Finanzbranche = Abzocke? Unser Azubi Leon stellt die unbequemen Fragen.

Shownotes

Heute dreht sich der Spieß um: Mein Azubi Leon stellt mir die Fragen, die er sich lange nicht getraut hat.

Wir sprechen offen darüber, warum die Finanzbranche jahrelang zu Recht einen schlechten Ruf hatte und warum das heute nicht mehr stimmt. Außerdem geht's um den Generationenkonflikt in der Beratung, warum dein Umfeld über deinen Erfolg entscheidet und warum Geld allein nie dein größtes Ziel sein sollte.

Eine Folge für alle, die gerade am Anfang stehen und wissen wollen, wie echter Erfolg wirklich funktioniert.

Wenn dir die Folge gefallen hat, freuen wir uns über eine Bewertung und ein Abo auf Spotify. So verpasst du keine neuen Strategien rund um Finanzen, Unternehmertum und persönliches Wachstum.

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produziert von Arabella Hüttinger I www.arabella-creativeoffice.de

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(0:04 - 0:15)

Erfolgreiche Leute labern nicht, erfolgreiche Leute machen. Ich bin Björn Wensch, Finanzstrategie, Mentor und Speaker. Hier erwarten sich die Finanzstrategien und Denkweisen, die dich wirklich weiterbringen.

(0:15 - 0:54)

Vermögensaufbau, Riskmanagement, steueroptimierte Entscheidungen und das Mindset, das finanziellen Erfolg erst möglich macht. So wie jeder Spitzensportler einen Trainer braucht, begleite ich Menschen, die wachsen wollen. Kein Gelaber, sondern Klartext.

Erfolg ist planbar und braucht klare Strategie. Heute eine besondere Folge und zwar mit unserem Auszubildenden, dem Leon Fresa, im zweiten Ausbildungsjahr. Und ich lasse mich überraschen, er hat wohl Fragen für mich vorbereitet, wo er mir so noch nicht wirklich gestellt hat.

(0:55 - 1:13)

Wir sind derzeit viel miteinander im Austausch und von dem her, Leon, herzlich willkommen. Hi, wir fangen mal damit an, dass du dich ganz kurz einfach vorstellst. Du hast dein Ausbildungsbüro, wo kommst du her, wie alt? Von dem her, go ahead, deine Bühne.

(1:15 - 1:24)

Hi, der Björn hat es schon gesagt, ich bin jetzt Azubi beim Björn. Ich habe auch ziemlich Glück gehabt damit, dass ich jetzt hier gelandet bin. Ich habe nämlich in Bayern ursprünglich mein Abi gemacht.

(1:25 - 1:42)

Und Abi habe ich damals nur gemacht, weil ich nicht sicher war, was ich machen wollte. Ich war mir sicher, ich will irgendwas machen, wo ich selber dafür verantwortlich bin, wie viel ich verdiene. Und dann kam es dazu, dass ich den Björn kennengelernt habe und dann hat es eins zum anderen geführt, nachdem ich zum Praktikum gefragt habe.

(1:43 - 2:10)

Was ich bemerkenswert finde, da werden heute auch nicht viele dazu bereit, auch unsere Azubi, die Marlene, über 220 Kilometer weg von zu Hause zur Ausbildung. Leon, bei dir sind es über 300, knapp 400 Kilometer von zu Hause weg. Ganz ehrlich, und das für einen Ausbildungsberuf, da sind nicht viele dazu bereit.

(2:11 - 2:41)

Also auch da bist du einfach den Schritt mehr gegangen wie viele, was so der Durchschnitt macht. Also das ist eine ganz starke Leistung, in dem jungen Alter einfach von daheim zu sagen, ich nehme meine Sachen und um eine qualifizierte, hochwertige Ausbildung zu bekommen, nicht ein Studium, sondern ein Ausbildungsberuf, gehe ich einfach 300, 400 Kilometer von zu Hause weg. Von dem her, wo kommst du nur her? Aus Traunstein, das ist schon ziemlich tief im Bein.

(2:42 - 3:02)

Ja, Traunstein ist schon eine Kante weg. Was ist das Ziel oder warum machst du die Ausbildung? Die Ausbildung könnte ich ja theoretisch überall machen, die Ausbildung zum Versicherungskaufmann. Aber ich habe mich dazu entschieden, hierher zu kommen, weil ich einfach gemerkt habe, von dir kann ich echt was lernen.

(3:02 - 3:19)

Okay, was ist dein Ziel mit der Ausbildung? Mein nächstmögliches Ziel ist einfach finanzielle Freiheit erstmal. Die finanzielle Freiheit, okay. Und halt für den Beruf, weil einfach dieses Thema auch echt interessant für mich ist.

(3:19 - 3:31)

Ich habe mich auch schon während der Abi-Zeit wie viele Jugendliche mit dem Thema Geldanlage beschäftigt. Und dann hat es sich halt ziemlich gut ergeben, dass ich da jetzt von jemandem, der sich in dem Thema einfach mega auskennt, lernen darf. Ja, du hast es auch schon ganz ordentlich umgesetzt.

