Warum die meisten Menschen nie wirklich Vermögen aufbauen – und was du stattdessen tun solltest
Shownotes
Sparbuch, Copy-Paste-Tipps, der falsche Zeitpunkt – die größten Irrtümer beim Vermögensaufbau, aufgeräumt in einer Folge. Björn erklärt, warum Absicherung vor Rendite kommt, warum Disziplin über Talent gewinnt und warum du nur investieren solltest, was du wirklich verstehst.
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(0:04 - 0:14)
Erfolgreiche Leute labern nicht, erfolgreiche Leute machen. Ich bin Björn Wensch, Finanzstratege, Mentor und Speaker. Hier erwarten dich die Finanzstrategien und Denkweisen, die dich wirklich weiterbringen.
(0:16 - 0:50)
Vermögensaufbau, Riskmanagement, steueroptimierte Entscheidungen und das Mindset, das finanziellen Erfolg erst möglich macht. So wie jeder Spitzensportler einen Trainer braucht, begleite ich Menschen, die wachsen wollen. Kein Gelaber, sondern Klartext.
Erfolg ist planbar und braucht klare Strategie. Wir haben zwar einen sogenannten Sozialstaat, das mag schon sein, aber wie weit man damit kommt, wenn man wirklich morgen mal erwerbsunfähig oder berufsunfähig wird, ist das wieder hingestellt. Hi, willkommen zurück bei Cash mit Köpfchen.
(0:50 - 1:02)
Heute mal wieder eine Sendung mit unserem Marco, der die Alvara Bella heute vertritt. Und der Marco hat, ohne dass ich es weiß, irgendwelche Fragen vorbereitet. Ich bin gespannt, was mich erwartet, was euch erwartet.
(1:03 - 1:12)
Genau, von mir auch einmal herzliches Willkommen. Ich habe heute nämlich zu folgenden Themen wieder Fragen vorbereitet. Es geht einmal ums Investieren und um persönliche Routinen und Entwicklung.
(1:13 - 1:27)
Das heißt, wir starten mal mit dem Investieren, lieber Björn, das wir gleich rein starten. Anlagen für Anfänger, womit fängt man am besten an? Das ist eine ganz gute Frage. Also schon mal ganz wichtig, auf alle Fälle sollten es Sachwerte sein, keine Geldwerte.
(1:27 - 1:46)
Was meine ich damit? Da, wo es Erträge, wo es Renditen gibt, Geldwerte, da gibt es Zinsen oder eben auch keine Zinsen. Sprich, das Sparbuch sagt ja schon, der Name ist ein Buch, das kann man sparen, weil da gibt es eh nichts drauf. Ein Bausparvertrag, ob der heute noch intelligent ist, ob der jemals intelligent war, hat sich auch dahingestellt.
(1:47 - 2:08)
Also spricht am besten mit Investmentfonds. Da ist man breit gestreut, man hat keine Einzelaktie und macht da am besten seine ersten Erfahrungen. Wenn man klug ist, nimmt man sich jemanden an die Hand, der einen dabei betreut, der einen dabei berät, der einen vielleicht vor dem einen oder anderen Fehlinvestment auch bewahrt.
(2:09 - 2:41)
Und ja, das ist so mein Tipp, dass man damit als erstes anfängt. Also konkret, wie du es auch mit verschiedenen Mandanten machst, ich habe es ja schon ein bisschen alles mitbekommen, aber die wenden sich ja gleich am Anfang an dich. Egal, was man vorhat, aber man sagt, hey, man hat vielleicht was auf der Seite, das man nicht anrühren muss und überlegt sich das zu investieren, dann meldet man sich einfach bei jemandem, der sich damit auskennt und ergibt es in, ich sage mal, verlässliche Hände am Ende, oder? Und wenn man es selber in die Hand nimmt, was würdest du da empfehlen? Wenn man es selber in die Hand nimmt, investiere in nichts, was du nicht verstehst.
(2:42 - 3:03)
Das ist mal ein Grundsatz, weil sonst kannst du Geld nehmen, kannst du Gully runterkippen, da ist die Chance vielleicht, dass du irgendwann aus der Klospülung wieder rauskommst, gegeben. Aber ich investiere generell niemals in irgendwie ein Produkt oder in irgendetwas, wo ich es selber nicht verstehe. Dazu sollte man sich vorher erst einlesen, sollte sich informieren, was ist das überhaupt, was für ein Investment-Fonds habe ich.
(3:03 - 3:32)
Es gibt zig unterschiedliche Arten von Investment-Fonds. Es gibt ein Renten-Fonds, hat nichts mit der Rente zu tun, sondern kommt von Rentabilität. Es gibt ein Misch-Fonds, es gibt ein Aktien-Fonds.
