Ich habe eine Million verzockt und auch das gehört zum Erfolg dazu
Shownotes
Ich schaue nie auf den Preis, aber ich sehe genau hin, wenn Preis und Leistung nicht mehr passen. In dieser Folge erzähle ich dir, warum ich nie für billiges Benzin von der Autobahn abfahre und wie mich der Verlust einer Million geprägt hat. Direkt, ehrlich, ohne Filter.
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Erfolgreiche Leute labern nicht, erfolgreiche Leute machen. Ich bin Björn Baensch, Finanzstrategie, Mentor und Speaker. Hier erwarten dich die Finanzstrategien und Denkweisen, die dich wirklich weiterbringen.
Vermögensaufbau, Riskmanagement, steueroptimierte Entscheidungen und das Mindset, das finanziellen Erfolg erst möglich macht. So wie jeder Spitzensportler einen Trainer braucht, begleite ich Menschen, die wachsen wollen. Kein Gelaber, sondern Klartext.
Erfolg ist planbar und braucht klare Strategie. Na ja, die meisten haben ja auch ein absolutes Mangeldenken, die haben ein Armutsdenken. Ja, aber wie kann ich meine Ausgaben verringern im Monat, anstatt dass ich mir Gedanken mache, wie kann ich meine Einnahmen erhöhen.
Willkommen zurück bei Cash mit Köpfchen. Welcome back. Björn, heute wieder Fragerunde, wie angekündigt.
Und es geht direkt tatsächlich um Geld und den Alltag oder deinen Alltag heutzutage. Ja, das ist immer gut. Geld ist immer gut, solange man genügend hat.
Schlecht wird es dann, wenn es nicht reicht. Deshalb erste Frage, schaust du im Restaurant tatsächlich mehr auf die rechte Seite der Karte als auf die Preise? Ja und nein. Wir haben unsere Stammrestaurants, da brauchen wir nicht mal eine Speisekarte, weil ich hin und auswendig weiß, mein Sohn braucht eine, wir wissen auswendig, was wir essen.
Und ich schaue am Ende auf die Rechnung und zwar aus einem Grund. Ich finde, wenn der Service top ist, hat derjenige auch ein Top-Dringgeld verdient. Ich finde es zum Teil erbärmlich in unserer deutschen Gesellschaft, was Dringgeld gegeben wird.
Das ist also echt lächerlich. Und es kommt echt darauf an, wenn ich in einem neuen Restaurant bin. Meistens sind wir ja ehrlich, man schaut ja schon, wenn man irgendwo im Urlaub ist etc.
Draußen schon mal auf die Karte, was gibt es überhaupt. Und da habe ich das schon kurz im Blick, wenn ich dann schon sehe, okay, sieht gut aus, der Service passt etc. Da sind wir im Preisreich eher zweitrangig.
Jetzt meine Frau und das ist jetzt echt zum ersten Mal in einem unserer Stammrestaurants, wo wir sehr viel sind und auch sehr gerne. Ich habe noch nie in meinem Leben eine Hotelrechnung kontrolliert. Mache ich nicht.
Hintergrund, ich finde es immer lächerlich, wenn man so beim Auschecken mitkriegt, da wird rumdiskutiert von einem Getränk von vor vier Tagen. Also ich sage es ehrlich, ich weiß nicht, wie viele Cappuccini ich drauf habe, ob da jetzt 5 draufstehen oder 15, das ist mir auch relativ egal. Aber ich kann mich nicht daran erinnern, wie viele Cappuccino oder was ich so trinke.
Meine Frau schaut tatsächlich durch Zufall wirklich auf die Hotelrechnung und es stehen drauf zwei Weizen und ein Bier. Jetzt muss man eins wissen, ich trinke eventuell mal ein Radler, wenn überhaupt, aber niemals Bier oder Weizen. Habe ich noch nie, schmeckt mir nicht, ist nicht mein Ding.
Und ja, es konnte in der Hektik abends, es ist da wahnsinnig voll auf der Terrasse, Livemusik etc., da kann das einfach in einem Kellner passieren, aber überhaupt keine Frage, wir sind absolute Stammgäste, die machen in der Rechnung nicht rum. Aber meine Frau hat echt durch Zufall drauf geschaut und sagt, nee, das kann nicht sein, also wir haben keine Weizen und keine Bier gehabt, weil das ist für uns Aperol Spritz oder Cappuccino, never change a winning team, von dem her. Aber ansonsten, ich schaue nicht, wirklich nicht drauf, große Freude.