(3:32 - 3:51)

Dein Depot ist ja nicht ganz so verkehrt, wie es bei uns läuft. Natürlich immer in der Rücksprache, auch der Leon ist sehr interessiert in dem Bereich. Klar, die Absicherung gehört dazu, aber vor allem Kapitalanlagen, Immobilien, Investment-Fonds, Beteiligungsgeschäfte sind sein großes Steckenpferd, glaube ich, wenn ich es richtig sagen darf.

(3:52 - 4:11)

Natürlich fördern wir sowas auch, weil da hat jeder in der Branche sein individuelles Steckenpferd. Und wenn ich weiß, da ist jemand, der sich dafür mega interessiert, dann tauscht er sich viel mit unseren Markers, auch mit mir. Aktuell gehe ich einige Mandatendepots durch, immer in Rücksprache.

(4:11 - 4:25)

Er muss selber Depot-Ausstellungen, Finanzstrategien im Depot ausarbeiten. Ich muss ihn mir dann auch begründen, warum und weshalb, wo das Denken, wo die Info herkommt. Und das besprechen wir dann einfach.

(4:25 - 4:38)

Aber nur so funktioniert Learning by Doing. Genau, das Thema von gestern ist tatsächlich die erste Frage, wo wir darüber geredet haben. Und zwar, ich bin ja weggezogen für die Ausbildung.

(4:39 - 4:52)

Und da kommt es dann immer wieder dazu, ja, das heißt, ich bin ausgezogen für eine Ausbildung. Hört sich ganz cool an. Was mache ich eigentlich? Und dann, sobald es halt rauskommt, ich beschäftige mich mit dem Thema Finanzen, ich mache ein bisschen Versicherungen, werde ich ziemlich oft als direkt Abzockeramt gestempelt.

(4:52 - 5:17)

Oder dann werde ich erstmal ein bisschen skeptisch angeschaut, was ich da überhaupt mache. Und das ist ja offensichtlich davon, weil die Branche einfach ziemlich verrufen ist. Jetzt ist meine Frage an dich, ob du findest, dass die Branche zu Recht zu verrufen ist? Wenn ich jetzt zurückblicke aus der Vergangenheit, also viele, viele, viele Jahre zurück, dann muss ich dem Ruf tatsächlich zustimmen.

(5:17 - 5:36)

Das ist richtig so. Warum? Seit 2014 gab es endlich Regularien, wer überhaupt noch tätig sein darf in der Branche. Und eben davor, gerade die etwas ältere Generation, gab es so typische Strucki-Vertriebe, sage ich immer, Strukturvertriebe.

(5:37 - 6:13)

Da war jemand tagsüber, bitte ja, nicht falsch verstehen, tagsüber am Fließband von Daimler oder von sonst irgendeinem Unternehmen, hat als Regelmesstechniker gearbeitet, hat als Akkordlohnarbeiter gearbeitet. Und abends ist er losgegangen und hat irgendwelche irrwitzigen Versicherungsprodukte vertrieben. Das ging relativ fix.

Bitte hier rechts einmal unterschreiben. Und er hat eine Provision verdient, mehr als das, was er sonst im ganzen Monat verdient hat. Ohne dass er selber Ahnung hatte von dem Produkt, ohne dass er sich selber weitergebildet hat, ohne dass er eigentlich eine Qualifikation hatte.

(6:14 - 6:32)

Und, ganz ehrlich, die meisten, die in der Branche tätig waren, die waren selber hochverschuldet bis Unterlippe, Oberkante. Und wollten aber andere Leute, die vielleicht schon doch dem Schritt der finanziellen Freiheit etwas näher waren, dann versuchen oder erklären, wo es finanziell angeht. Das kann nicht funktionieren.

(6:32 - 6:45)

Und endlich haben dann die Regularien getroffen. Heutzutage, sage ich, haben wir eigentlich in der Branche fast einen Status wie die freien Berufe. Wir brauchen nämlich auch Fortbildungsstunden, die wir nachweisen müssen.

(6:45 - 7:02)

Und es braucht aber bis zu einem kaputten Ruf, der auch zu Recht war. Ich sage immer, früher ist jeder Müllkutscher, jeder Kinderschwender, sorry für das Wort, aber besser angesehen worden, als wenn du gesagt hast, in welcher Branche du tätig bist. Weil einfach nur abgezockt wurde.

(7:02 - 7:18)

Oftmals mit überteuerten, viel zu kostenintensiven Produkten, mit horrenden Provisionen für den jeweiligen Vermittler, ohne dass dabei ein Mehrwert für den Mandant entstanden ist. Und bis dieses ausgemerzt ist, dauert es sicherlich ein, zwei Generationen. Das ist einfach so.

(7:19 - 7:34)

Heutzutage hat diese Branche diesen Ruf nicht mehr verdient. Weil ich sage es ganz ehrlich, ich meine, du bist tagtäglich drin, du siehst tagtäglich. Auch der Inhaber von unserer Social Media Agentur, der hat selber Live Reel, das Beispiel, kann tagtäglich nachschauen.

(7:34 - 7:51)

Ich behaupte, oder ich behaupte es nicht nur, sondern ich kann es nachweisen, wir schaffen wirklich mehr Werte für unsere Mandanten. Wenn man mal in die Depotentwicklungen reinschaut, da ist natürlich sicherlich der Ansatz, je mehr Ertrag ich mache, desto mehr verdiene auch ich. Also sprich, das hatten wir schon im letzten Podcast, ich sitze auf der gleichen Seite am Tisch vom Mandant.

