Mehr als nur Kollegen: Was unser Team wirklich zusammenhält
Shownotes
Was macht ein gutes Team wirklich aus?
In dieser Folge spreche ich mit Alessandra, die seit über zwei Jahren Teil unseres Teams ist – und ziemlich genau weiß, wie es ist, mit mir im täglichen Chaos zu arbeiten.
Wir sprechen darüber, wie sie ihren Start bei uns erlebt hat, warum Vertrauen und Zusammenhalt für sie heute einen so hohen Stellenwert haben und wie aus einem neuen Job echte Verantwortung geworden ist.
Alessandra erzählt außerdem, was sich in den vergangenen zwei Jahren bei ihrem Blick auf Geld verändert hat: früher an morgen denken, bewusster mit Geld umgehen und nicht nur konsumieren, sondern Vermögen für die Zukunft aufbauen.
Eine persönliche Folge über Teamkultur, Freiheit, Verantwortung, finanzielle Denkweisen und darüber, warum ein starkes Unternehmen nie die Leistung eines Einzelnen ist.
Mehr von mir: Website: https://baensch-finanzstrategien.de Instagram: @baensch_finanzstrategien
produziert von Arabella Hüttinger I www.arabella-creativeoffice.de
Transkript anzeigen
(0:04 - 0:14)
Erfolgreiche Leute labern nicht, erfolgreiche Leute machen. Ich bin Björn Baensch, Finanzstratege, Mentor und Speaker. Hier erwarten dich die Finanzstrategien und Denkweisen, die dich wirklich weiterbringen.
(0:16 - 0:47)
Vermögensaufbau, Riskmanagement, steueroptimierte Entscheidungen und das Mindset, das finanziellen Erfolg erst möglich macht. So wie jeder Spitzensportler einen Trainer braucht, begleite ich Menschen, die wachsen wollen. Kein Gelaber, sondern Klartext.
Erfolg ist planbar und braucht klare Strategie. Natürlich Smalltalk mit den Medien und auf einmal kam da der Herr Baensch. Ich dachte mir, okay, Versicherungen, Kapitalanlagen, einer mit Krawatte im Smoking.
(0:48 - 1:01)
Und dann kam er mit dem Irokesen. Hi zusammen, zurück bei Cash mit Köpfchen. Wie schon angekündigt, haben wir heute mal eine unserer Mitarbeiterinnen mit zum Podcast.
(1:02 - 1:18)
Und das ist die Alessandra. Alessandra ist jetzt über zwei Jahre bei uns. Und egal wie die Stimmung ist, egal was für ein Tag hier ist, die Alessandra ist diejenige, die hier drin immer alle wirklich mit ganz, ganz viel Humor zum Lachen bringt.
(1:18 - 1:37)
Von dem her, hi Alessandra. Hi Björn. Stell dich mal ganz kurz schön vor.
Ein paar Worte zu dir einfach. Ich bin Alessandra, ich bin 26 Jahre alt, habe italienische Wurzeln. Ja, die italienischen Wurzeln kennt sogar mein Junior und ich von letztem Jahr.
(1:38 - 1:48)
Auf der Rückfahrt von Napoleon sind wir bei deiner Oma, bei dir, wie du im Urlaub dort warst, vorbeigefahren. Ganz herzlichen Empfang. So sind wir.
(1:50 - 2:00)
Familiär einfach. Ja, das stimmt. Alessandra, wie kam es dazu, dass du hier eigentlich angefangen hast? Also davor war ich ja bei der Hausverwaltung.
(2:01 - 2:14)
Du hast ja die Ausbildung gemacht. Also eigentlich Kauffrau für Büromanagement. Aber dort habe ich relativ schnell auch die Aufgabe als Immobilienmanagerin oder Verwalterin übernommen.
(2:14 - 2:27)
Genau, habe da auch sehr schnell schon um die 83 Objekte verwalten dürfen. Unsere Hausverwaltung war eher kleiner. Wir hatten 120 Objekte und davon ich als Azubine schon 83.