Ich habe schon immer eins geliebt, Qualität. Ich bin der Letzte, der einen Preis rumverhandelt. Ich habe jetzt ein ganz reales Beispiel.
Ich habe dringend dieses Jahr für unseren Garten im Mai, einen Verticutiro gebraucht. Was habe ich gemacht? Der dümmste Fehler, den man machen kann. Ich kaufe eigentlich immer wirklich Werkzeug etc.
im Handwerkerfachhandel. Es war Samstag, ich habe dringend einen Verticutiro gebraucht, war in der nächsten Baumarkt hier. Ich sage zu dem Verkäufer, Preis völlig egal.
Ich will die höchste, beste Qualität. Weil der Schwabe kauft einmal und nicht dreimal billig. Als ich den Fehler gemacht habe, habe ich das Ding im Baumarkt gekauft.
Der ist bisher vielleicht 4-5 Mal benutzt. Gestern Abend habe ich einen Vollmarkt gekriegt. Zwei Minuten Lieferung ging wieder aus.
Jetzt steht er draußen auf der Straße, kostenfrei mitzunehmen. Ich bestelle nachher einen richtigen, wirklichen Fachhandel und hole den heute Nachmittag ab. Ich war schon immer ein Freund von Qualität.
Natürlich habe ich der eine oder andere, wird es wissen, ich fahre gewisse Sportwagen. Da glaubt jeder oder viele, die Allgemeinheit, dass sie auf den Schubladen denken, der muss zeigen, wie viel Geld. Nein, ich möchte Qualität und Service.
Weil meine Zeit ist zu teuer, mich mit billig abzugeben. Ich habe zu wenig Geld, um mir schlechte oder billige Kleidung zu kaufen. Genauso habe ich zu wenig Geld, dass ich lange meine Zeit vertue.
Um das mal ganz offen zu sagen. Das ist ein ganz anderer Denkansatz. Ich möchte Topqualität.
Ich bin auch keiner, der den Preis verhandelt. Das ist das Gleiche bei uns. Ich bekomme immer die Fragen, kann man den Preis noch auswählen? Dann sage ich, klar können wir was machen.
Ich kann Rot auswählen, ich kann Blau auswählen. Wenn einer handeln will, soll er auf den türkischen Bazar gehen. Aber nicht bei uns.
Entweder Qualität, dann ist er bereit, für eine gewisse Qualität auch einen gewissen Preis zu bezahlen. Wenn nicht, lass mich in Ruhe und geh bitte. Wo kommt das her? Es haben ja nicht alle dieses Meinzel, oder fast niemand eigentlich.
Ich mache mal ein ganz konkretes Beispiel. Morgens in die App rein inzwischen. Wo ist Benzin am günstigsten? Dann fahren sie 10 Kilometer einen Umweg, rechnen aber nicht die Abnutzung vom Auto für die 10 Kilometer.
Dass sie das eigentlich, selbst wenn das Sprit 10 Cent mehr kostet, wenn sie halt direkt dran vorbeifahren, eine Markentankstelle wegen mir, oder eine Autobahn. Ich würde niemals von der Autobahn runterfahren, nur zum tanken. Da ist mir meine Zeit viel zu teuer.
Da gibt es einen ganz einfachen Spruch. Arme Leute tauschen. Zeit gegen Geld.
Reiche Menschen tauschen Geld gegen Zeit. Ganz einfach. Aber ich sage, ich habe entweder zur gleichen Zeit, wo ich in der Gegend rumfahre, kann ich entweder wesentlich mehr Geld verdienen, oder für mich persönlich habe ich einen wesentlich höheren Freizeitwert.