(7:52 - 8:24)

Wenn ich in einem Mandant eine Kapitalanlage mache, wo er, das ist jetzt ein Mandat, der zahlt im Jahr 30.000, 40.000 Euro an Steuern und hat eigentlich kaum irgendwas an zum Setzen. Und auf einmal hat er durch uns einen steuerlichen Vorteil im Jahr, wo er eine Rückerstattung zwischen 8.000 und 12.000 Euro kriegt, naja, ich finde schon, dass das ein absoluter Mehrwert für ihn ist. Dazu, dass er die Verlässlichkeit hat, wenn er eben auch wieder ein staatlich oder steuerlich gefördertes Produkt für die Altersvorsorge zur Alterssicherung hat, dass es wirklich ein Mehrwert ist.

(8:24 - 8:57)

Und den Mehrwert kann er vielleicht aktuell nur in der Steuererklärung sehen, den wird er aber spätestens dann, wenn er mal in die Rente eintritt und den Ruhestand genießt, will er eigentlich seinen gehabten Lebensstandort weiterhin beibehalten. Wenn er dann das eben auch hat, durch die private Vorsorge, wo er während der Arbeitszeit steuerliche Vorteile generiert hat und später seinen Lebensstandort zu halten, dann ist das ein absoluter Mehrwert. Und man braucht heutzutage eben eines, man braucht gewisse Qualifikationen, du weißt das, sonst darf ich in dieser Branche gar nicht tätig sein.

(8:57 - 9:31)

Und von dem her, heutzutage hat die Branche aus der Vergangenheit heraus zu Recht den Ruf, aber das hat sich komplett gewandelt. Das Schlimme ist bloß, es wurde überhaupt kein großes Publikum gemacht, es wurde nirgendwo Werbung gemacht damals, 2014, 2016, wie das mit der ganzen Dokumentation, Protokolliererei, wie wir auch geprüft werden, welche Qualifikationen man braucht, es wurde überhaupt kein großes Publikum gemacht. Und deswegen hängt es immer noch in der Mehrheit der Gesellschaft, in den Köpfen der Leute, ja, es ist eine Abzockerei.

(9:32 - 9:57)

Also ich bin da ganz rigoros, wenn mir das einer sagt, dann sage ich, du, du hast halt ein vorgefärbtes Bild, ohne selber jemals damit groß Kontakt zu haben, komm vorbei, ich zeige dir ein paar Depots, ja, natürlich ohne Kundennamen, aber rein die Wertentwicklung, dann kannst du nochmal überlegen, ob du wirklich sagst, wir sind Abzocker. Und mir ist das auch relativ egal, kann jeder. Da sind wir beim gleichen Thema, Rule number one, fuck what they think.

(9:57 - 10:43)

Jetzt sage ich, jetzt liegen zwischen uns grob 30 Jahre, nicht ganz, ja, ich habe sicherlich eine andere Resilienz damit umzugehen und sicherlich auch ein anderes Standing wie du als ganz junger Startender in der Branche. Ich finde es klasse, Leon, dass du das machst, weil eins darf man nicht vergessen, der Altersdurchschnitt in unserer Branche liegt bei über 56 Jahren, ja, an Beratern. Die Sprache ist alt, verstarbt, konservativ und es wird endlich Zeit, dass wir junge Nachwuchskräfte hier gewinnen, ja, die wirklich Bock haben, was zu reißen und was zu gewinnen.

Von dem her klasse, dass du es machst und du wirst ehrlich ein Nutzsießer sein, wo sich auch das Denken eben ändert in der Gesellschaft. Danke. Dann noch kurz zu dem Thema eine andere Frage.

(10:44 - 11:24)

Das ist ja so ziemlich Schubladendenken, was dann so passiert, wenn die Leute sagen, okay, er macht Versicherung, ist gleich Abzocke. Und bei mir ist halt eben das Ding, ich habe noch nicht die Erfahrung, um zu wissen, wie ich damit umzugehen soll. Wenn so jemand in so einem Bereich so ein Schubladendenken hat, wie du gesagt hast vorher, durch Aufklärung, macht das Sinn, da irgendwas zu probieren oder sagst du auch in vielen Fällen? Also A, es macht niemals Sinn, jemanden zu irgendwas zu drängen oder zu überzeugen.

Der Abschluss von der Kapitalanlage, von der Absicherung, muss immer aus einem freien Bauchgefühl, aus einem freien Verstand heraus erfolgen. Und ja, nicht mit Druck. Wenn aber jemand so ein Schubladendenken hat, dann mache ich mal folgendes Beispiel.

(11:25 - 11:41)

Er wacht morgens auf, hat 38 Fieber, ist total krank, braucht Medikamente. Er fährt los auf den Weg zum Arzt, weil er halt unkonzentriert ist, hat er einen Autounfall mit seinem Auto. Dann läuft er beim Arzt rein, rutscht da und da auf der Treppe blöd aus.

(11:41 - 11:57)

Also komischerweise, er braucht schon mal eine Kfz-Versicherung, jeder braucht eine Versicherung. Das muss man auch mal ganz nüchtern betrachtet sehen. Und von dem her, jemanden da zu überzeugen, dass es ihm nicht so ist, das Schubladendenken, das ist ein tiefer Glaubensgrundsatz.