Ich bin ein ganz, ganz großer Freund, schon immer gewesen. Klar, aktienorientiert von Aktien-Fonds natürlich, aber man sollte schon auch ein bisschen verstehen, wo und was habe ich hier in meinem Investment und wo bin ich investiert. Also gehe ich auch über Fremdwährung, also investiere ich in US-Dollar, in Schweizer Franken oder in Euro.
(3:33 - 4:00)
Muss nicht gleich am Anfang sein, sondern um das Währungsrisiko zum Beispiel schon mal auszuschalten, würde ich ganz klar sagen, nimm einen auf Euro geführten Fonds, zumindest wenn wir hier vom deutschsprachigen Raum uns unterhalten. Ja, die Schweiz ist auch deutschsprachig, aber ich gehe jetzt mal einfach von unserem deutschen Publikum aus. Nimm einen auf Euro geführt, dann habe ich ein Wechselkursrisiko drin, das kann man schon mal damit ausschalten und informiere dich.
(4:00 - 4:20)
Je mehr Informationen ich habe, desto besser wird nachher mein Investment und unsere Ertragsrechnung. Wichtig, nicht alles auf einem Pferd, sondern auch breit gestreut, diversifizieren nennt man das Ganze, vielleicht auch unterschiedliche Arten. Es kommt auch immer ein bisschen auf die Summe drauf an, wie viel man investieren möchte.
(4:21 - 4:38)
Das ist auch mit ausschlaggebend, wie breit ich nachher gestreut bin und ob ich auch in unterschiedliche Arten der Kapitalanlage umgehe. Okay, dann jetzt dieses Beispiel, das wir mal beim Thema bleiben vielleicht. Ich weiß nicht, jung, selbstständig und bisschen was auf der Seite, aber natürlich auch alles irgendwie ins Unternehmen.
(4:38 - 5:17)
Also ich sehe mich ja auch, ich bin ja selbstständig, ich investiere jetzt nicht konkret in tausend verschiedene Sachen, sondern mit meinem Geld, sondern ich investiere in meine Firma, in mich als Person, in das Wachstum und Sonstiges, was für mich jetzt das perfekte Investment eigentlich ist, weil das ist das, worin ich mich auskenne, wo ich besser werde. So eine solche Art von Investition finde ich natürlich auch interessant, weil es geht ja jetzt nicht nur darum, ich lasse mein Geld anders für mich arbeiten und zwar unter anderem in Prozesse, in Mitarbeiter und natürlich auch, ich sag mal, in die Sachen, die ich besser kontrollieren kann. Also ich hätte jetzt halt keine Ahnung von irgendwelchen Kryptowährungen oder Kapitalanlagen sonst oder Immobilien.
(5:18 - 5:58)
Das heißt, ich fange halt bei mir an, bei den Sachen, die ich mich auskenne. Das wüsstest du schon, Benjamin Franklin, das beste Investment ist immer noch ins eigene Wissen. Das bringt immer noch mit die höchsten Erträge, je mehr Wissen ich habe, desto mehr, wenn ich schlau bin, kann das nachher auch, wie so zu den Materialien, zu Geld machen.
Das ist immer noch das beste Investment, ganz klar. Ja, und jetzt aber nochmal konkret, wenn jetzt jemand wirklich ganz am Start steht, sagt, irgendwie, der ist angestellt und so nebenher einfach starten möchte mit gerade Investments oder sowas oder einfach, sind eben ein bisschen was zurückspart noch. Was würdest du da empfehlen? Also ganz konkrete Schritte.
(5:58 - 6:29)
Also als allererstes muss einmal die Basis stimmen. Die Basis, meine ich, braucht auf alle Fälle einen Einkommensschutz. Dann spricht, wenn ihm irgendetwas passiert, wir haben zwar einen sogenannten Sozialstaat, das mag schon sein, aber wie weit man damit kommt, wenn man wirklich morgen mal erwerbsunfähig oder berufsunfähig wird, das lasse ich dahingestellt.
Da ist man ganz schnell auf dem Niveau Hartz IV oder noch drunter. Also sprich, diese Basis, die muss am Anfang passen. Dafür muss jeden Monat entsprechend Beiträge abgeführt werden.
(6:29 - 6:57)
Das heißt, du sagst erstmal Absicherung. Erstmal die Absicherung, weil es bringt mir nichts, wenn ich zwar anfange zu investieren und hier einen Kapitalaufbau gestalte, wenn morgen meine Einnahmequelle wegbricht aufgrund von Krankheit, von Unfall etc. Da ist man ganz schnell, gerade am Anfang, wo fängt es nicht an, dass man monatlich, das macht vielleicht ein gestandener Unternehmer, dass man monatlich 10, 15, 20.000 Euro in unterschiedliche Assets investiert.