(2:27 - 2:39)
Ja, genau. Und dann tatsächlich über die Kimmet, die hier auch arbeitet. Sie hat praktisch ihre Bekannte angeschrieben, ob sie vielleicht Lust hätte, sich das mal hier anzuschauen.
(2:39 - 3:00)
Sie war aber schon versorgt und hat dann gesagt, ja okay, ich hätte da eine Freundin, die Aale, weil die ist gerade eher unzufrieden bei sich. Genau, und dann hatte ich mit der Kimmet geschrieben gehabt und kam dann halt während der Mittagspause hier rüber. Und wir haben dann einen ersten Termin zum mal kennenlernen ausgemacht.
(3:01 - 3:14)
Was war so dein Eindruck? Nichts geschönt, sondern bitte frei, ganz frei, ehrlich, offen. Natürlich, das ja immer. Also ich kam hier rein, ich fand es sehr schön, dass alle Mädels da waren.
(3:15 - 3:31)
Und der Herr Bench natürlich wieder in Teleformenaten verwickelt. Und dann natürlich Smalltalk mit den Mädels und auf einmal kam da der Herr Bench. Ich dachte mir, okay, Versicherungen, Kapitalanlagen, einer mit Krawatte im Blazer, im Smoking.
(3:31 - 3:45)
Und dann kam er mit dem Irokesen. Es war schon lustig, weil man hat es halt einfach nicht erwartet. Ich war davor halt auch wirklich dieses typische Bild, was man dann halt von Versicherungen hat.
(3:46 - 3:59)
Und dann kam halt Björn. Aber war sehr recht herzlich auch von dir, fand ich. Dann auch, wo wir hier reinkamen und du dann erzählt hast wegen La Dolce Vita Italiana.
(3:59 - 4:05)
Und das hat mir sehr gefallen. Genau. Überraschend, aber gut.
(4:06 - 4:19)
Und nach zwei Jahren, so Rückblick, Anfang, wo du hier angefangen hast. Wie war das so für dich? War ja ein ganz, Anführungszeichen schon, ziemlich neuer Themenbereich. Klar, ein paar Überschneidungen im Immobilienbereich.
(4:20 - 4:33)
Aber ansonsten war es ja echt komplett Neuland für dich. Eins muss ich sagen, du hast dich wahnsinnig schnell in die Thematik eingearbeitet. Wesentlich schneller, wie ich es selber erwartet hätte oder gerechnet hätte.
(4:33 - 4:56)
Aber wie war das so für dich von der Einarbeitung her, vom Umgang miteinander, von dem ganzen Teamgefühl hierher auch? Also ich hatte etwas Bedenken. Ich hatte ein paar Ängste, weil ich mir immer die schlechtesten Szenarien eigentlich ausmale, damit ich im Nachhinein nicht enttäuscht werde. Aber das hat sich relativ schnell gelegt.
(4:57 - 5:06)
Also die Mädels, vor allem die Hannah, da habe ich mich sehr aufgehoben gefühlt. Sie war sehr geduldig mit mir. Ich konnte Fragen stellen.
(5:06 - 5:13)
Sie hat sie einfach beantwortet, ohne irgendwie mal blöd zu schauen. Also das war sehr gut. Aber auch die anderen Mädels.
(5:13 - 5:32)
Aber irgendwie mit der Hannah, da habe ich mich wirklich sicher gefühlt, was sie mir gezeigt hat, wie sie es erklärt hat. Ich habe relativ schnell gemerkt, hier sind wir nicht nur Kollegen, sondern es geht in Richtung etwas ein bisschen Näheres. Wir sind hier alle so offen miteinander, also wirklich sehr familiär.
(5:33 - 5:41)
Und das hat man halt woanders gar nicht. Also ich kenne das, da hat man nur gewartet, bis jemand einen Fehler macht und den dann in die Pfanne zu hauen. Hier gibt es sowas gar nicht.
(5:42 - 5:58)
Also auch wenn mal was passiert, es wird nicht irgendjemand ins kalte Wasser geschmissen oder sonst was. Es ist wirklich familiär hier drin. Vor allem, wenn man den Vergleich zu einem anderen Unternehmen hat.