(11:57 - 12:28)

Also Schubladendenken sind ja ganz oft, haben ja ganz, ganz viele Schubladendenken. Ich erwische mich auch immer wieder mal kurz bei was, wobei ich schon sage, ich glaube, dass ich das Schubladendenken sehr, sehr abgelegt habe, weil ich gebe das von mir selber aus, wenn jemand sagt, in welcher Branche ich tätig bin, und uns geht es jetzt nicht unbedingt, du kriegst unser Leben so ein bisschen mit, nicht unbedingt finden sie es ja ganz schlecht, aber vom Auftritt her, mit dem verletzten Jeans und dem Euro-Käse-Schnitt, glaubt man nicht unbedingt, dass er in der Branche erfolgreich ist. Das ist halt einfach ein Schubladendenken.

(12:30 - 12:44)

Und da jemanden zu überzeugen, macht wenig Sinn. Ich glaube, wenn er wirklich da ein Interesse hat, dann erst einmal Aufklärung zu betreiben. Das ist eigentlich das Wichtige, und zu hinterfragen, woher kommt das Schubladendenken.

(12:46 - 13:19)

Und wenn er dann intelligent genug ist, wo halt bei vielen doch leider die Oberstube etwas eingeschränkt ist, dann ist er dafür auch offen, und wer A sagt, muss nicht immer B sagen, man kann auch mal seine Meinung ändern, aber dazu gehört eine gewisse Intelligenz. Ja, wir hatten ja vorher noch das Thema, dass ich hier jetzt zum Glück für mich die Branche gefunden habe bis jetzt, und es ist ja nichts Neues, dass Jugendliche, wie jetzt ich zum Beispiel, auch einfach eher danach suchen, erst einmal etwas zu finden, arbeitstechnisch, was jemandem Spaß macht. Und es ist nicht so wie früher, hauptsache du hast einen Job, einen sicheren Job, damit du halt erst einmal Einkommen hast.

(13:20 - 13:39)

Und da ist jetzt halt die Frage, viele von früher, oder halt ältere Generationen, sagen ja, dass die Jugendlichen heute einfach eine falsche Einstellung bezüglich Arbeit haben. Was hältst du davon? Also, das ist ja ein generelles Thema in unserer Gesellschaft heutzutage. Wir leben aktuell in einer absoluten Urban-Generation.

(13:39 - 13:46)

Das ist einfach so. Ausnahmen bestätigen die Regeln. Also ich habe auch, echt zum Teil, nicht mit allen.

(13:46 - 14:03)

Ausnahmen bestätigen die Regeln. Und ich habe eigene Mandantenkreise. Wenn ich an so einen Klimabauer denke, der hat mit 16 seine Ausbildung angefangen, mit 18 hat er bereits während der Lehre schon den Notdienstwagen am Wochenende gehabt, weil er brutal zuverlässig war.

(14:03 - 14:16)

Er hat immer gearbeitet. Ihn kann ich eigentlich nur arbeiten, weil er einfach Bock drauf gehabt hat, weil er einfach auch mehr erreichen will. Viele, viele von eurer Generation, die ruhen sich heute auf dem Erschaffenen ihrer Vorfahren aus.

(14:17 - 14:40)

Hauen die Kohle mit vollen Händen raus. Lustig wird es dann für die zwei, drei nachfolgenden Generationen, wenn nämlich nichts mehr da ist, und die müssen wieder lernen, was es überhaupt einmal heißt, den Arsch in die Hose, die Zähne zusammenzubeißen. Und einmal eben nicht bloß zwischen Work-Life-Balance, was für mich der direkte Abschieb zur Sozialhilfe ist, aber sicherlich nicht zum erfüllten, finanziell freien Leben.

(14:41 - 14:50)

Wenn die dann lernen müssen, wieder die Kohle anzuschaffen und mal wieder richtig Gas zu geben. Bei dir sehe ich das auch anders. Ich weiß es von dir.

(14:50 - 15:12)

Du gehst ja auch weit übers Normalmaß hinaus, im Vergleich zu dem, was so viele aus deinem Umfeld wahrscheinlich, wo zocken, chillen etc. alles wichtiger ist. Das Irrwitzige ist, sie wollen alle auch den dicken AMG oder den großen 3er oder 5er BMW, oder möglichst noch eine Kategorie darüber, aber bereit dafür Leistung zu bringen, sind sie nicht.

(15:12 - 15:23)

Man nimmt dann lieber Konsumschulden auf, finanziert eine viel zu große Karre. Das ist heute schon ein Trend. Wie gesagt, nicht alle Ausnahmen bestätigen die Regel.

(15:23 - 15:34)

Da muss ein Rucker einfach dazu durchgehen. Wer mehr will, muss einfach mehr tun. Aber es wird vielen auch einfach zu leicht gemacht, weil da ist halt der Erbe.

