also wir haben sieben Piloten von Air Berlin, ehemals Air Berlin. Als wir den hatten, hat auch keiner geglaubt, dass die von heute auf morgen mal aufhören.
Und dass es die Gesellschaft nicht mehr gibt. Also wenn heute noch jemand sagt, er hat einen sicheren Job, dann lügt er sich selber in die Tasche. Ich hatte hier ein Paradebeispiel vor acht, neun Jahren, wo jemand mir sagte, er hat einen ganz sicheren Job.
Vor drei Jahren hat er mal angerufen, Heidelberger Druckmaschine, er wurde gekündigt nach 29 Jahren und acht Monaten. Hat auch immer gedacht, er hat einen sicheren Job. Also einen sicheren Job gibt es nicht.
Am Ende aber fällt halt, dass er morgen verkauft, wenn ich im kleinen Unternehmen bin. Dass er das Unternehmen vielleicht dicht macht, wenn hier alles ankotzt. Also einen sicheren Job, das lügt in der eigenen Tasche.
Von dem her, ich brauche immer mehrere Einnahmequellen. Das ist auch ein ganz prägender Punkt. Und wie gesagt, mit der Thematik Steuer, sollte man sich definitiv auseinandersetzen.
Weil du kannst nicht reich vermögend werden, wenn dir der Staat die Hälfte wegnimmt. Dann brauchst du einfach Dinge und musst dich auskennen, wie kannst du vielleicht auch die Steuer für dich nutzen. Du hast ja auch viele Bücher gelesen.
Das eine hast du jetzt schon erzählt. Was kannst du dir noch so empfehlen an Büchern? Ach, da gibt es so viele. Definitiv, was ich jedem immer empfehle, ich bin ein riesiger Bodo-Schäfer-Fan, das weiß auch jeder.
Ich habe damals noch der silberne Einband in sieben Jahren. Die erste Million, das war noch zu D-Mark-Zeiten geschrieben. Aber die Gesetze der Gewinner, das arbeitet an einem.
Wenn man sich damit wirklich auseinandersetzt, was auch die Prägung vom Mindset her generell zum Leben, aber auch speziell im finanziellen Bereich, da gibt es genügend Bücher. Ich habe mit 21 mein erstes richtig teures Seminar, richtig teuer damals, durch den USA gemacht, und zwar Tiefhaf-Örker So denken Millionäre. Das war auch so ein ganz prägender Punkt für mich, definitiv mal anders zu denken.
Wie gesagt, ich habe mich schon etwas länger damit beschäftigt, aber ich wusste, du kannst auch nur weiter mit einem Mentor. Das ist auch so ein Punkt. Du brauchst einen Mentor.
Ansonsten, der eine oder andere mag es auch alleine schaffen, aber es ist ein ganz harter, steiniger Weg, ohne dass du einen Mentor an der Seite hast, der vielleicht dort ist, wo du vielleicht hin möchtest. Und jetzt war das ja früher noch nicht so gang und gäbe. Heute ist es ja schon eher normaler, dass man einen Mentor hat.
Das Schlimme ist, das Wort Coach ist ja nicht geschützt, in keiner Art und Weise. Heute kann sich jeder sofort Coach nennen, deswegen ich vermeide das Wort. Ich sage immer, wenn ich daran denke, meine Frau, die hat wirklich eine Coaching-Ausbildung, die ging über anderthalb Jahre lang, immer vier Tage im Monat, also bin ich ja richtig komplett bei einem sehr renommierten Unternehmen auch den Coach gemacht.
Aber heute besuche ich ein Wochenendseminar, bin danach Coach. Kann sich jeder selber nennen. Und von dem her vermeide ich das Wort.
Ich sage immer, ich bin Mentor. Und vor allem ist eines wichtig, derjenige, der dir irgendwas beibringen möchte, der sollte dort sein, wo du hin möchtest. Weil sonst kann es nicht funktionieren.
Fühlt man ganz häufig, der eine Arbeitskollege, der keinen Schritt weiter ist wie der andere, berät der andere, was Finanzierung angeht oder wie man das Geld anlegt. Aber eigentlich sind sie beide auf der gleichen Ebene. Das kann nicht funktionieren.
Da hast du ja damals dann einfach schon die Unternehmer gesucht, oder, um dich mit denen auszutauschen. Ja, ich habe schon relativ früh mich mit den fremden Unternehmern, die Meilen weiter, Lichtjahre weiter waren wie ich. Aber mir war eins klar, ich kann nur von denen lernen.