(5:59 - 6:12)
Das ist ja das, was ich immer sage, der familiäre Gedanke ist für mich persönlich ganz, ganz wichtig, weil das bestimmt die Atmosphäre. Und so wie es in der Familie miteinander umgeht, so auch hier. 60-70% der Tageszeit verbringt man beim Arbeiten.
(6:12 - 6:22)
Da muss es eigentlich auch der Punkt sein, wo ich mich am wohlsten fühle. Natürlich muss gearbeitet werden, keine Frage. Aber zum Wohlfühlfaktor kann man, glaube ich, schon sehr viel beitragen.
(6:23 - 6:39)
Und das macht einfach auch dieses Team hier drin aus. Wo ich auch immer sage, unser Erfolg, den wir gemeinsam haben, wäre ohne die Mädels. Das ist kein alleiniger Erfolg von meiner Seite, sondern das ist einfach dieses Teamgefüge, der Teamspirit.
(6:39 - 6:52)
Ohne den wäre das alles so nicht möglich. So ein paar Worte vom allgemeinen Arbeitsablauf. Ihr seid aber ganz froh, wenn ich aus dem Haus bin, sobald ich da bin.
(6:53 - 6:59)
Chaos, Chaos. Wir haben keinen Tag mehr, wir haben keine Uhrzeit mehr. Wie auf einer Achterbahn.
(7:00 - 7:19)
Man steigt ein und dann wartet man nur, okay, wann gehen wir kopfüber? Wir haben keinen klassischen Leitfaden mehr des Tages. 30% vom Tagesablauf geplant, 70% flexibel. Aber auch die 30% werden dann umgehauen von dir.
(7:23 - 7:35)
In einem Tag haben wir alle Jahreszeiten auf einmal. Es ist mal eine wunderschöne Sommerzeit, dann in den nächsten fünf Minuten kommt auf einmal ein plötzliches Gewitter. Und schnell das und das und seine Laune auch ganz unten.
(7:36 - 7:51)
Also hier zu arbeiten. Die Flexibilität meiner Mädels ist schon extrem hoch, Gott sei Dank. Sie können mich auch nehmen und wissen mit mir umzugehen.
(7:52 - 8:06)
Das kann lange nicht jeder, ich bin eher sozial etwas unverträglich. Aber die Mädels bekommen das hervorragend hin. Alessandra, was macht dir am meisten Spaß hier drin? Die Alessandra hat eine wahnsinnige Gabe.
(8:07 - 8:16)
Sie hält, egal wie viele Aufgaben sie auf einmal kriegt. Wo sie eine halbe Stunde vorher nicht mit gerechnet hat. Sie hat alles im Griff.
(8:16 - 8:27)
Da kann man wirklich sagen, ein Genie durchblickt das Chaos. Und kriegt das immer in eine klare Struktur auch hin. Ich muss ganz klar sagen, der Umgang mit den Kunden und mit unseren Mandanten am Telefon.
(8:27 - 8:45)
Wow, Respekt Alessandra, ganz offen. Aber zurück zur Frage, was macht dir hier mit am meisten Spaß? Also es ist wirklich schwer zu sagen, weil irgendwie macht mir alles Spaß. Also es gibt jetzt nicht irgendwas hier drin, wo ich sage zum Kotzen.
(8:45 - 8:51)
Ich würde sagen, es ist einfach ein Miteinander. Dieses ganze Mischmasch. Hier ist es nicht monoton.
(8:52 - 8:58)
Wir haben auch keine monotonen Aufgaben. Also einfach die Abwechslung. Das gefällt mir sehr hier drin.
(8:58 - 9:26)
Man kommt an und man weiß nicht, was der Tag so bringt. Wann war der Punkt, wo du gesagt hast, du hast die richtige Entscheidung getroffen, dass du hier bei uns mit ins Team eingestiegen bist und gesagt hast, ja, hier bleibe ich. Ich würde sagen, jetzt offen gesagt, da, als meine Mutter krank geworden ist und ich hierher kam, wirklich offen mit einem Arbeitgeber darüber sprechen konnte.
(9:27 - 9:37)
Und auch Tränen sind geflossen. Das gehört dazu. Und mir dann die Taschentuchbox in die Hand gedruckt worden ist und ich in den Arm genommen worden bin von meinem Chef.
