Investieren ohne Plan? Der größte Fehler vieler ETF-Anleger

Shownotes

ETFs gelten für viele als der einfache Weg zum Vermögensaufbau. Günstig, transparent und schnell abgeschlossen. Doch ist das wirklich die beste Strategie für langfristigen finanziellen Erfolg?

In dieser Folge spreche ich darüber, warum der aktuelle ETF-Boom kritisch hinterfragt werden sollte, welche Unterschiede es zwischen ETFs, gemanagten Fonds und Einzelaktien gibt – und weshalb viele Anleger gar nicht genau wissen, worin sie eigentlich investieren.

Außerdem geht es um die grundlegenden Prinzipien erfolgreichen Vermögensaufbaus: Geduld, klare Strategie, ein realistisches Risikoverständnis und vor allem ein bewusstes Mindset im Umgang mit Geld.

Ich erkläre unter anderem:

  • warum der MSCI World oft weniger „weltweit“ ist als viele glauben
  • weshalb aktives Management in bestimmten Marktphasen Vorteile haben kann
  • welche Rolle Dividenden beim langfristigen Vermögensaufbau spielen
  • warum Investieren auf Kredit ein absolutes No-Go ist
  • und warum finanzieller Erfolg oft schon im kleinen Umgang mit Geld beginnt

Eine Folge für alle, die ihr Geld nicht einfach nur anlegen wollen – sondern verstehen möchten, wie Vermögensaufbau wirklich funktioniert.

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Transkript anzeigen

Folge12 final

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(0:04 - 0:14)

Erfolgreiche Leute labern nicht, erfolgreiche Leute machen. Ich bin Björn Wensch, Finanzstratege, Mentor und Speaker. Hier erwarten dich die Finanzstrategien und Denkweisen, die dich wirklich weiterbringen.

(0:16 - 0:53)

Vermögensaufbau, Riskmanagement, steueroptimierte Entscheidungen und das Mindset, das finanziellen Erfolg erst möglich macht. So wie jeder Spitzensportler einen Trainer braucht, begleite ich Menschen, die wachsen wollen. Kein Gelaber, sondern Klartext.

Erfolg ist planbar und braucht klare Strategie. 90% von derer, die in ETFs drin sind, wissen überhaupt nicht, was eigentlich in dem jeweiligen ETF für Unternehmen drin sind oder wie ein Index es abbildet oder wo sie eigentlich wirklich investiert sind. Thema ETFs, die sind ja in aller Munde.

(0:55 - 1:10)

ETFs, ich weiß, das ist so das große Thema der letzten zehn Jahre. Sie haben hundertprozentig ihre Datensberechtigung, das ist richtig. Trotzdem bin ich nicht ganz derjenige, der überzeugt ist von ETFs.

(1:11 - 1:46)

Das heißt nicht, dass sie nicht auch Erträge bringen, aber ein gemanagter Fonds, also ein normaler Investment, auch ETFs sind normale Fonds, aber unserer gemanagten Fonds bin ich mehr davon überzeugt, weil Hintergrund beim ETF, er bildet einen Index ab, er bildet eine Branche ab, er bildet einen Markt ab. Man muss den immer beibehalten, egal ob die Märkte steigen oder fallen und der gemanagte Fonds kann anders agieren. Das ist der einfache Hintergrund, auch wenn es immer heißt, bei den ETFs habe ich keinen Ausgabeaufschlag.

(1:46 - 2:11)

Ich sage, da muss ein bisschen ein Denken, ein Umdenken mal stattfinden. Für mich ist nicht entscheidend sinnbildlich, was ich vorne in die Ende reinschiebe, sondern entscheidend ist, was kommt hinterbei raus aus der Ende. Und von dem her, also mit ETFs, sie haben ihre Datensberechtigung, der Klassiker natürlich bei den Deutschen, der MSCI World.

(2:14 - 2:58)

Wenn viele mal wirklich reinschauen würden, was sie da eigentlich haben, dass es eigentlich eher ein sehr, sehr Nordamerikalastiger, verkappter Technologiefonds ist, obwohl sie eigentlich glauben, sie sind weltweit investiert, dann lasse ich so die Frage offen, ob das wirklich so ist. Wenn man sich wirklich mal mit dem ETF beschäftigt und in den genauen schaut, dann werden viele feststellen, oh, mag zwar weltweit investieren, aber sicherlich prozentual ist er schon sehr Nordamerikalastig und ist sehr technologiebasiert. Also von dem her, ja, das ist zu ETFs zu sagen.