Es funktioniert nicht, wenn man im gleichen Umfeld oder im gleichen Kreis mit jemandem unterhält, für den vielleicht eine Fußballwette mit 10 D-Mark damals schon ein hohes Risiko war. Das kann nicht funktionieren. Da, wo man wirklich große Deals macht, da konnte ich lernen.
Gott sei Dank. Und ich habe auch immer sehr gute Leute an meiner Seite gehabt. Aber man muss natürlich auch selber wissen, es gibt den alten Kaufanspruch, Geldschulden sind Bringschulden, Warenschulden sind Hohlschulden.
In dem Fall, Wissen ist eine Hohlschuld. Da muss man halt auch selber die Leute suchen und muss sich damit einfach beschäftigen und das Hintersetzen. Ich lese da gerade das Buch zu dieser 1%-Methode.
Vielleicht hast du es auch schon mal gehört. Das ist ja auch so ein Ding, sich auch die Gewohnheiten im Kleinen schon aufzubauen. Was tue ich? Mit was belohne ich mich? Ist das eine gute Gewohnheit? In dem Sinne eine schlechte? Da geht es ja auch schon los.
Auch sich selber zu bezahlen. Ganz, ganz wichtiger Punkt, dass man gerade im Unternehmertum, dass man sich selber auch bezahlt. Oder, das geht jetzt schon ein bisschen Richtung wirklich auch Finanzstrategien.
Wenn jemand, wir haben ja immer junge Paare, komplett verschuldet mit Konsumschulden. Es ist nicht nur wichtig, diese Konsumschulden abzubauen, sondern zeitgleich sollte ich auf der anderen Seite auch Vermögen aufbauen. Wenn das nächste kaputt geht, dann muss ich wieder neue Kredite aufnehmen.
Das ist doch Quatsch. Wirklich nicht nur Schulden abzubauen, sondern auch zeitgleich irgendwo, und sei es mit 50 Euro im Monat, einfach mal anfangen zu investieren. Dass man auch mal Vermögen, Anführungszeichen Vermögen, aufbaut.
Und nicht nur, Hauptsache immer Schulden abzahlen. Verbindlichkeiten, Konsum, Schulden. Sonst verbindet man ja wieder nur das Negative mit dem Ganzen.
Und ich garantiere, wenn ich mit dem entsprechenden Guthaben auf der Bank stehe oder irgendwo drin stehe, dann habe ich ein anderes Selbstbewusstsein, ein anderes auftreten, wie wenn ich weiß, ich bin von vorne bis hinten verschuldet. Hundertprozentig. Das macht was mit allem.
Und fällt mir aber gerade ein, den Selbstwert auch aufzubauen, wie es Angie auch immer sagt, wenn du dir selber das nicht wert bist oder denkst, das Geld kann ich gar nicht annehmen oder der Betrag, der macht mir gleich Angst oder so. Also auch da sich selber eigentlich damit zu bestärken. Auch in dem Bereich Julian Backhaus finde ich auch einen super Autor und egoistisch sind die besseren Gewinner.
Wurde mir auch schon empfohlen, mal zu lesen. Ja, definitiv, könnt ihr gleich mitgeben. Was ich jedem zum Beispiel empfehle mit Kindern.
Also mein Junior hat ab 3 die Kira gehört und zwar von Bodo Schäfer ein ganz tolles Kinderbuch, ein Hund namens Manni. Und da gibt es sogar eine Fortsetzung dann noch. Natürlich ist es ein bisschen eine Fantasiegeschichte, aber es geht schon sehr klar um finanzielles Mindset auch bei Kindern.
Gibt es als Hörbuch. Die Fortsetzung heißt dann Der Kern des Dunats. Ganz hervorragend.
Er hört es bis heute, aber er hat angefangen mit dreideschritt zu hören, wie oft wenn wir im Auto unterwegs waren, Papa können wir Kira hören. Weil ihm einfach die Geschichte so gut gefallen hat. Aber ich war sehr froh, dass er da immer wieder nachgefragt hat, weil innerlich hat das was ganz anderes bewirkt.
Natürlich hat ihm die Geschichte gefallen, aber die Prägung von der Ausdrucksweise vom Manni-Mindset her, das hat er unbewusst aufgenommen. Und das ist was, was ich zum Beispiel allen Entlern eigentlich empfehle, mit ein Hund namens Manni. Kann man auch, gibt es als Buch, als Taschenbuch.
Wir haben es auch gelesen natürlich. Die Angie hat es mit ihren Kindern gemacht. Ihr habt damals gesagt, erzieht deine Kinder dazu bessere Angestellten, dass du für irgendwelche Arbeiten, die sie gesondert im Haushalt machen, irgendein Geld zahlst.