(9:37 - 9:49)
Chef mag er ja nicht so. Aber ich glaube da, das war wirklich, wo ich wusste, okay, ich bin am richtigen Platz. Auch wenn der Arbeitstag mal chaotisch ist oder du mal eine schlechte Laune hast, mein Gott.
(9:49 - 10:02)
Aber am Ende weiß ich wirklich, dass auch die Kolleginnen und vor allem du hinter einem steht, egal um welche Uhrzeit, egal was ist. Und da habe ich wirklich, also das ist mir sehr viel wert. Und da habe ich wirklich verstanden, okay.
(10:03 - 10:18)
Also dass du nicht bloß geschwätzt bist. Ich sage immer bei so Kennenlern-Einstellungsgesprächen, ich sehe es ja immer in den Augen bei ganz vielen, die denken, ja, red du nur. Aber ich möchte behaupten, man muss es erleben, um das auch glauben zu können.
(10:18 - 10:39)
Weil es war ja ganz oft da draußen, behaupte ich, dass viel zugesagt wird und wenig gehalten wird nachher. Und ja, warum soll es hier drin am Anfang erst mal anders sein? Erzählt viel, macht viel und sagt viel zu, dann schauen wir mal. Möchte ich aber behaupten, dass es nachher auch wirklich so ist.
(10:39 - 10:59)
Ja, auf jeden Fall. Wenn wir dran denken an unsere Teamausflüge oder einfach so gewisse andere Benefiz oder auch Freiheit, du weißt, für mich ist ein ganz wichtiger Begriff Loyalität und Freiheit. Und ich glaube, das darf ich sagen, ihr habt die Freiheit hier drin.
(10:59 - 11:10)
Auf jeden Fall. In der Art und Weise, wie ihr arbeitet, dass es nicht groß die Vorschriften gibt, wie muss ich irgendwas machen, sondern dass jeder die Freiheit hat. Am Ende zählt das Ergebnis.
(11:11 - 11:31)
Wenn wir dort hinkommen, da hat, glaube ich, jede hier drin die entsprechende Freiheit. Ja, das stimmt. Wenn ich jemanden fragen würde, wie ich so ein Chef wäre, ich mag das Wort nicht, nennen wir es als Arbeitgeber, als Teil des Teams, was würdest du ihm erzählen? Oh, dann kann ich ein Buch schreiben.
(11:32 - 11:47)
Das könnte ein Bestseller werden, oder? Ja, manchmal. Chaotisch. Nein, sehr lustig, offen für alles, hat immer ein offenes Ohr für einen.
(11:48 - 12:02)
Auch wenn er mal seine fünf Minuten hat, er guckt dann nach einem trotzdem. Auch wenn mal was schiefgelaufen ist, da ist man halt kurz angespannt, aber du bist überhaupt nicht nachtragend. Du kümmerst dich sehr gut um uns.
(12:04 - 12:17)
Was ist die größte Herausforderung für dich mit mir? Jeden Tag hier reinzukommen. Das ist die größte Herausforderung. Weil, wie gesagt, man weiß nicht, was passiert.
(12:18 - 12:26)
Ja, man braucht starke Nerven. Aber hier ist es wirklich wunderschön. Natürlich kotzen wir auch ab.
(12:28 - 12:37)
Jetzt Spaß beiseite. Manchmal würden wir ihm wirklich den Kopf abreißen. Aber wir sind ja nur deine Äffchen.
(12:37 - 12:53)
Das ist ein Zirkus. Nein, wir sind nicht die Äffchen, das sicherlich nicht. Aber würdest du als Herausforderung beim Arbeiten mit mir ansehen? Ich weiß nicht.
(12:54 - 13:00)
Ich glaube, das ist keine gute Frage für mich, weil ich bin bereit für alles. Das weiß ich bei dir. Trotzdem gibt es ja Herausforderungen.
(13:02 - 13:09)
Die Flexibilität. Manchmal ist es schwierig mit dir. Du sprichst gerade deinen Satz zu Ende.