Und meine Freizeit ist relativ begrenzt, wenn ich hier in Deutschland bin, wenn wir beim Arbeiten sind, und dann möchte ich lieber meine Freizeit mit meinem Junior und meiner Familie verbringen, oder im Garten, oder sonst irgendwo, wie das mal lang geht, dann gemacht. 6, 7, 8 Angebote für Winterreifen. Der hat mir am letzten Tag, das ist ein Anruf, eine meiner Mädels ruft bei uns am Auto entladen, sagt so, es ist soweit, bitte alle Autos durchprüfen, die wissen genau, welche Reifenmarke ich möchte, und es ist mir völlig egal, ob der Reifen 50 Euro oder 100 Euro mehr kostet, weil mir meine Zeit zu wertvoll ist.
Jetzt ist das Problem, dass es sich halt die meisten nicht leisten können, solche Entscheidungen. Wie kommt man dahin, sich sowas leisten zu können? Naja, die meisten haben ja auch ein absolutes Mangeldenken, die haben ein Armutsdenken, wie kann ich meine Ausgaben verringern im Monat, anstatt dass ich mir Gedanken mache, wie kann ich meine Einnahmen erhöhen, ich habe noch nie, das ging schon los, schon sehr, sehr früh, in der Freundeskreis, etc., weil ich halt doch auch gewisse Investitionen getätigt habe, und dann manchmal am Monatsende wurde es, also ich sage bewusst Investitionen, kein Konsum, sondern wirklich für wertschaffende Dinge, dann wird es halt am Monatsende ein bisschen knapp, der Freundeskreis hat immer gesagt, du musst dir halt überlegen, wie du geringere Kosten im Monat hast, und da habe ich ihm auch schon gesagt, das ist totaler Bullshit, ich muss mir überlegen, wie erhöhe ich meine Einnahmen. Ja, das ist ein ganz anderer Denkansatz, aber deswegen, naja, kann man sich darüber mal Gedanken machen, was da wohl dahinter steckt.
Ich habe auch immer gesagt, ich lasse mich nach Leistung bezahlen, niemals nach Zeit. Ja, also, den Tipp gebe ich jetzt schon meinem 11-Jährigen, sein Rätor, egal was du machst, er wird ab 15, er wird einen Ferienjob machen müssen, das ist zumindest meine Erwartung an ihn, dass er lernt, was es heißt, fürs Geld arbeiten zu müssen, aber ich richte ihm jetzt schon ein, ich lasse ihn niemals nach Zeit bezahlen, ich lasse ihn nach Leistung bezahlen. Aber mit einem perfekten Ergebnis.
Ja, also für mich ist das, denke ich, schon extrem lang vorhanden. Wohnung selber reinigen, ich habe den Wahnsinn, ich vorher hatte eine Reinigungskraft in der Stunde, was weiß ich, 10 oder 12 Mark kostet, für eine Stunde, sorry, eher eine Stunde, ein zigfaches verdient. Also beauftrage ich jemanden für alles, wo ich zeitgleich wesentlich mehr Geld verdiene.
Aber jetzt mal kurz als Kontrast, weil, was ja auch viele mitbekommen haben, oder du hast schon mal was gepostet in deiner Story mit, dass du deinen Garten selber machst, oder hier die Hütte selber streichst und machst und tust, das ist nicht ein bisschen... Gebe ich dir recht, hat aber drei, vier Dinge, was da einspielen. Zum einen, mir macht es Spaß, da scheinst du nicht vergessen, ich habe tagtäglich nur mit Papier, nur mit Zahlen zu tun. Das hat eine Vorbildfunktion für mein Junior, zum einen.
Ich kriege ihn da auch mit dazu, wir verbringen gemeinsam Zeit, wir erschaffen gemeinsam etwas. Du siehst ja, der Reto ist ja da permanent immer mit dabei, und das fördert natürlich auch sein Selbstbewusstsein, was er kann. Ich habe später schon auch die Erwartung, wenn er mal so seine ersten ein, zwei Wohnungen hat, vielleicht eine Freundin, ein Freund, wie auch immer, WG, dass er keine zwei linke Hände hat, sondern dass er auch gerade einen Nagel in den Wänden eingeschlagen kriegt.
Das kann ich aber nicht erwarten, wenn er nie was machen durfte. Kinder, die nichts machen dürfen, werden Erwachsene, die nichts können. Ganz einfach.
Das ist der erste Punkt. Wenn du heute anrufst bei einem Gartenbauunternehmen, der auch was kann, nicht irgendwo hier Nebentätigkeit gesucht, sondern wirklich Leute, die was können, der sagt mir zur Antwort, jawohl, können wir machen, nächstes Jahr. Ich bin ein Mensch, der relativ ungeduldig ist, wo er immer gleich was möchte.