(6:57 - 7:19)
Aber jemand, der am Anfang ist, kann das sicherlich nicht und als Angestellter glaube ich auch eher weniger, dass ihm das überhaupt finanziell möglich ist. Also sprich, am Anfang ist da im Kapitalaufbau sicherlich nicht ganz so viel da, die ersten 5, 6, 8 Jahre. Und wenn ich auf einmal kein Einkommen mehr generieren kann, dann ist das investierte Kapital, wo ich angefangen habe, auch ganz schnell aufgebraucht.
(7:20 - 7:42)
Sprich, um meine monatliche Kosten zu decken, um leben zu können, muss ich mich am Anfang erstmal absichern. Der zweite Punkt sollte auch mal Zeit ist Geld, sagt man. Und das kann jeder mal durchrechnen, wenn er 5 Jahre später anfängt mit einer Absicherung, mit einer Vorsorge fürs Alter, was das dann prozentual oder was das einem vorausmacht.
(7:43 - 8:09)
Das stimmt wirklich, dass Bruchzeit ist Geld, je eher ich anfange, auch in die Zukunft zu denken, früher an später denken und dann zu schauen, welche staatliche oder steuerliche Zuschüsse kann ich hier ausschöpfen, sollte man einfach mit der Altersvorsorge auch anfangen. Und erst danach kommt der eigentliche Kapitalaufbau. Das heißt aber, man muss dafür zusätzlich was erwirtschaften, also Zusatzeinkommen haben, um das noch zu stemmen.
(8:09 - 8:27)
Ich rede jetzt von so einem Beispiel angestellt, irgendwas zwischen 2.000 und 3.000 Euro netto als Beispiel. Man hat davon vielleicht abzüglich allem noch 500 Euro über, die 500 Euro will man anlegen, sparen, was auch immer machen. Man hat so ein bisschen den Grundstock, sowieso schon auf dem Sparkonto vielleicht noch.
(8:27 - 8:48)
Und jetzt konkret mit diesen 200 bis 500 Euro monatlich, die dann nicht wehtun. Sagst du erstmal absichern und wie kriege ich dann das Mehrgeld her, um es dann zu vermehren? Das ist vor allem eine Disziplinsache. Ich kenne ganz viele, die sagen, wenn ich 500 oder 1.000 Euro mehr hätte, dann wäre das leichter möglich.
(8:49 - 8:58)
Das sind auch die Charaktere, da können es 10.000 Euro mehr sein, das reicht am Monatsende doch nicht. Wichtig ist die Disziplin. Das sagen sie auch.
(8:59 - 9:17)
Dann kann man sich mal überlegen, man soll seine monatlichen Ausgaben durchgehen und mal überlegen, brauche ich wirklich Netflix? Heute braucht immer jeder alles, nur weil es der andere hat. Wie viel nutzt es denn wirklich? Also ich sage es ehrlich, ich habe noch nicht mal einen Plan davon, was Netflix kostet. Ich kann nur sagen, was die Aktie kostet, weil klar, die haben wir.
(9:18 - 9:31)
Ich sage immer, ich nutze lieber das, was die Allgemeinheit nutzt. Da habe ich gerne die Aktien davon, weil die Allgemeinheit bezahlt mir einfach die Erträge mit meinen Aktien. Das finde ich super.
(9:31 - 9:37)
Das ist ganz einfaches Denken. Wer daheim nicht trinkt Bier, bekommt lieber Anteile in der Brauerei. Ich mag kein Bier, kommt dazu.
(9:38 - 9:59)
Aber dann kann man sich einfach mal überlegen, bei den monatlichen Ausgaben, brauche ich das wirklich alles? Muss es wirklich das große Auto sein? Oder tut es nicht auch am Anfang ein bisschen kleiner? Klar, ich hätte auch gerne mit 20 schon ein paar Schiffe gehabt, aber ich war zu geizig. Ich habe gesagt, nein, ich will erst meine Immobilien haben, weil die bringen mir wirklich einen Mehrwert. An meine Aktien wollte ich auch nicht unbedingt ran.
(10:00 - 10:07)
Nur, dass ich vielleicht ein cooleres Auto fahre. Mein erstes Auto war eine Dreifarben-Lackierung. Ich war eigentlich der Erfinder vom Harlekin.
(10:09 - 10:19)
Nur es war ein Golf 1, ein bisschen gelb, eine grüne Tür und einen braunen Kotflügel. Das war lustig. Der Blinker wurde ersetzt, der Schalter wurde ersetzt durch einen Schraubenzieher.