(13:09 - 13:18)
Wir gehen gerade aus dieser Tür raus. Und dann fragst du schon, wie der Stand ist. Aber das liegt daran, weil er Jungfrau ist, als Sternzeichen.
(13:19 - 13:29)
Am besten er sagt es heute, aber er will es schon vorgestern fertig haben. Das ist manchmal ein bisschen sportlich. Die Ungeduld.
(13:30 - 13:35)
Ja. Vor allem, wenn gerade ein bisschen mehr los ist. Das ist das Schwierige.
(13:36 - 13:54)
Aber du bist auch niemand, der gleich ausrastet. Wenn wir sagen, das haben wir noch nicht gemacht, dann weißt du es vielleicht nicht in den nächsten 10 Minuten, aber in der halben Stunde ist es durch. Was würdest du sagen, ist typisch Björn? Typisch Björn? Ja.
(13:55 - 14:10)
Wo du eigentlich inzwischen schon direkt weißt, was jetzt kommt. Also, wenn er fragt, bist du fit? Dann wissen wir, er möchte kickern. Oder wenn er anfängt zu sagen, ich habe einen Anruf bekommen.
(14:11 - 14:26)
Dann wissen wir auch meistens, entweder er hat Gossip. Oder vergessen, wie wir das schnell aufwischen können, dieses Problem. Was ist sonst typisch Björn? Er funktioniert nicht vor seinem Cappuccino und vor 9 Uhr.
(14:28 - 14:39)
Das ist auch so typisch Björn. Und du vergisst sehr oft Sachen. Ja? Echt vergesslich? Ja, oder es kommt halt nicht an.
(14:42 - 14:48)
Man kann nichts vergessen, was nicht ankam. Das stimmt schon. Ja, über 50 hat man halt leichte Demenz.
(14:48 - 14:58)
Ja. Dann schlagen wir mal zum Schluss wieder die Brücke zurück. Zum eigenen Podcast-Thema.
(14:58 - 15:16)
Cash mit Köpfchen. Was hast du denn in deiner Zeit hier so selbst über dich, Verantwortung und Unternehmertum gelernt? Also Verantwortung, die ich persönlich jetzt vielleicht mehr übernommen habe, ist den Ausbilderkurs, den du mir ermöglicht hast. Richtig.
(15:16 - 15:28)
Den ich gemacht habe. Für unsere Marlene. Also unsere Alessandra, muss man sagen, hat den Ausbildereignerschein bei der IAK vor einem halben Jahr abgeschlossen.
(15:29 - 15:37)
Im Februar. Und ist inzwischen federführend verantwortlich für unsere Azubine. Das war sicherlich eine große Weiterentwicklung.
(15:38 - 15:46)
Auch, das hat ja auch was mit Personalführung zu tun. Und das machst du hervorragend. Das war sicherlich ein großer Sprung.
(15:46 - 16:01)
Wo ich mir überhaupt vor zwei Jahren nicht so vorstellen könnte. Nein, also das tatsächlich nicht. Also gut, ich hatte sehr viel Verantwortung da in Eigentümerversammlungen und alles, aber das ist dann wieder ein bisschen anders.
(16:01 - 16:21)
Ja, aber generell, auch vom eigenen Mindset her, was hast du da so hier die letzten zwei Jahre mitgenommen? Also ich bin sehr offener geworden. Vor allem auch dieses an morgen zu denken. An Kapitalaufbau.
(16:22 - 16:37)
Darüber habe ich mir irgendwie... Klar, man macht sich ja immer so die Gedanken, wie wird es später. Aber zum Beispiel eine Altersvorsorge war für mich, sehen wir dann, wenn es soweit ist. Also früher als später denken.
(16:38 - 16:50)
Genau. Also Sparengut, damit wurde ich groß geworden. Aber zum Beispiel die Basisrenten, Registerrenten, das war für mich noch gar nicht irgendwie in Sicht.
(16:51 - 17:07)
Mit Mitte 20. Und dann halt auch wirklich deine Sprüche, Zeit ist Geld. Nein, also ich schaue jetzt auch irgendwie auf mein Umfeld.