Der zweite Punkt ist einfach das, finde einen vernünftigen Gartenbauer, der auch jetzt dann kommt. Der dritte Punkt, während du was machst, entstehen neue Ideen, ganz, ganz häufig. Mensch, man könnte das so gestalten, man könnte das so gestalten, mein Junior kann seine Ideen mit einbringen, ich muss mir keinen Kopf lang machen, das erste Mal, was will ich eigentlich überhaupt? Das will ich natürlich, ja, du fängst ja an, und dann kommen die Ideen.
Der vierte Punkt, da draußen sehe ich mal Ergebnisse. Natürlich sehe ich bei mir hier in der Firma auch Ergebnisse, es ist aber immer nur Papier. Und wenn du draußen auch mal handwerklich arbeitest, zum einen, ich durfte das, Gott sei Dank, sehr, sehr viel von früh auf auch lernen.
Mein Vater war auch der Typ, wo alles, bis auf Elektrik und Gas, eigentlich alles selber gemacht hat und auch konnte. Natürlich hat er auch mal jemanden kommen lassen für gewisse Dinge, mache ich auch, also ich würde niemals jetzt selber ein Waschbecken oder eine WC-Schüssel im Haus bei mir umbauen oder was machen, ja. Aber es ist einfach auch ein Stück weit Abhängung von einem Schreibtischjob.
Draußen, ich bin an der frischen Luft, es hält gesund, ich bleibe agil, ich sehe Ergebnisse, es hat eine Vorbildfunktion für meinen Junior, er darf selber Dinge ausprobieren, es macht Spaß, muss ich auch ganz klar sagen. Also das sind schon auch ein paar Punkte erfüllt, wenn du tatsächlich über, sagen wir mal, 10-12 Stunden in der Firma warst und du gehst abends so 2-3 Stunden raus in den Garten, ja, warum denn nicht? Natürlich, klar, ich könnte überall anrufen, könnte alles in Auftrag geben, wäre alles in Ordnung, aber was mache ich? Ich sitze dann daheim und lege die Füße hoch, also wer rastet, der rostet, da halte ich gar nichts davon. Gut, dann direkte Frage, Björn, was ist die absurdeste Sache, für die du je Geld ausgegeben hast? Boah, ich glaube, da gibt es einige.
Ich dachte, da gibt es nicht so viel. Doch, ja, hin und wieder machst du halt mal einen Scheiß und denkst nachher, ja gut, hätte nicht sein müssen, aber... War mal anders gefragt, vielleicht, da kommen wir nachher drauf wieder zurück, aber... Also die geilste Sache, wo ich so rückblickend was sage, ich meine, jeder weiß, ich bin absoluter Sportwagenfanatiker, ja, und ich habe schon seit Mitte 20, Anfang 20, schon die ersten Sportwagen gehabt und es gibt halt die italienischen und man darf es damals nicht vergessen, ja, ich werde jetzt 53, ist scheiße, 30 Jahre nicht ganz her und habe dann geglaubt, statt zu fnausen den Sportwagen, den konnte ich sehr gut verkaufen und habe mir dann einen italienischen gekauft, was ich leider echt vergessen hatte, ich hatte überhaupt keine Ahnung, was das Ding eigentlich im Unterhalt kostet und, naja, es gab für das Ding keine Winterreifen. Also hattest du mit 25 ungefähr deinen ersten Ferrari, ne? Ja, und es gab aber keine Winterreifen und, naja, der Winter stand vor der Tür, wenn man oben auf der Alpe hin und wieder sein muss, dann ist so ein Auto damals, zur damaligen Zeit, nicht unbedingt das Beste und die haben dann wieder verkauft und haben ein Auto mit Winterreifen gekauft, also das war reines Geld, hin und her Schieberei, bisschen Spaß, was verdammt teuer war für die paar Monate, ja, aber das ist so absurd ist dann Geld ausgeben, wo ich es ehrlich, mein Junior hätte davor bewahren würde, ja, aber vielleicht musst du manchmal so Erfahrungen machen, ja, um sie später mal dann auch weiterzugeben, aber da gab es sicherlich ein paar Dinge, da gab es, also, ja, das Absurdeste fürs Geld ausgeben.