(10:19 - 10:29)
Hat auch funktioniert. Und je nachdem, ob der Scheibenwischermotor nass war oder nicht, hat er funktioniert oder nicht. Notfalls habe ich auch noch einen Stück gehabt, dann hat es auch funktioniert.
(10:29 - 10:43)
Klar, geht heute so nicht mehr, würde wahrscheinlich bei jeder Kontrolle das Fahrzeug stillgelegt. Aber ich muss einfach eins sagen, brauche ich immer das Allerneueste. Die ganze Gesellschaft ist ja dazu erzogen worden, ganz ehrlich.
(10:44 - 11:08)
Der dümmste Zug nach der Finanzkrise, das ist meine persönliche Meinung, war damals die sogenannte Abwrackprämie. Wo die Frau Merkel eingeführt hat, also unter der Regierung von Merkel, dass jeder 5.000 Euro kriegt, wenn er sich ein neues Auto kauft. Es wurden Leute dazu verführt, wirklich funktionierende Dinge einfach zu entsorgen, nur weil sie 5.000 Euro gekriegt haben für ein neues Auto.
(11:09 - 11:28)
Brauche ich immer das Neueste. Ich bin da eher der Freund, ich baue mir erst mal Vermögen auf und lebe dann lieber von den Erträgen. Dann kann man sich auch überlegen, habe ich so einen klassischen 9-to-5-Job, also ich meine wirklich 9 Stunden am Tag, 5 Tage die Woche, kann ich vielleicht auch nebenbei was machen.
(11:29 - 11:54)
Kann ich nebenbei Geld verdienen und sage, okay komm, das was da reinkommt, das nehme ich einfach, um mein Kapitalaufbau nach vorne zu bringen. Das mache ich mal ein, zwei, drei Jahre, dann kaufe ich vielleicht mal schon die erste Immobilie, aus der ich wirklich noch einen Wertzuwachs habe, aus der ich auch wirklich Steuervorteile generieren kann. Das ist alles immer ein bisschen eine Disziplinsache.
(11:55 - 12:11)
Am Ende ist es wirklich, das können ein, zwei, drei Jahre durchziehen, Disziplin jetzt sein, und am Ende musst du nie wieder drüber nachdenken. Die Leute sind nicht bereit, mal 5-7 Jahre Vollgas zu geben. Vollgas meine ich 80-90 Stunden die Woche, um danach ein Leben zu führen.
(12:11 - 12:23)
Das ist sicherlich etwas angenehmer. Das will zwar jeder, aber es sind nur ganz wenige bereit, diesen Weg am Anfang auch zu gehen. Wenn es einfach wäre, dann könnte es ja jeder.
(12:23 - 12:53)
Lass uns nochmal konkretisieren, also diese 500 Euro, die über sind, du würdest sagen, okay, absichern, ich sag mal, Rentenversorgung, nicht Rentenversorgung, wie hast du es genannt? Nein, nein, nein, kein Rentenversorgung, bitte, kein Rentenversorgung. Das ist übrigens ja auch keine Anlageempfehlung, aus haftungsrechtlichen Gründen. Aber einfach die 500 Euro vernünftig verteilen, auf drei, vier unterschiedliche Investmentfonds vielleicht, oder auch Beteiligungen, je nachdem, wenn man nur ein bisschen, wirklich einen Einmalbeitrag hat, um gleich von Anfang an rein zu investieren.
(12:53 - 13:16)
Und sich einfach auch einlesen in die Dinge. Das war das Plan 2, wirklich auch in zwei Jahren, gell? Wirklich, das Beste ist, du hast jemanden an deiner Seite, der dich bei dem Weg begleitet. Mit dir das geht, der aber auch nicht nur vorkaut, wo soll ich das jetzt rein investieren, sondern mit dir das Ganze auch durchdiskutiert, weil nur dann habe ich auch einen Lerneffekt.
(13:17 - 13:51)
Und sagst du, dieses Copy-Paste, also das, was andere, ich sag mal, auf Social Media teilen und machen und Empfehlungen geben und sagen, guck mal, investiere ich hier in der Saison so viel Wachstum und diese ganzen Tipps und sowas, was hältst du davon, dieses Copy-Paste, das gleiche machen, was der Kumpel macht? Ja, genau, der Kumpel ist genauso weit wie ihm im Normalfall, wenn ich mich im gleichen Umfeld bewege. Ein Ei kann immer nur von der Henne lernen, aber nicht so ein Ei kann einem anderen Ei was beibringen. Das sag ich immer wieder, da unterhalten wir uns unter Arbeitskollegen, kann man ja machen, das ist ja ganz lustig.