(2:59 - 3:24)

Es kam dazu auch schon öfter die Aussage, ja, da brauchst du ja keinen Finanzstrategen dazu. Hol dir ETFs in dein Depot und lass sie laufen. Gebe ich recht, ja, da brauche ich keinen Finanzstrategen, das ist richtig, nur wir können sogar nachweisen, dass wir mit unseren Depots, die gemanagt sind, bessere Erträge haben, höhere Erträge haben, wie jemand, der glaubt, er macht alles selber.

(3:24 - 5:16)

Natürlich gibt es immer wieder Ausnahmen, dass auch mal ein ETF-Depot vielleicht bessere Schimmelerträge hat, das mag richtig sein, nur ich muss mich, wenn ich wirklich vernünftige Erträge haben möchte, eigentlich tagtäglich damit beschäftigen, wo investiere ich jetzt gerade wieder, ganz frisch aktuell, unseren Nahostkonflikt, wo investiere ich, wie reagiere ich, wie reagieren die Märkte. Jeder sagt zwar, boah, Krieg ist furchtbar, ja, da gebe ich recht, Krieg ist furchtbar, aber wo investiere ich denn jetzt aktuell. Also von dem her, mit ETS, man kann damit schon auch Renditen erzielen, keine Frage, nur viele haben keinen Bock, sich permanent damit zu beschäftigen, ja, und das ist halt ein Satz bei uns, wir verdienen nur in dem Moment Geld, wenn auch der Mandant entsprechende Renditen macht, macht der Mandant keine Renditen, ja, dann verdienen auch wir kein Geld, also spricht man einen ganz anderen Ansatz von der Vorgehensweise und ein ganz anderes Interesse.

Also klar kann jeder mit ETS, bei Sparplänen muss man sowieso, auch das ist so ein zweischneidiges Schwert, ja, weil beim Sparplan, ich investiere ja da, wo ich glaube, dass die Rendite zunimmt, dass sie hoch ist, ich habe immer einen fixen Betrag bei einem Sparplan und erwerbe dann, wenn ich richtig investiert bin, immer weniger Anteile. Man switcht sich vielleicht auch mal um, ja, und auch im Investmentbereich sage ich, uralter Kaufmannsspruch, im Einkauf liegt der Gewinn, nicht im Verkauf, ja. Wenn ich entsprechend günstig, tief einkaufe, ist der Ertrag höher, wie wenn ich nur oben mit Gewinn verkaufe.

(5:16 - 5:48)

Also das, aber das ist eine individuelle Sache und das ist auch wieder von jedem persönlich, der eine sagt, ja, mir macht das Spaß, ich mache das und viele sagen halt, ne, ich möchte mich damit eigentlich nicht permanent selber beschäftigen. Also von dem her, ist ein Thema, da kann man lange drüber streiten. Jetzt kommen schon die ersten Investmentbanken, war vor 14 Tagen mal in einem Newsletter drin, die eben sagen, okay, ETS nur noch kostenfrei, etc., geht nicht mehr bei uns, ja.

(5:49 - 6:13)

Wir haben überlegt, dass auch darauf Gebühren entfallen sollen. Okay, warten wir mal und schauen wir mal, weil eins muss auch klar sein, hören wir immer wieder meinen, da brauchst du ja wenig, wenn die jetzt was machen, dann verdienst du ja Geld, ach, komisch. Ich kenne kaum jemanden, weil Sklaverei ist in Deutschland schon lange verboten, ja, aber ich kenne keinen, der umsonst arbeitet.

(6:14 - 6:33)

Aber komischerweise, in der Finanzbranche soll immer alles umsonst sein. Das gleiche, ja, Familie, Gründerfamilie gehört mit zu den vermögensten Personen, obwohl alles so günstig da ist, aber die dafür arbeiten auch nicht umsonst. Also kann sich jeder mal selber seine Gedanken drüber machen.

(6:34 - 6:44)

Ja, das stimmt. Habt ihr dann ETFs auch eigentlich hier mit im Portfolio, oder? Ganz, ganz selten. Wir bauen das schon immer mit ein, aber eher selten.