Einen guten Sportwagen einfach so mal, obwohl man noch nicht im Unterhalt ganz viel verdiente. Das gehört dazu, das sind Erfahrungen, die muss man, ich wünsche den nicht jedem und die muss auch nicht jeder machen, aber das war sicherlich so ein Thema für einen vierstelligen Betrag zum Essen gehen, das war auch so ein Thema, ich habe eine Speisekarte gekriegt, da standen keine Preise drin, wir haben Hunger gehabt, ja, und ich krieg am Ende die Rechnung, da hab ich auch gedacht, Halleluja, das ist aber, das war auch lustig, war noch die Markzeit, da gibt es schon so ein paar Dinge, ja, aber ich habe auch andere Menschen erlebt, wo ich mir bis heute an den Kopf hinlange und es hat mich auch immer wieder vor gewissen Dingen bewahrt, aber auch hier natürlich habe ich schon Kohle rausgeworfen, da brauchen wir gar nicht drüber reden. Du bist ja viel im Investment und Bereich tätig.
Ja, das war auch nicht so ganz spaßig, ich konnte damals Anführungszeichen, ich konnte was dafür in dem Bereich, dass ich überhaupt die Geschäfte gemacht habe, aber 3,5 Millionen mit Mandatengeldern, aber auch selber einen Extrem, ich war selber der viertgrößte Mandant mit meinem eigenen Depot und es ging um Unternehmen und das Unternehmen hat kurz vor Börsengang Insolvenz angemeldet. War auch nicht ganz so lustig, das verteilte daran, ich hatte mir gerade wieder einen neuen Sportwagen noch bestellt und dann die drei Tage nachdem der Börsengang hat Zeit sollen, war der zur Abholung bereit, also ja, das sind alles Dinge, man muss mit umzugehen, ich war damals Gott sei Dank schon so weit, einfach auch von einer gewissen mentalen Stärke her. Alle unsere Mandanten sind bis heute außer denen, die halt inzwischen leider verstorben sind, sind bis heute bei mir Mandanten, weil ich hab eins gemacht, ich hab meinen eigenen Depotaufzug mitgenommen und hab gesagt, hey, das war keine Selbstbereicherung oder irgendetwas, sondern ich hab selber da richtig reingeklemmt, das war eine gefälschte, testierte Bilanz, das muss man sich mal überlegen, es hat keine IPO stattgefunden, mit einer fertig testierten, gefälschten Bilanz.
Sowas gab es halt auch vorher in der Vergangenheit, das wird es sicherlich auch heute noch hören geben, also das letzte ganz große Ereignis, wo ich daran erinnere, ist Wirecard, also auch in der neueren Zeit kann sowas passieren und von dem her, ich sag für mich heute, also damals hab ich das natürlich lange nicht so gesehen, das ist 25 Jahre her, heutzutage rückblickend sag ich, es waren meine lehrreichsten Stunden des Lebens, weil es mich vor ganz, ganz vielen Fehlinvestitionen bewahrt hat, wenn man einfach alles nochmal doppelt und dreifach checkt und prüft. Und ich hab auch eins, mein größter Mandant, das war ein Tipp damals noch von meinem Dad, wo er noch gelebt hat, weil ich natürlich ihn im Rat gefragt hab, er hat gesagt, pass auf, mach eins, fahr zu deinem allergrößten Mandant, und auf eins hat vergessen, der Mandant war 7-stellig investiert, ich bin zu dem hin. Ich hab mich angeschaut, der Mann war über 70, ist leider, leider verstorben, war immer noch ein guter Ratgeber, jahrelang für mich, wo man viel von lernen konnte, einfach Lebenserfahrung etc.