(15:35 - 16:10)

Deswegen meine Meinung dazu, wenn ich hier einen Anfang-20-Jährigen dran sitzen habe, der gerade mal ein Versorgungskaufmann gemacht hat, die Erwartungen hat bei einem Vorstellungsgespräch, dass er einen Mercedes, einen Audi oder einen BMW als Dienstwagen kriegt, mit einem Einstiegsgehalt im Jahr von 80.000 Euro, bei einer 37,5 Stundenwoche mit 30 Urlaubstage, dann fällt mir da schon etwas die Kinnlade runter. Ich nehme aber den Frag, ob er bereit ist, auch mal 20 oder 30 Kilometer zum Mandant zu fahren, was hinzubringen oder eine Unterschrift abzuholen. Nein, dafür wäre er nicht da.

(16:10 - 16:27)

Das ist ja immer die Frage, für was braucht er denn ein Dienstfahrzeug? Und das gleich in der Kategorie. Also die Erwartungshaltung, die ist heute zum Teil echt zum Kotzen, auf gut Deutsch. Es ist ja auch ein bisschen, mein Sohn ist elf, er hat es sicherlich auch wesentlich leichter wie wir.

(16:28 - 17:09)

Und naja, da steht halt der Knopf, dreht die Augen, dann fließt vielleicht auch mal etwas leichter, aber ich weiß 100 Prozent nicht, der wird ab dem Moment, wenn er 14 ist, einen Ferienjob machen. Und er wird lernen und wird es auch regelmäßig, was es heißt, Geld zu verdienen. Das hat er hier drin schon spielerisch lernen müssen, wo wir über das Taschengeld mit Sex diskutiert haben, er hat 50 Cent damals in der Woche gekriegt, der Euro hat ihm so gut gefallen, dann habe ich zu ihm gesagt, Reto, das ist ganz einfach, du kannst einen Euro haben, Bedienung, Tönnerstaat, bist du hier, du leerst alle Papierkörbe aus, vorne ist die große Tonne, bei den Mädels unter dem Schreibtisch holst du alle Papierkörbe, wenn du die ausgeklärt hast, dann gibt es einen Euro.

(17:10 - 17:29)

Ja, da ging es mir einfach darum, dass er weiß, Geld fällt nicht bloß vom Himmel runter, dass das ein Höllenspaß für ihn war. Da brauchen wir nicht drüber reden, weil bei der einen hat man von Paupatrol irgendein Computerbild ausgedruckt, mit der anderen hat man Feuerwehr gespielt, bei der dritten gab es was Süßes. Also da war ich für die sechs Mülltonnen, da war er ja dreiviertel bis anderthalb Stunden unterwegs.

(17:30 - 17:50)

Dass in der Zeit da nicht wirklich was gearbeitet worden ist, da brauchen wir auch nicht drüber reden, aber mir ist das wesentlich mehr wert. Übrigens auch, wir sind hin und wieder in solchen Clubs, auch das ist so ein Punkt, unser Reto wird lernen, dass er anständig bezahlt wird und nicht ausgenommen wird. Und da sage ich immer, lass dich lieber nach Leistung bezahlen, nicht nach Zeit.

(17:51 - 18:12)

Also von dem her, ja, ich glaube, man darf das nicht pauschal sagen, dass alle Jugendlichen heute so sind. Ja, weil es kommen ja doch auch in Indoor- und Unternehmerhaushalte, wo sie einfach wissen, wenn ich mehr haben will, dann muss ich mehr tun, Ende. Aber es gibt schon auch einen Großteil, wo es sich da einfach auf mehr Wirtschafteten ausführt.

(18:13 - 18:39)

Ich habe da auch ein bisschen die Vermutung, dass einfach bei vielen, bei uns in der Jugend, die halt nicht wirklich bereit sind, mehr zu tun, auch einfach die Ziele fehlen, dass das Thema Ziele nicht mehr wirklich drüber, dass halt nicht mehr so viel nachgedacht wird. Ja, das wäre eigentlich ein ganz wichtiger Punkt, haben wir es im letzten Podcast schon gehabt, das gehört für mich zur finanziellen Bildung. Eben auch ein Thema in unserer heutigen Schulausbildung, Erfolgsdenken, Mindset, Zielsetzung, ja.

(18:39 - 19:15)

Viele Eiern durchs Leben haben überhaupt kein Ziel. Na ja, gut, man merkt halt immer, wir platzieren im Winter um Eiern und das ist ein ganz wichtiger Punkt, aber das muss in der frühen Jugend schon gelegt werden, einfach und gelehrt werden, wie setze ich mir wirklich konkrete Ziele. Komischerweise, Herr Kelly-Eyens, Jugendliche, die so Richtung Leistungssport gehen oder generell im Sport sehr aktiv sind oder vielleicht auch Profikarriere anbahnen oder versuchen, da reinzukommen, die haben eine ganz andere Zielsetzung, eine ganz andere Disziplin und die wissen, dass sie für alles, was sie erreichen wollen, kämpfen müssen.

(19:16 - 19:39)

Ja, und die sind dann auch komischerweise später, ich habe das bei ein paar verfolgt, wo es halt noch nicht bis in die Profikarriere, beim einen oder anderen hat es funktioniert, beim anderen oder anderen auch nicht, ja. Aber die sind dann trotzdem auch nachher im beruflichen Dasein und in ihrer Schaffenskraft ganz anders von der Zielsetzung und von der Disziplin unterwegs. Jetzt mal Thema Zielsetzung auf mich bezogen, ich habe ja gesagt, finanzielle Freiheit ist ja so mein größtes Ziel jetzt erstmal.