(13:52 - 14:23)
Ich sag immer, ich seh ganz gern erstmal von jemandem wirklich die Erträge, was er wirklich hat, dann kommt eines dazu, viele zeigen immer, was hat ein Investmentfonds oder was hat eine Beteiligung in der Vergangenheit gemacht. Jetzt sind wir mal wirklich bei den Investmentfonds, was interessiert mich, die Vergangenheit, an der Börse wird Zukunft gehandelt, Ende. Da interessiert mich gar nichts aus der Vergangenheit, weil mich interessieren ganz andere Kennzahlen, das gegangene Risiko ins Verhältnisgesetz zum möglichen Ertrag, mich interessieren die TER, also was kostet mich das Investment im Gesamten.
(14:23 - 14:46)
Das sind für mich wesentlich wichtigere Zahlen, als das, was in der Vergangenheit gemacht wird. Was heute nur sexy war, kann morgen komplett out sein, weil es nicht mehr gebraucht wird. Ganz einfach, wo liegen in der Zukunft gesehen die Chancen, Erträge zu generieren, in welche Märkte? Ich werde zurzeit ganz häufig gefragt, ist der richtige Zeitpunkt zum Investieren? Sei das die falsche Frage.
(14:47 - 15:14)
Es ist immer, jede Stunde, jeder Tag, ist der richtige Tag, um zu investieren. Die Frage muss aber lauten, in welche Märkte, in welche Branchen, wo investiere ich? Wir können das perfekt überleiten, finde ich, zur persönlichen Entwicklung und Routinen, weil ein Learning, das ich von dir schon habe, das haben wir auch schon im Podcast mitgegeben, oder du, besser gesagt, noch auf Social Media, und zwar dieses an Monatsanfang investieren. Also dann, wenn die Kohle noch da ist, direkt weg.
(15:14 - 15:21)
Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Und das ist auch wieder ein Teil der Disziplin. Disziplin schlägt über Talent.
(15:22 - 15:29)
Ich höre ganz oft, wenn am Monatsende etwas übrig bleibt. Komischerweise ist am 20. vom Monat Geld Ende, aber noch vier Monate übrig.
(15:29 - 15:48)
Also es bleibt finanziell nichts übrig zum Investieren. Sprich, ich muss wirklich gleich am Anfang vom Monat das, was ich investieren möchte, wegtun. Und da rein sparen, rein investieren, wo ich eben meinen Kapitalaufbau mit betreibe.
(15:48 - 15:54)
Auch so ein Thema. Dann gibt es eine Gehaltserhöhung. Das ist für mich eigentlich mit der wichtigste Tipp.
(15:55 - 16:17)
Bisher kam ich ja mit dem Gehalt auch klar. Warum soll es denn in der Zukunft nicht gehen? Schön, wenn ich eine Gehaltserhöhung bekomme, wenn ich vernünftig ausrede, nicht von 50 oder 70 Euro, sondern wenn ich 300, 400, 500 Euro mehr bekomme. Mach vom allerersten Monat, wo die Gehaltserhöhung kommt, von dem, was netto davon hängen bleibt, 50 Prozent auf die Seite.
(16:19 - 16:23)
Und die anderen 50 Prozent darfst du für dich verwenden. Damit darfst du dich ja auch belohnen. Du hast ja was geleistet.
(16:23 - 16:42)
Es geht ja nicht um sonst eine Gehaltserhöhung. Wobei manche bringen es halt einfach tariflich bestimmt, egal ob sie Leistung bringen oder nicht. Aber im Normalfall kriegt eine Gehaltserhöhung zumindest in familiengeführten Unternehmen oftmals dann, wenn ihr auch entsprechend Leistung, Mehrverantwortung, ein tolles Projekt beendet habt oder auch eine Bonuszahlung.
(16:42 - 16:50)
Nimm doch einfach 50 Prozent. Besser ging es auch auch ohne. Nimm die 50 Prozent, wo netto übrig bleiben, um dein Investment auszubauen.
(16:50 - 17:00)
Die anderen 50 Prozent kannst du dich wegen mir mit zweimal mehr Kino oder Sensuals belohnen. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Direkt am Monatseinfang.
(17:00 - 17:16)
Vielleicht gerade zu diesem Routinenthema. Mein Learning war eigentlich, wenn ich mir was einleiten will, hey, ich baue mir das in meine Routine mit ein. Ich lese einfach dreimal die Woche abends irgendwie einen Artikel, ein Buch oder irgendein Thema oder schaue mir ein Video an zu den Bereichen, in denen ich schlauer werden möchte.
(17:16 - 17:30)
Zum Beispiel bei uns war es ein bisschen Mitarbeiterführung. Davor war es bei mir auch einfach das Thema Persönlichkeitsentwicklung und, und, und. Was gibt es da noch für Routinen? Das habe ich jetzt für mich entdeckt, wo du sagst, das fällt einem dann leichter.