Bin zu ihm hin, hab ihm die Schlagzeile präsentiert aus der Frankfurter und er schaut mich an und stellt mir die Frage, wie viel investieren wir jetzt? Bei dem 7-stelligen verlorenen Betrag? Dann hab ich ihn nochmal gefragt, ob er verstanden hätte, was ich gerade gesagt hab, also mir war eigentlich klar, dass er versteht, was ich sag. Er sagt, ja, aber die letzten Jahre haben wir sehr, sehr gute Erträge in Renditen gemacht, wir haben gute Verlustzuweisungen, damals war das Ganze noch ein bisschen anders zu handhaben, wie es heutzutage im Steuerrecht da ist, in der steuerlichen Ansetzbarkeit, und frag ich nicht allen ernsthaft, wo investieren wir jetzt? Hab ich zu ihm gesagt, ich brauch jetzt erstmal ein paar Tage Zeit, ich meld mich wieder bei ihm. Wie ich da aus der Haustür raus bin, hat es bei mir einen Schalter umgelegt.
Und zwar, es war für mich alles klar, so denken wirkliche Investoren. Das ist wirkliches Investoren, Großinvestorenverhalten. Und davon konnte ich mir viel abschauen und hab mir viel von ihm auch wirklich in den Jahren danach noch angeeignet und man braucht sich keine vorstellen, Mitte 20 und du fährst zu jemandem, zack, Scherzrad, sieberstellig verloren.
Ich hatte die Adresse vom Insolvenzverwalter dabei und hab gesagt, da müssen wir es anmelden, ja, unsere Forderung. Und dann kommt die Frage, wo investieren wir jetzt? Also, das ist für mich bis heute eine von den prägendsten Geschichten so in meinem beruflichen Dasein. Und das war ganz, ganz, ganz extrem lehrreich.
Und heute bin ich froh um diese Situation, weil ich auch später mal, ich lese ja sehr, extremst viele Bücher von erfolgreichen Unternehmern. Mir haben auch selber sehr viele im Mandantenkreis und ich kenne keinen, keinen einzigen wirklich Top-Investor oder Unternehmer, der nicht schon mal mit dem Anführungszeichen rückwärts zur Wand gestanden ist oder der nicht schon mal richtig, richtig Geld, und ich meine richtig Geld, ich rede nicht von einer Fußballbette mit 1.000 Euro oder 10.000 Euro, sondern der nicht vorher, bevor er ganz nach oben durchgeschossen ist, nicht schon mal richtig Geld verloren hat. Das gehört wohl dazu.
Was heißt für dich ganz oben? Naja, so, dass er definitiv in finanzieller Freiheit lebt. Also wie wir schon gelernt haben, seinen gewünschten Lebensstandard von der Rendite bestreiten zu können, ohne an den Grundstock anzumüssen und möglichst noch Wertzuwächse zu haben. Ja.
Gibt es irgendetwas, wo du bewusst kein Geld für ausgibst, aber es locker verdienst? Also so Prinzipien einfach. Es gibt einfach Prinzipien, und zwar, man darf bitte das Wort, die Deutschen verwechseln ja oft das Wort preiswert mit günstig. Mal immer wieder das Beispiel, wie gesagt, ich fahre technische Sportwagen, und da sage ich, der ist preiswert, weil er ist seinen Preis wert.
Er ist sicherlich nicht günstig, ja. Solange er seinen Preis wert ist, Preis-Leistungs-Verhältnis passt, stimmt. Solange gebe ich auch Geld aus.
Aber spätestens in dem Moment, wenn meine Frau und ich das Gefühl haben, wir werden abgezockt oder verarscht, dann kann ich extremst ungemütlich werden, wenn Preis-Leistung nicht mehr passt. Und das ist egal bei was, dann gebe ich dafür einfach kein Geld aus. Zum Beispiel zwei Jahre.
Zwei oder drei. Das ist ein prägendes Beispiel für meinen Junior. Wir waren mit dem Cabriolet unterwegs, Italien, er wollte Eis, was ja völlig in Ordnung ist, geht ja gar nicht drum, und ich glaube, wir wollten was zum Trinken.
Ja, wir haben ankalten, genau in dem Laden, abtäglich, ich wollte was zum Trinken, und mein Junior wollte Eis, und da stand eine Eisdrohe drin. Und es war Eis, das es auch in Deutschland gibt, ich mache jetzt keine Werbung oder irgendwas. 5,50 Euro.