(6:45 - 7:16)

Das müssen dann schon absolute Ausnahme-ETFs sein, wo einfach von der Depotsstruktur her passen, aber eher nein. Ich meine, eins ist auch klar, den optimalen Zeitpunkt beim Einstieg von Investmentfonds gibt es nie, um das ganz offen zu sagen, ja. Es gibt bessere Einstiegszeitpunkte und es gibt etwas schlechtere Einstiegszeitpunkte, aber zu sagen, es ist der optimale Zeitpunkt, der wirklich perfekte, gibt es nicht.

(7:16 - 7:32)

Ich brauche eins bei Investment, überhaupt ein bisschen Geduld, Zeit und Geld. Ganz einfach. Und ich sage mal, der Weitblick fehlt ja dann trotzdem in dem Sinne, dann spart man sich vielleicht mit dem ETF was an, aber das Ganze drumherum, von dem du mal erzählst, fehlt ja dann trotzdem.

(7:33 - 8:10)

Ich behaupte, ohne irgendwelche wissenschaftlichen Hintergründe oder sonst was, 90% von derer, die in ETFs drin sind, wissen überhaupt nicht, was eigentlich in dem jeweiligen ETF für Unternehmen drin sind oder welchen Index es abbildet oder wo sie eigentlich wirklich investiert sind. Es ist ja ganz häufig so, die Erfahrung mache ich immer wieder bei Beratungsgesprächen, der eine Kollege unterhält sich mit dem anderen. Da sage ich immer, jetzt musst du mal eins überlegen, ist der so viel mehr finanziell frei wie du oder ist der so auf dem gleichen Level? Also das eine Ei berät das andere.

(8:11 - 8:34)

Das kann nicht so ertragsreich sein, sondern ich lerne immer gern von denjenigen, die bereits dort sind, wo ich vielleicht hin möchte. Und das ist meistens etwas ertragsreicher, als wenn der eine oder andere berät, obwohl es eigentlich in der gleichen Situation ist. Aber da muss auch jeder für sich selber entscheiden, wie es da so geht.

(8:34 - 8:48)

Und so den Unterschied zu Aktien, da war auch noch die Frage mit dabei. Das ist eine gute Frage. Jeder hat ein eigenes Risiko, ein persönliches Risikoempfinden.

(8:49 - 9:17)

Wenn ich gestandene Unternehmen nehme, im Aktienbereich, also ich sage, ich habe Aktien, da interessiert mich überhaupt nicht mehr, wo der Kurs ist. Es gibt ein Grundsatz, wo ich sage, das ist altkonservativ hergebracht, aber Aktien, wo ich nicht bereit bin, sie 10 Jahre zu halten, da brauche ich keine 10 Sekunden drüber nachdenken, ob ich sie kaufe. Und ich habe Aktien, die liegen seit 30 Jahren bei mir im Depot.

(9:17 - 10:24)

Da interessiert mich überhaupt kein Kurs, weil ich mir einzigfaches an Dividendenausschüttungen, und ich bin ein großer Freund von Dividenden, weil es eine wirkliche Stärke ist, da interessiert mich nicht, ob die Aktien heute 80 Euro werden, schon morgen 30, weil ich so viel mit der Aktie verdient habe über Dividenden, dass mich ein Kurs so überhaupt nicht mehr interessiert. Es heißt ja auch immer in den Berichten, in der Bilanz, etc., die Dividendenrendite, das sage ich auch immer, das ist die allgemeine, aber jeder Mensch hat eine eigene eigentlich, weil es kommt darauf an, zu welchem Kurs habe ich sie gekauft, und wie viel prozentual entspricht meiner Rendite oder meiner Dividende, die ich bekomme, das ist eine individuelle Dividendenrendite. Also auch da, was ist Risiko, was ist Risiko? Ich höre ja ganz oft, gerade bei Investmentgesprächen, na ja, da kann alles zusammenbrechen.

(10:25 - 10:49)

Dann sage ich jetzt mal ein ganz nettes Anführungszeichen-Spiel, ich stehe morgens auf, warum? Weil mein iPhone klingelt. Also ich nehme das iPhone ans Wecker, mit dem iPhone habe ich schon mal die erste Aktiengesellschaft in der Hand, die ich morgens benutze. Ich mache mein Licht an, na ja, der Stromlieferant ist im Normalfall eine Aktiengesellschaft, die Birne hier oben ist eine Aktiengesellschaft.