(19:39 - 19:53)

Ich höre aber oft, dass gesagt wird, es ist ein Fehler, sich als größtes Ziel Geld zu setzen, weil halt eben zum Beispiel, man setzt sich so mehr X als Ziel, dann erreicht man sie und dann hat man eben kein Ziel mehr. Was hältst du davon? Ja und nein. Wir hatten es vorher auch über das Thema.

(19:54 - 20:03)

Vor 20 Jahren sah meine Zielsetzung auch noch etwas anders aus wie heutzutage. Jetzt sage ich, es gibt wesentlich höhere Ziele. Das sagen jetzt wieder viele aus seiner Position, lässt sich das leicht sagen.

(20:03 - 20:30)

Ja, das ist richtig, aber es gibt wesentlich höhere Ziele. Ich habe es vorhin erwähnt. Naja, am Ende des Tages fragt mein Banker nicht, du hast ein tolles, schönes Ziel, das du jedem helfen möchtest, ja, sondern der fragt, hast du die Kohle auf dem Konto für den Urlaub oder für das Fünf-Sterne-Ressort oder für das entsprechende Auto oder die notwendigen Ausgaben, ist die Kohle da? Also natürlich muss man sich monetär auch ein Ziel setzen, ganz klar, ja.

(20:30 - 20:50)

Und das kann man in mehrere Ziele, es gibt ja kurzfristige, mittelfristige, langfristige, wie man es auch immer nennen möchte. Ja, und wenn ein Ziel erreicht ist, ganz wichtig, ich darf das Ziel auch mal feiern. Ja, nicht gleich von einem Ziel zum anderen, sondern ich darf so ein Ziel auch mal genießen, ich darf das auch mal feiern.

(20:51 - 21:18)

Das gehört einfach auch dazu und natürlich kann man sich dann ein neues Ziel setzen. Also wenn du mir jetzt heute sagst, du wirst in deinem Leben mal im Vermögensstand 50 Millionen erreichen, ja, dann sage ich, das mag zwar schön sein, das ist aber, glaube ich, derzeit noch nicht ganz so das Passende, sagst du aber, du wirst irgendwann mal ein, zwei Millionen haben, dann ist das heute sicherlich in deinem Alter auch angepasst und passend, ja, und dann kann man sich sehr wohl ein neues Ziel setzen. Das Ziel muss immer auch realistisch sein.

(21:19 - 21:31)

Okay, ja gut, jetzt hast du quasi schon die nächste Frage, die ich hätte beantwortet. Da habe ich einfach ganz stumpf hingeschrieben, in meiner Sicht hast du doch eh schon alles, was du brauchst. Wieso machst du überhaupt noch weiter, so intensiv, wie du es machst? Ja, das wird oft gesagt.

(21:32 - 21:50)

Da stelle ich dann immer die andere Frage, und damit vergleiche ich mich überhaupt nicht. Warren Buffett, weit über 90, warum hat er weitergemacht? Er arbeitet nicht mehr, um Geld zu verdienen, sondern das ist eine Leidenschaft. Und wenn du nicht mehr arbeitest, um Geld zu verdienen, dann fließt komischerweise alles auch etwas leichter und von alleine.

(21:50 - 22:07)

Und jetzt stelle ich die nächste Frage, was soll ich denn machen? Den ganzen Tag rumsitzen, nur zum Golfen gehen? Meine Frau wird sich auch selbst verwirklichen, was auch völlig zu Recht ist, also sprich, sie arbeitet auch. Gut, dann kann ich allein durch die Welt reisen. Mein Junior muss leider, oder zum Glück, darf er in der Schule.

(22:08 - 22:25)

Also sprich, dann reise ich bloß noch durch die Welt. Und Leon, ich glaube, wenn man das Gen-Unternehmertum einfach in sich drin hat, wenn man wieder sagt, ja, ja, komm, komm, lass gut sein, überschreibst du Mark oder lass Mark hier weitermachen, das geht vier, sechs Wochen gut und dann mal als Nächste. Seid ihr ganz offen.

(22:25 - 22:44)

Es macht ja auch Spaß, gerade solche Jungen wie euch, das Wissen weiterzugeben, zu sehen, wie andere erfolgreich werden. Das höchste Ziel von einem Mentor. Ja, Mark zum Beispiel, nur als Beispiel, sein höchstes Ziel, für ihn aktuell, mich in der Kapitalanlage zu schlagen, ist ja auch völlig richtig.

(22:44 - 23:00)

Und ich gönne es ihm von ganzem Herzen, weil, wenn er das erreicht, dann habe ich doch als Mentor alles richtig gemacht. Wenn dein Mentee erfolgreicher wird wie du als Mentor, das ist das allerhöchste Ziel, was du erreichen kannst. Und dann passt es doch.

(23:01 - 23:07)

Dann ist doch alles gut. Und soll ich jetzt gar nichts mehr machen? Vorbildfunktion für mein Junior. Und wie gesagt, es macht Spaß.

(23:08 - 23:26)

Ja, und die kann man ja mal zeitfrei einteilen. Und natürlich, wenn ich einen vereinbarten Termin habe, dann habe ich einen Termin, dann ist das für mich eine verbindliche Sache. Aber das habe ich auch selber in der Hand.