(17:31 - 17:47)
Ich vergleiche das immer bei Vorträgen, bei Seminaren mit einem Leistungssportler, der seinen Muskelaufbau macht. Es ist alles in dem Bereich immer ein Muskelaufbau. Je häufiger ich trainiere, umso mehr wird es nachher zur Routine.
(17:48 - 18:36)
Und je häufiger ich Vorgänge wiederhole und mache, ich komme ja ursprünglich aus dem Skisport, bei uns hat es einmal geheißen, bis du einen Schwung beim Skifahren wirklich perfekt umgestellt hast, brauchst du etwa tausendmal den Vorgang, bis die Synapsen im Kopf so verbinden, dass es nachts um halb drei aus dem Schlafhaus funktionieren würde. Und deswegen, klar, die ersten zwei, drei, vier Monate tut es vielleicht noch weh, wenn man das sieht, war er schon wieder weg. Viel wichtiger ist, dass du dich dann auch nicht in Versuchung kommen lässt, an das Geld heranzugehen, das Geld zu behalten.
(18:37 - 18:55)
Und nicht heranzugehen, ich habe ja notfalls, wenn es sein muss, das ist deine eierlegende goldene Gans, an die gehst du nicht ran, egal was die Papperin redet, egal was die Frau redet, egal wer was sagt, nein, da gehe ich einfach nicht ran. Ende. Das regt ja auch an, andere Öffentlichkeiten zu finden.
(18:55 - 19:03)
Also natürlich im legalen Rahmen und Bereich. Natürlich. Aber sowas wie, hey, ich versuche mir da was aufzubauen und ich lerne ja nur, indem ich es tue.
(19:03 - 19:14)
Richtig. Ich muss investieren, um schlauer zu werden, um Resonanz daraus zu ziehen. Das heißt, mach das und dann, Augen zu und durch, versuche mehr herzuholen, um es wieder investieren zu können.
(19:14 - 19:42)
Und jetzt sage ich mal, aktuell bieten sich ja gigantische Möglichkeiten. Ich gehe jetzt mal hier so, bitte, bitte, keinerlei Anlageempfehlung, aber es gibt hier so, aus Zuffenhausen kommt ein Sportwagenhersteller, da könnte man sich vielleicht mal umschauen, ob das vielleicht derzeit auch wirklich als Einzelinvestment interessant ist. Man könnte sich vielleicht mal auf dem US-amerikanischen Markt einen großen Sportartikelhersteller anschauen, der gerade sehr lukrativ ist.
(19:44 - 20:21)
Und der Massengedanke, wie die Masse tickt, das hat es mir so in den letzten 6-8 Wochen gezeigt. Wir alle kennen den Börsengang von X-Space, war vielleicht interessant, weil es der Elon Musk war, aber wie viele Anrufe habe ich aus Mandantenkreise bekommen? Sollen wir da zeichnen? A, du musst erst mal einen Zugang kriegen, dass du da zeichnen konntest, und B, ganz ehrlich, ein Unternehmen, wo über 34 Milliarden Verluste hat, da überlege ich mir dreimal, ob ich auch bloß einen halben Cent reininvestiere. Da sieht man also, wie dumm die Menschheit eigentlich ist.
(20:22 - 20:32)
Er hat das nicht mit schneller Geld getrieben. Richtig, schnell das Geld ist, aber schnell weg. Und wenn man jetzt mal den Kurs anschaut, was war nach dem Börsengang? Wo ist er abgesackt? Kann sich jeder anschauen.
(20:33 - 20:43)
Ich weiß nicht, ob das so das cleverste Investment dann war. Aber ein paar Leute haben sehr viel Geld damit verdient, aber die wenigsten. Aber ich hätte schon gar nicht dran gedacht.
(20:45 - 20:55)
Ich hatte es gestern mit unserem Azubi. Der hat mich auch gefragt, was ich so von der technischen Analyse halte. Da muss ich sagen, ich bin ein bisschen eher konservativ.
(20:56 - 21:06)
Ich gehe nach dem Knall, harten Zahlen und Fakten. Veröffentlichte Bilanz lügt im Normalfall nicht. Und dann auch gewisse Soft Skills, wo es drauf ankommt.
(21:07 - 21:24)
Und da schauen wir die an. Ich bin nicht der Klassische, der nach irgendwelchen Charts oder irgendetwas tradet. Sondern ich bin ein großer Freund von Warren Buffett und mich fragt heute jeder oder viele, nicht jeder, aber viele, wie kann ich schnell reich werden? Das fragen mich aber die wenigsten.