(10:50 - 11:11)

Ich gehe weiter, wenn ich alleine überlege im Bad drin, wie viele unterschiedliche Dinge ich benutze, die von einer Aktiengesellschaft hergestellt werden. Ich gehe in meine Kaffeemaschine, Aktiengesellschaft. Der Kaffee, der reinkommt, im Normalfall auch, gut, wir haben einen sehr speziellen Kaffee, das ist tatsächlich keine Aktiengesellschaft, aber bei vielen ist es eine Aktiengesellschaft.

(11:11 - 11:25)

Die Kleider, die ich anziehe, sind große Zusammenschlüsse in Form einer Aktiengesellschaft. Ich gehe raus, setze mich in mein Auto, Aktiengesellschaft. Ich brauche Benzin, Mineralölgesellschaft, Aktiengesellschaft, also wo ich drauf raus will.

(11:26 - 11:40)

Wir benutzen am Tag zwischen zweieinhalb und dreitausend unterschiedliche Artikel von Aktiengesellschaften, die sollen alle zusammenbrechen. Wir benutzen es tagtäglich, haben aber Schiss davor, uns an diesen Unternehmen zu beteiligen. Das ist eigentlich pervers.

(11:42 - 12:03)

Da kann jeder auch mal wieder drüber nachdenken, wie gefährlich wohl lauter Aktiengesellschaften sind. Aber darüber macht sich der Infobauer keine Gedanken, dass er eigentlich permanent Dinge von Aktiengesellschaften in der Hand hat. Wenn ich sage, ich bin nicht ganz so extrem risikoaffin, dann gehe ich halt über Investmentfonds.

(12:04 - 12:20)

In einem Investmentfonds ist natürlich wesentlich breiter gestreut. Und da sind auch lauter Aktiengesellschaften drin, wenn ich ein Aktienfonds nehme. Also vielleicht eine generelle Aussage.

(12:21 - 12:42)

Was wird ja auch gefragt. Immer wieder mal haben wir das so drei, vier Mal im Jahr, wo ich sage, wenn da ein Berater sagen würde, ja mach das so, das grenzt an Selbstmord. Soll ich einen Kredit aufnehmen und damit investieren? Das ist absolutes No-Go.

(12:43 - 13:12)

Kann man machen, wenn man entsprechend sieben-, achtstelligen Background hat. Dann kann man vielleicht mal sagen, okay, aus gewissen Gründen, aber das wird so jemand nicht machen. Aber für den normalen Investor, für den normalen Anleger, auf Kreditbasis in Aktien zu investieren, das gab es tatsächlich, ich kann mich an Zeiten erinnern, vor zehn, zwölf, fünfzehn Jahren war da für einen manchen Berater ein Geschäftsmodell.

(13:12 - 13:32)

Erst hat er den Kredit verkauft und dann ist man mit dem Kredit auf Anlagen gegangen. Das ist ein absolutes, total unseriöses Vorgehen und ein absolutes No-Go. Das ist mir ganz wichtig, wenn ich einen Darlehen aufnehme, um dann entsprechend zu investieren.

(13:35 - 13:48)

Ob es einen Sinn macht zu investieren? Ja, ganz ehrlich, so früh wie möglich. Ich sage immer zu den Eltern, das ist vielleicht auch mal so ein Punkt, da kommt das erste Kind. Jetzt heißt das Ganze ja Kindergeld.

(13:48 - 14:08)

Es heißt nicht Wohnzuschussgeld oder Lebensgeld, sondern es heißt Kindergeld. Natürlich habe ich mit Kindern gestiegene Ausnahmen. Wenn man alleine mal die Dinger rechnet, was das so am Tag vier, fünf, sechs Mal gefüllt wird von Kindern, das kostet schon richtig Geld.

(14:09 - 14:27)

Aber wenn ich dann sage, okay, komm, vom ersten Monat an, vom Kindergeld nehme ich wegen mir 25 oder 50 Euro und fange damit an, für das Kind Vermögen aufzubauen, je früher, desto besser. Zeit ist Money. Time is Money.

(14:28 - 15:04)

Wenn man das mal über den Zinseszinseffekt rechnet, also in Form von Rendite, ob ich fünf Jahre später anfange oder fünf Jahre eher, das macht gewaltige Unterschiede aus. Deswegen je früher, desto besser vom Investieren her. Wenn ich überhaupt keine Kohle habe, na ja, wie soll ich dann investieren? Dann muss ich sagen, okay, es liegt ja jede ganz, ganz häufig an einem selber.