(17:07 - 17:17)
Ja? Das ist das, was ich gemerkt habe. Dass ich mir die Leute sehr anschaue. Oder halt auch jetzt nicht, um irgendwie zu judgen oder sonst was.
(17:18 - 17:36)
Aber wenn man dann an einem Tisch sitzt und da erzählt jemand, ja, man kommt nicht mit Geld klar. Und man kauft sich dann lieber ein Auto, anstatt irgendwie mal ein bisschen Geld zur Seite zu legen für eine Wohnung oder sonst was. Dann habe ich kein Interesse daran, an diesem Tisch noch zu bleiben.
(17:36 - 17:44)
Also da bin ich wirklich sehr wählerisch geworden. Also lieber Qualität statt Quantität. Ja, das ist das, was ich hier sehr gelernt habe.
(17:44 - 18:17)
Das ist ja auch das hier drin, genau von der Arbeit her und von der Auswahl, Qualität wichtiger als Quantität. Was würdest du noch sagen, hat sich beim Gedanken an Geld bei dir seitdem verändert? Auf den Blick, Umgang, Denkweisen über Geld? Oder hat sich da was verändert? Also eigentlich, dass ich nicht mehr so spendabel bin. Also ich befolge auch diesen Satz, den du immer sagst, wenn du es dir nicht zweimal kaufen kannst, dann kannst du es dir nicht leisten.
(18:17 - 18:29)
Also wirklich so. Und ich schaue, dass ich zwar lebe, aber ich schaue auch, dass für morgen etwas da bleibt. Das hat sich bei mir sehr stark eingeprägt.
(18:30 - 18:42)
Ja, das kannst du mindestens auch wie der Außenstehende eher beurteilen. Und ich traue mir das bei unseren Mädels schon zu. Du lebst auch überhaupt nicht groß aufhausig oder irgendwas.
(18:42 - 18:50)
Du fährst nach Italien, klar, zur Oma in Urlaub. Das ist logisch und das ist auch völlig in Ordnung. Das muss ja auch drin sein.
(18:50 - 19:06)
Also sorry, wenn du es ganz selber überarbeitest, muss es auch in Urlaub drin sein. Aber dass du jetzt hier groß aufhausig oder in einem Riesenauto oder irgendwas fährst, überhaupt nicht, sondern eher eben das Investieren für später. Das hat sich, glaube ich, schon ein bisschen in den Vordergrund gestellt.
(19:06 - 19:20)
Ja. Was würdest du so abschließend sagen zum Arbeiten hier? Also ich komme unfassbar gerne hier rein. Und es ist auch, Arbeiten ist ein blödes Wort hier drin irgendwie.
(19:20 - 19:46)
Weil klar, wir erledigen die Sachen, aber ich finde das... Ich muss wirklich auch sagen, Sandra, wie häufig du abends, also eigentlich ist bei uns 17 Uhr Feierabend. Ich glaube, dieses Jahr war noch nicht ein Tag, wo wir um 17 Uhr hier draußen waren. Wie häufig bleibst du bis 18, 19 Uhr? Muss ich ganz klar sagen.
(19:46 - 19:58)
Und ich weiß ganz genau, dass unsere Mädels auch oft genug mal eine Stunde nicht in der Zeiterfassung aufschreiben oder zwei. Das weiß ich hundertprozentig. Ich versuche es dann auf anderen Wegen gut zu machen.
(19:59 - 20:14)
Aber ich glaube, das ist genau wie das mit dem Familiär, mit dem Team Spirit. Das gemeinsam dann auch von uns runterzuziehen. Ich habe nie gehört, wenn extrem viel Arbeit da ist, scheiße, jetzt müssen wir länger bleiben.
(20:14 - 20:22)
Nein, sondern man zieht es dann gemeinsam als Team gut. Es ist ein Nehmen und ein Geben hier. Und das ist, glaube ich, das Entscheidende.
(20:22 - 20:32)
Auf jeden Fall. Wirst du die Entscheidung wieder treffen nach den zwei Jahren und sagen, hey bei dem, komm, machen wir es. Ja, auf jeden Fall.
(20:33 - 20:37)
Anne, ganz, ganz herzlichen Dank. Danke euch.
Neuer Kommentar