(21:24 - 21:40)
Wie kann ich kontinuierlich, gleichmäßig Wertzuwächse Jahr von Jahr erwirtschaften? Und das ist nochmal der erfolgreiche Schritt. Kann jeder sich mal damit beschäftigen. Warum ist Buffett da, wo er ist? Ihr habt gewisse Aktien, da interessiert mich überhaupt kein Kurs.
(21:41 - 21:51)
Weil ich sage, die Dividende ist für mich wesentlich wichtiger, die ich die letzten 30 Jahre gekriegt habe. Das ist mir völlig egal, wo die Aktie steht. Weil es sind eh Aktien, die ich nicht verkaufe.
(21:51 - 21:57)
Wo ich sage, die Dividende macht es aus. Und die dann möglichst schnell wieder rein zu investieren. Auch das ist so ein Thema.
(21:58 - 22:08)
Auch vielleicht ein Tipp. Es gibt unterschiedliche Arten der Gewinnausschüttung im Investmentbereich. Da gibt es auch welche, die besser sind und die schlechter sind.
(22:08 - 22:20)
Einfach das Thema Kapitalertragsteuer mal ein bisschen berücksichtigen. Und auch das ist zum Beispiel von uns ein Ansatz, wo wir darauf achten, welche Investmentfonds wähle ich denn aus. Ich würde jetzt vielleicht noch einmal zusammenfassen.
(22:21 - 22:35)
Alle Tipps, die wir heute aus der Folge mitnehmen können, ist Anfang vom Monat investieren. Also dass man sich einfach gar nicht erst daran gewöhnt, dieses Mehrgeld zu haben. Sondern das als Anregung vielleicht einfach zu nutzen, damit zu starten, so früh wie möglich zu starten und sich damit auseinandersetzen.
(22:36 - 22:40)
Im Optimalfall erst in sich selbst investieren. Das ist nämlich einer der besten Wege. Zum Beispiel in Bildung.
(22:41 - 22:50)
Also gerade Weiterbildung, vielleicht gerade in den Themen. Oder Weiterbildung im Job, dass man eben noch was nebenher vielleicht machen kann. Oder wie man sich selbstständig macht.
(22:50 - 23:02)
Oder, oder, oder, wenn man nicht schon ist. Wenn man sich selbstständig macht, gibt es wieder so ein Riesenumfeld, wo man viel, viel, viel, viel, viel mehr in sich selbst investieren kann auch. Und da sind auch die wenigsten an sich prozentual.
(23:03 - 23:14)
Dann einen verlässlichen Ansprechpartner suchen, wenn man das wirklich professionell angehen möchte. Und natürlich auch das Risiko dadurch minimieren, dass man es eben sich nicht selber anlernen muss, sondern einfach einen verlässlichen Ansprechpartner hat. Im Optimalfall ein Mentor.
(23:15 - 23:29)
Björn, ich weiß, du bist auch Mentor, deswegen natürlich nicht für jeden. Aber das ist auch zu erwähnen. Also der Björn macht das nicht aber frei Schnauze den ganzen Tag über, sondern da gehören schon ausgewählte Leute, Menschen dazu, die wirklich, wirklich was bewegen wollen.
(23:29 - 23:37)
Sich entwickeln wollen. Zumindest kann ich so viel schon von den Kenntnissen, die ich habe, sagen. Und am Ende auch seinen eigenen individuellen Weg gehen.
(23:37 - 23:48)
Also niemanden kopieren, der einfach, ich sage mal, auf demselben Level ist. Man kann es natürlich von dem weiter oben viel abschauen, wenn man es so in der Hierarchie betrachten möchte. Aber da gilt halt auch, man muss ja seinen eigenen Weg finden.
(23:49 - 23:56)
Man muss sich ja auch auskennen mit der Thematik beschäftigen. Und am Ende ist es ja, also ich kenne es jetzt nur von dir. Das ganze Learning habe ich durch dich, Björn.
(23:56 - 24:06)
Aber am Ende muss ich das machen, was ich gut kann und was ich steuern kann. Weil ich kann halt sonst ins Casino gehen, Glück haben. Oder man kann auch gut Pokerspielen.
(24:06 - 24:16)
Es gibt auch professionelle Pokerspiele, aber trotzdem gehört da natürlich noch viel Geld. Man sollte einfach auch unterscheiden, wie ich spekuliere oder wie ich investiere. Der Unterschied ist ganz einfach, bei einer Spekulation mache ich eine Wette.