(15:04 - 15:34)

Wie habe ich denn verhandelt bei meiner Anstellung, was ich an Geld bekomme? Natürlich gibt es auch da wieder Ausnahmen. Die alleinerziehende Mama mit drei Kindern, die halt irgendwie schauen muss, wie sie die Kinderbetreuungszeiten hinbekommt, die irgendwie schauen muss, dass sie alles unter einen Hut kriegt, vielleicht keinen Unterhalt bezahlt, muss irgendwie schauen, in Stuttgart zahle ich horrenden, oder im Großraum Stuttgart horrende Mieten. Es stehen Schulausflüge, Kindergartenausflüge, etc.

(15:35 - 15:45)

Das ist knallhart. Auf der anderen Seite habe ich aber wirklich alleinerziehende Mütter mit drei, vier Kindern, die im Monat sechsstellig verdienen. Und die haben nichts geschenkt gekriegt.

(15:45 - 16:21)

Die haben auch ganz, ganz klein angefangen. Da muss ich mir vielleicht mal Gedanken drüber machen, ist das das Richtige, was ich mache? Erfüllt mich das? Oder wo gibt es die Möglichkeit, dass ich vielleicht ein Zusatzeinkommen generiere? Oder ob ich vielleicht auch einfach mal den Job wechsle? So etwas ist natürlich mit Arbeit vermunden. Und ich weiß, den Mental Load, den viele Mamas eben haben, gerade wenn sie alleinerziehend sind, man hat irgendwann vielleicht auch keine Kraft mehr, sich dann abends hinzusetzen und neu anzufangen, sich zu bewerben, etc.

(16:23 - 16:46)

Aber wenn ich immer wieder das Gleiche mache, und ich glaube, das kommt ein anderes Ergebnis raus, hat einmal Einstein gesagt, das ist die rheinische Form des Wahnsinns. Da muss ich mir halt irgendwann einmal vielleicht eine Freundin drum binden, ob sie die Kinder mal übers Wochenende nimmt. Und ich muss halt vielleicht auch mal meine Freizeit dafür opfern, um in der Zukunft irgendwie was anderes zu machen.

(16:48 - 17:04)

Also einfach mal Gedanken drüber, wie könnte ich denn ein Zusatzeinkommen generieren? Ich glaube, oft liegt es auch daran, dass die Personen einfach ihre Zahlen gar nicht kennen. Also da einfach wirklich mal anzufangen, alles aufzuschreiben. Also das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt.

(17:05 - 17:22)

Mein Junior muss, seit er fünf Jahre alt ist, ein Taschengeldbuch führen. Weil für jeden, für jeden Menschen ist eigentlich das Allerwichtigste, zu wissen, was sind meine Einnahmen, was sind meine Ausgaben. Und das eine sollte immer höher sein als das andere.

(17:23 - 17:41)

Das dürfte auch logisch sein. Und was klein Hans hier nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr. Wie viele Leute, wenn die euch fragen, wie viel Geld hast du in deinem Geldbeutel? Ich kann zu jedem Augenblick, muss ich dazu sagen, ich habe keine Münzen im Geldbeutel, weil ich bloß ein Kreditkartenmäppchen habe und da sind ein paar Scheine drin.

(17:41 - 17:56)

Aber ich kann zu jedem Augenblick, weiß ich ganz genau, wie viel Geld ich im Geldbeutel habe. Und wenn du es schon im Kleinen nicht kannst, ja, wie soll ich es denn im Großen können? Speziell Urlaub ist so ein ganz heißes Thema. Im Urlaub ist es einfach etwas entspannter, gelassener.

(17:57 - 18:18)

Man rechnet ganz so, man hat nicht alles vor Augen, man ist weg von daheim. Wie viele kriegen nachher den Schock, wenn sie die Abrechnung auf der Kreditkarte vom Urlaub sehen? Weil man gibt da mal locker was aus, da mal locker was. Für ein Ein- und Ausgabenbuch, und das ist ein bisschen ein Training, gibt es digital, gibt es händisch.