Wo bei uns an der Tankstelle was auch schon teuer ist, 3,20 Euro kostet. Und da habe ich zu ihm gesagt, Reto, sorry, das war für ihn die Leerstunde, was bedeutet Preis-Leistung, dass es hier absolut nicht passt, Reto, wir müssen nachher sowieso tanken, es wird irgendwo eine Tankstelle kommen, die haben auch eine Eisdrohe, dann nimmst du da Eis. Wir dachten, über 5 Euro für Eis.
Ganz ehrlich, 5 Euro sind für mich nicht die große Welt. Aber da geht es rein. Ich dachte, du kommst erst mit einem Beispiel, keine Ahnung, wie hoch, aber nee, es fängt eigentlich an.
Ja, natürlich, das ist Bewusstsein für Geld. Mein Junior muss ja das Fynn Fischer Taschengeldbuch führen, dass er seine Ausgaben, es gibt nichts Schlimmeres, wie jemand, der nicht weiß, was er in Einnahmen und Ausgaben hat, und das bringe ich von klein auf bei, weil wie soll er später können, mit 16? Aber das war für ihn die Leerstunde Nummer 1, was heißt Preis-Leistung. Weil es war tatsächlich ein paar Kilometer später, war dann echt, also es waren keine 10 Minuten, war man an der Tankstelle und da hat genau das heißt, Italien ist ein bisschen günstiger wie bei uns, hat 2 Euro, ich meine, 70 oder 90 ist egal.
Ja, und genau das war das Beispiel, wo er für ihn ganz, ganz lehrreich war an dem Tag, und wo er seinem auch so weiß, einfach in dem Moment, wenn nicht mehr, wenn es nur noch um Abzockerei geht, dann gehen bei mir wirklich die Lichter aus und wenn einfach Preis-Leistung nicht passt. Es gibt Dinge, da kann ich dich nicht gegen wehren, sind wir ehrlich, ich hatte letzte, Moment, wo waren wir letzte Woche? Letzte Woche waren wir in Berlin, nee, vor zwei Wochen, da waren wir wieder in Vellenhof auf dem Weg da runter, habe ich zu meiner Frau gesagt, wir haben unterwegs sein müssen an der Autobahn, das war Premiere für mich, das war das teuerste bisher, was ich in meinem Leben für einen Liter Sprit ausgegeben habe, wir waren bei 2,98 Euro, super plus, gewisse Autos, kann man nichts anderes tanken, da kann ich dich nicht gegen wehren, das kostet halt das Benzin, auf der anderen Seite sage ich, okay, ist eine Betriebsausgabe in gewisser Art und Weise, ja, ist halt so, da kann ich dich nicht gegen wehren, ob das gerechtfertigt ist, die Preise lasse ich dahingestellt, aber da habe ich keine Chance, wenn ich Benzin brauche, brauche ich Benzin, ja, oder dass ich speziell, wenn ich was möchte, dass ich speziell warte auf Black Friday oder irgend sowas, das wäre mir viel zu doof, ja, aber bitte, wenn jemand im Aufbau ist, sollte er sehr wohl darauf achten, ich sage, ich rede da jetzt vielleicht ein bisschen locker, wie der Großteil, aber wo ich schon darauf achte, wenn ich einfach das Gefühl habe, jetzt wirst du bloß so abgezockt und auf gut Deutsch verarscht, dann ist bei mir ganz schnell der Ofen aus. Ja, gut, das kann ich tatsächlich auch schon nachvollziehen, also wenn es beim Kleinen anfängt, hört es beim Großen ja auch nicht auf, kann man ja fast schon so sagen.
Hervorragendes Beispiel Ferienimmobilie Florida, wenn man die Preise gesehen hat, vor der Subprime-Krise, ja, also vor 2008 und auf einmal während der Subprime-Krise, da konntest du schon zwei kaufen für den Preis, was davor für eins gezahlt hast, ja, also das sind so Dinge, im Endeffekt muss man auch ein bisschen die Marktsituation abwarten, gerade bei so großen Investitionen, aber das geht bei mir im Kleinen los, das geht wirklich im Kleinen los, also ich sage zu gewissen Dingen, das steht einfach nicht bei Leistungsverhältnissen, das passt überhaupt nicht und dann gibt es da auch kein Geld für. Gut, ja, ich würde sagen, das sind wir jetzt heute mal im Cut und machen in der nächsten Folge weiter, deswegen freut euch auf die nächste Folge nächsten Freitag und bis dahin!
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