Das kann ich ja selber steuern, wie ich mit meinen Mandanten Termine ausmache. Aber wenn ich sage, ich brauche eine Woche frei, dann mache ich halt eine Woche frei. Ich muss ja niemanden um Erlaubnis fragen.

(23:28 - 23:40)

Und, nur wenn du aktiv drin bist, er rastet, der rostet. Ich sehe das so häufig. Da sagen sie mit 63, 64, boah, letztes Jahr in Rente, endlich in Rente, das geht vier, fünf Jahre gut.

(23:41 - 24:09)

Und auf einmal kommt der Abbau, der körperliche. Der Mensch wird nicht mehr gebraucht, er rastet, er rostet. Meine Unternehmer mit 70, 80, zum Teil 90, die sind bombenfit, die reißen keine 90 Stunden in der Woche runter.

Aber 20, 30 schon noch. Die sind auch komischerweise bombenfit, braun gebrannt, sind viel beim Golfen oder auf ihrem Segelboot oder wo auch immer. Denen geht es pfennig gut.

(24:11 - 24:20)

Und das ist auch so ein Thema. Du bleibst ja auch jung. Nur wenn ich selber aktiv am Markt drin bleibe und tagtäglich mich damit beschäftige, kann ich niemandem sagen, wo es lang geht.

(24:20 - 24:45)

Es gibt nichts Schlimmeres als einer, der nicht mehr in der Branche tätig ist seit fünf, sechs Jahren, aber dann Jungen sagen will, wie es funktioniert. Das kann überhaupt nicht funktionieren, weil der da draußen schon alleine die Sprache der Jungen gar nicht mehr versteht. Hast du noch einen Mentor jetzt? Bei der Größe, die du hast? Nein, aber natürlich bin ich auch mit anderen sehr, sehr, sehr erfolgreich und wesentlich erfolgreichere Unternehmern auch im Austausch.

(24:46 - 25:05)

Das ist logisch, man unterhält sich, aber in dem Sinne noch Mentor habe ich keinen. Und hast du so einen Mentor, der dich am meisten geprägt hat? Ja, die zwei, drei Mentoren, auch jeweils Unternehmer, die mich sehr geprägt haben. Zwei davon sind inzwischen leider verstorben.

(25:05 - 25:33)

Das ist halt im Laufe der Zeit, aber die haben mich nicht nur vom Wissen her geprägt, sondern auch vom ganzen Leben, von ihrer Einstellung, von ihren Werten, wie sie auch damit umgegangen sind, ganz klar, natürlich. Und ich behaupte, ohne dieses Wissen dieser Mentoren und auch viel davon abzuschauen, wäre ich heute auch nicht da, wo wir sind. Das gehört einfach dazu.

(25:33 - 25:50)

Hätte ich mich immer noch im gleichen Dunstkreis oder gleichem Umfeld unterhalten, würde ich nicht mein Umfeld verlassen. Dein Umfeld ist maßgeblich dafür entscheidend, ob du erfolgreich wirst oder nicht. Hätte ich mich da aber nicht rausbewegt, wäre ich heute sicherlich nicht da stehen, wo wir stehen.

(25:51 - 26:01)

Und könnte das sicherlich auch nicht so weitergehen. Hast du irgendwann angefangen, aktiv nach deinem Umfeld zu schauen? Sehr früh schon. Sehr, sehr, sehr früh schon.

(26:02 - 26:07)

Ich wusste ja einst, ich will finanziell frei werden. Ich wusste, ich wollte Millionär werden. Damals dem auch noch, bitte.

(26:08 - 26:14)

Der Wunsch ging aber weiter. Ich wollte Einkommensmillionär werden. Nicht nur Millionär auf dem Papier, sondern Einkommensmillionär.

(26:15 - 26:31)

Aber als ich so mit 16, 17 von anderen gehört habe, da wusste ich, das kann ja gut funktionieren. Für meine Frau zum Beispiel sind Freundschaften ganz arg wichtig. Für mich sind Freundschaften, ich kann es an einer Hand abzählen, sind wirkliche Freunde.

(26:31 - 26:39)

Der Rest unterscheidet mich nicht. Wenn es mir nicht passt, dann gehe ich in ein Umfeld, wo es mir nicht gut tut. Ich sage immer, entweder du gehst mit mir in den Weg des Erfolgs, oder du gehst mal aus dem Weg.

(26:40 - 26:48)

Da sehen wir auch wenige aus dem Weg gehen, dann sage ich einfach, gehe ich weiter. Bilddicht gesprochen. Und deswegen interessiert es relativ wenig.

(26:50 - 26:57)

Ich brauche nicht die Klungelei. Da hat er mit 15 anderen mal ein Jahr gehabt. Das wäre mir viel zu blöd.

(26:57 - 27:11)

Das wäre mir viel zu... Sorry, da haben wir das Niveau unter der Tischkante, das brauche ich nicht. Ich will eher ein Umfeld, wo mich inspiriert. Menschen, die mir raufgeben, die mich fördern und fördern.

(27:12 - 27:30)

Das ist für mich ein inspirierendes Umfeld. Leute, die wissen, mit welchen Thematiken man zu tun hat, wo man sich austauschen kann. Der Bürokratismus in Deutschland hat, glaube ich, überproportional, in den letzten 15 Jahren, zugenommen, was wir alles gesetzlich erfüllen müssen.