Das mache ich mit dem Reto genauso. Wenn er gewisse Wissensbücher liest, dafür gibt es Geld. Aber sicherlich nicht dafür, dass er irgendwo mal das Auto aussaugt, er zahlt einen Fünfer.
Er wird in der Gegend herumgefahren, er fährt mit dem Auto genauso mit, wie wir als Familie. Dann hat er da auch mal das Ding auszusaugen, aber dafür gibt es eigentlich kein Geld. Wo er kleiner war, da habe ich das hier in der Firma gemacht, das hat aber einen anderen Effekt gehabt, weil da konnte er ja noch nicht lesen, sondern ihm hat halt der Euro so gut gefallen, den wollte er und er hat halt mit 5,50 Cent Taschengeld gekriegt und dann haben wir halt das mit dem Papierkörbe auswählen hier in der Firma gemacht, dass er für sechs Papierkörbe zum Auswählen eine Dreiviertelstunde Stunde gebraucht hat.
Da brauchen wir nicht drüber reden, weil, natürlich, hier sind lauter Mädels, bei der einen saß er auf dem Schoß, dann hat man Paarpatrouille ausgewählt, bei der anderen gab es ein Duplo, bei der dritten hat man Feuerwehr gespielt, das war ja für den wirklich spielerisch, aber heutzutage, um Wissen sich anzueignen, wenn er ein Buch liest, dann gibt es Geld, aber sicherlich nicht für irgendwelche Arbeiten im Haushalt oder wenn er irgendwo beim mithilft, weil, da erzieht ihn zum Angestellten, aber nicht zum Unternehmer. Cooler Ansatz, ja. Wollte ich nämlich schon fragen, ob er eigentlich auch schon so Bücher liest? Ja, definitiv.
Und, was ich eben vorhin sagen wollte, die Angie, die hat mir das damals gesagt, da waren ihre Kinder so 13, 14, Marlene ist ja bei mir heutzutage in der Ausbildung und die mussten beide das Buch lesen, wenn sie das gelesen haben, haben sie jeweils, glaube ich, 20 Euro bekommen. Weil, auch für Erwachsene ist das Buch immer noch gut. Einfach empfehle ich auch, der Erwachsene es vielleicht vorher anzuhören oder durchzulesen, Hund namens Manni, weil die Kinder werden mit Fragen kommen.
Ja. Und das ist immer gut, wenn man selber auch schon mal das gelesen hat und ein bisschen Bescheid weiß. Ja, dann Sieger zweifeln nicht, Zweifler siegen nicht, empfehle ich jedem Unternehmer, das Buch auch zu lesen, ja.
Also auch, es gibt genügend Bücher, wo man, wenn man wirklich sagen kann, oder was ich empfehle, ich meine, du kennst ja draußen das Regal, das ist nur ein kleiner Teil von dem, daheim steht noch etwas Größeres, da geht es aber dann schon wesentlich mehr in die Tiefe. Aber trotzdem, Wissen, das bedeutet eben, wenn ich Bücher lese, wenn ich von erfolgreichen, ich lese sehr gerne Biografien oder Autobiografien von sehr, sehr erfolgreichen Unternehmern oder Unternehmerinnen, weil das bringt die einfach weiter. Oder mich hat das zumindest weitergebracht.
Mal schauen, ob wir von deinem Sohn jetzt auch noch etwas hören, haben wir ja auch schon überlegt, ob der nicht mal mit dir zusammen spricht. Ja. Interessiert die Leute vielleicht auch.
Ja, klar. Es ist elf, darf man nicht vergessen, gerade mitten in den Sommerferien, also oder jetzt noch eine Woche Ferien, weit weg, was irgendwie Richtung Schule, Lernen etc. gerade angeht, ist auch richtig so.
Also, ich verfolge auch den Ansatz, Ferien sind wirklich dazu da, als Ferien, da müssen nebenbei keine Aufgaben gemacht werden, oder Schulaufgaben, sondern die Ferien sind wirklich Ferien. Kann sich jeder mal überlegen, im Urlaub, wenn der ein oder andere Unternehmer, so bin ich auch, aber wenn ich im Urlaub bin, werde ich trotzdem mal eine E-Mail, aber ich halte zum Beispiel nichts davon, dass Kinder in den Ferien jeden Tag ein oder zwei Stunden oder dreimal die Woche oder wie auch immer lernen müssen, das ist ein Ferienende. Also, hat jeder glauben, der andere Ansatz.
Aber ich verteile den Ansatz. Gott sei Dank, den ich mit meiner Frau auch hatte.
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