(24:16 - 24:31)
Wenn das einer möchte, machen wir zusammen einen Termin aus, gehen nach Baden-Baden, gehen mit 5.000 oder 10.000 oder 20.000 Euro da rein. Dann gehen wir mit mehr raus oder wieder weniger. Wenn man genügend wirklich übrig hat, dann kann man ruhig im Augenblick sagen, Björn, ab, Feuer.
(24:32 - 24:41)
Hopp, all the top. Da weiß ich aber, die heulen nachher nicht rum, wenn auch mal 50.000 weg sind. Oder jammern dem nach oder sind darauf angewiesen.
(24:41 - 25:02)
Ist das Teil einer Strategie? Es ist einfach, wir haben notfalls eine schöne oder tolle Verlustzuweisung und können es gegenrechnen. So weit muss ich dann erst einmal sein. Was wirklich für unsere, sagen wir mal Beginners, sage ich jetzt nicht für Anfänger, sondern ich mag das Wort Anfänger nicht so, sondern für Beginner oder die, die sich damit anfangen zu beschäftigen, was auch sehr hilfreich ist.
(25:02 - 25:22)
Setz dich mal ruhig 2, 3, 4 Stunden hin, mach dir ein sogenanntes Vision Board. Wie könnte dein Leben ab einem gewissen finanziellen Polster, wenn du von den Erträgen lebst, von den Mieteinnahmen etc., wie könnte dein Leben aussehen? Am Anfang mag ich das Vision Board. Ich finde es wunderbar.
(25:22 - 25:26)
Mein Junior ist jetzt gerade elf geworden. Ich habe mit ihm schon ein Vision Board gemacht. Da war er drei.
(25:27 - 25:34)
Das sah natürlich etwas anders aus, wie jetzt sein Vision Board von letztem Jahr. Die Entwicklung kann ich mir vorstellen. Das ist super.
(25:34 - 25:44)
Klar, alleine von den Fähigkeiten, vom Können her, vom Wissen. Ein Kind lernt ja brutal schnell in einer sehr kurzen Zeit. Da verändert sich immer wieder was.
(25:45 - 26:05)
Genauso wird sich aber auch dein Vision Board vielleicht nicht vom Kunstvollen her, aber von den unterschiedlichen Dingen her entwickeln. Das kann sicherlich hilfreich sein. Was vielleicht auch hilfreich ist, ich habe das nicht gemacht, habe aber mit jemandem vor drei, vier Jahren darüber diskutiert.
(26:05 - 26:19)
Er fand den Ansatz gar nicht schlecht. Man darf sich ruhig auch von seinen Erträgen mal zehn, 15 % nehmen und sich dann mit etwas ganz Besonderem belohnen. Das mag ein toller Kugelschreiber sein von vielleicht einer etwas exklusiveren Marke.
(26:21 - 26:33)
Etwas tägliches, wo man jeden Tag merkt, man kriegt etwas zurück, dass man es tut. Genau. Ich habe das bei mir nie gemacht, weil ich gesagt habe, ich will so viel investieren, bis ich so leben kann, wie ich heute lebe.
(26:33 - 26:48)
Das kann sehr hilfreich sein, der Vision Board. Der Mensch lernt immer auch durch Visualisieren. Das ist immer sehr lustig bei Seminaren, wenn ich die Frage stelle, was fällt einem bei Kalifornien? Da sagt mir jeder, Golden Gate Bridge, Sonne, Palmen, Strand.
(26:49 - 26:58)
Das buchstabiert aber keiner. Das Wort mit K, A oder C, A, je nachdem, wie man es schreibt, findet keiner an, das Wort zu buchstabieren. Deswegen lernt der Mensch über Visualisieren.
(26:58 - 27:26)
Und wenn man dann hier wirklich so ein kleines Vision Board oder größeres oder so, wie es braucht, macht, oder das Traumauto bei den Männern oder die Traumschuhe bei den Frauen oder das Traumkleid oder das Traum... Also wirklich träumen sie ja dazu, um sie in Realität umzusetzen. Vielleicht das Domizil, wo ich mal in den Urlaub hin möchte. Oder einmal, statt vielleicht zweiter Klasse Business Class zu fliegen.
(27:27 - 27:41)
Dann wird es vielleicht auch noch mal ein bisschen leichter, sich daran zu gewöhnen, dass am Monatsanfang einmal gewisse Euro-Beträge nicht mehr da sind, sondern was sie immer stehen. Gut, dann vielen, vielen Dank, lieber Björn. Ich habe natürlich noch unzählige Fragen.
(27:41 - 27:49)
Deshalb, liebe Leute, schaltet nächstes Mal wieder ein bei Kästchenköpfchen. Bis dahin. Jawohl, Marco, ich sage ganz herzlichen Dank.
(27:49 - 27:52)
Und euch auch dann vorab ein schönes Wochenende.
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