(27:31 - 27:45)

Da brauchst du Gleichgesinnte, mit denen du dich austauschen kannst. Studiethematik oder jenes. Und wo auch Wachstumsdenken haben und nicht 9 to 5. Jetzt noch zum Abschluss, mir ziemlich spontan eingefallen.

(27:46 - 28:15)

Jeder hat ja diese Phase, wo man alles hinschmeißen möchte. Das gehört dazu. Wie oft hast du die aber? Solche Phasen, wo du einfach keinen Bock mehr auf nichts hast? Ach, was heißt kein Bock mehr? Ich kenne mich, meine Frau kennt mich wahrscheinlich fast besser als ich mich selber, aber klar, sag schon mal, ich weiß, was den ganzen Scheißdreck bleiben, ihr habt mehrere Kaufangebote von der Firma gehabt, aber A, ich würde die Firma nicht verkaufen.

(28:15 - 28:35)

Weil, ich verkaufe weder meine Mandanten, das wäre ein Verrat an unsere Mandanten, noch bin ich Staufenentlohnverkauf, meine Mitarbeiterin. Ich würde meine Mitarbeiter nicht verkaufen. Und das wären Verträge, die ein Käufer unterschreiben würde, und das würde kein normaler Mensch unterschreiben, weil da solche Bedingungen drin wären.

(28:36 - 29:17)

Also von dem her, die Phase, kein Bock, klar kommt die, sorry, und da ist dann wieder gelogen, du sagst, schau mal, ich hab überhaupt keinen Bock, aber jetzt sind wir genau wieder bei der herrlichen Geschichte. Weißt du was, wenn das aufkommt, dann sag ich halt, rutsch mal ein Buckel runter, ich bleib heute daheim, oder fahr bloß schön drüber, mach Post, rede ein bisschen mit meinen Mädels, trinke einen Kaffee, geht zum Golf, ein Ende. Die Phasen hat man, die gehören dazu, das ist ganz normal, aber genau das ist der Moment, wo du ein Wachstum entlegst, wenn du dich genau da wieder durchbrechst, das ist wie früher im Sport, da ist kein Bock zum Trainieren, und genau das war der Moment, wo immer der Wichtigste war, da der innere Schweinehund wieder zu überwinden, und wieder drüber hinaus zu gehen, das war die Wachstumsphase.

(29:17 - 31:45)

Und wie gesagt, ich kenn mich ja selber, was soll ich davon, wenn ich es verkauf, wieder in vier Wochen was Neues machen. Also, du kannst nicht bloß in den Tag hineinleben und nichts mehr machen, aber es ist ja klar, du kannst viel reisen, du kannst viel sehen, aber selbst da im Ausland kannst du auch, da kannst du investieren, da kannst du schauen, da kannst du dich auf dem Markt betätigen, da kannst du was gründen, also, das geht ja überall. Und deswegen, die Phasen, kein Bock, oder ich kotze, nennen wir es auf deutsch, ich kotze alles an, die gibt es, das ist ganz normal, aber ich habe eines, es ändert ja nichts, ja man ändert ja gar nichts, macht den Geldbeutel nicht voller, löst das Problem nicht, das ist Schirmerei, das ist einfach, es gibt die Enten, die alle am Teich, und es gibt den Adler, der oben drüber fliegt, und einfach die Perspektive mal ändert, und mal den Blickwinkel ändert, und von dem her, so eine Phase hält bei mir nicht an, die gibt es mal morgens oder mittags, drei, vier Stunden, und danach ist das Thema abgekackt, weil es ändert nichts, wenn man sich daran festhält, also man muss dann lösungsorientiert denken und handeln, und fokussiert handeln, und von dem her, nein, also es ist nicht so, dass das anhalten wird über mehrere Tage, und dann packe ich meine Sachen, bei so einem Wetter wie heute, zum Golfen gehen, das ist dann alles gut, dann läuft es dann eh nicht beim Golfen, dann packe ich auch das zusammen, dann sitze ich irgendwann auf der Terrasse und fertig, weil wenn du innerlich eh schon negativ drauf bist, dann läuft es zumindest bei mir nicht, beim Golfen geht es dann auch nicht, also von dem her, aber das sind nicht Phasen, die hier anhalten sind, definitiv nicht, weil dazu habe ich viel zu viel Spaß, dann telefoniere ich mit zwei, drei wirklich guten Mandanten, und dann ist das ganz schnell wieder verflossen, es gibt ja da auch so Mittel zur Selbsthilfe irgendwo, gut, coole Fragen Leon, dir weiterhin viel Erfolg, man darf es erwähnen, du hast auch eine Lehrzeitverkürzung, aufgrund deiner extrem guten Leistungen, unser Leon wird dann auch nach Ende der Ausbildung, ich habe es im letzten Podcast schon gesagt, möchte auch raus in die Beratung, und möchte wirklich auch als freier Anbieter wieder bei uns tätig sein, das ist natürlich ein weiter Schritt, aber wir unterstützen ihn dabei, und es ist schön, dass er uns sagt, ich gehe den Weg, und ich mache das, und von dem her, dabei dann auch viel Erfolg.

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