(18:18 - 18:37)

Ich bin da immer ein großer Freund von. Digital ist das eine, ja, in der heutigen Zeit sicherlich. Aber um wirkliches Bewusstsein herbeizuführen, wenn ich wirklich ein Buch habe, wo ich jeden Abend dran setze und es eintrage, und sei es 50 Cent beim Bäcker, wobei, was gibt es da noch? Da gibt es nichts mehr.

(18:38 - 18:49)

30 Euro. Ja, aber wirklich auch die Cent-Beträge, die sich läppern, ja, aufschreiten. Ich wundere mich bei vielen immer, bei mir gegenüber von der Firma ist eine Stelltankstelle.

(18:50 - 18:59)

Logischerweise mit einer tollen Waschanlage. Ich stehe auf saubere Autos und nicht auf dreckige. Relativ häufig, dass wir da drüben mal schön zum Autowaschen gehen.

(18:59 - 19:16)

Und ich wundere mich immer, die Junge, da stehen vier, fünf Red Bull-Dosen, die werden leer getrunken, die stehen drin. Hallo, das ist Pfand. Wenn mein Junge dabei ist, sage ich, nimm die Dose, geb die in unseren Ab, der kommt mit einem Euro 50, Euro 70 wieder rausgelaufen.

(19:17 - 19:34)

Dann sage ich, Reto, das sind mehr als 50 Prozent, wie das, was du Taschengeld in der Woche bekommst. Wie leicht sind die da? Manche mit Umgehen, und das ist genau das, wir leben in einer großen Erbengesellschaft auf der einen Seite. Solche Dinge sind gar nichts mehr wert.

(19:35 - 19:51)

Und das sage ich, habe ich auch mit meinem, also meine Frau und ich, wir haben das auch zum Reto gesagt, wenn wir jemals mitkriegen, dass du einfach eine Pfandflasche liegen lässt. Altersspruch, wer den Pfändling nicht ehrt, ist totaler nicht wert. Und das fängt im Kleinen an.

(19:51 - 20:02)

Ich hatte ein ganz, ganz geiles Beispiel. Das war in Corona. Mein Geschäftspartner, der Marc, mit dem wir auch schon ein Interview durchgeführt haben, der war da dabei.

(20:02 - 20:09)

Es war bei Augsburg, es war abends um 22 Uhr. Ich musste tanken. Und ich habe getankt.

(20:10 - 20:26)

Und es lag neben der Zapfsäule 3 Cent. Komischerweise, wer gut mit Geld umgeht, der zieht immer komischerweise Geld an, wo Geld sich wohlfühlt. Und ich habe mich nach den 3 Cent logischerweise gebückt, weil es sind 3 Cent.

(20:26 - 20:34)

Mal ganz ehrlich, ich habe keinen Kapitaleinsatz dafür gehabt. Ich habe eine sportliche Betätigung gemacht, dass ich mich einmal gebückt habe. Das ist für mich 100% Kapital zugewinnen in dem Moment.

(20:35 - 20:46)

Ja klar, es sind nur 3 Cent. Aber ich habe mich gebückt. Und es läuft jemand her und sagt wortwörtlich zu mir, Ferrari fahren, aber 3 Cent aufheben.

(20:47 - 20:58)

Der Konto von meiner Seite war, deswegen fahre ich Ferrari. Und du fährst halt eine 3-Farben-Lackierung, ein bisschen Schrott, ein bisschen Rost und ein bisschen farbig lackiert mit Dreck. Das ist der Unterschied.

(20:58 - 21:07)

Wer Geld gut pflegt, wird auch immer Geld haben. Sehr schön, ja. Also, war eine nette Begegnung, ja.

(21:08 - 21:18)

Und komischerweise, wie häufig. Es gibt kaum eine Tankstelle, wo ich nicht 1 oder 2 Cent finde. Und die Leute tun so, wie wenn es echt keinen Wert mehr hat.

(21:18 - 21:25)

Natürlich, ich kann um 2 Cent nicht viel kaufen. Aber es geht um den Effekt. Und ich hebe auch 1 Cent auf.

(21:26 - 21:37)

Und zwar sicherlich nicht, weil ich es nötig habe. Aber rein vom Mindset her, ich kann ja kein Geld auf der Straße liegen lassen. Sorry, das geht ja nicht.

(21:39 - 21:52)

Deswegen, was investieren, kann man immer in irgendeiner Art und Weise, egal mit welcher Höhe, an Betrag, einfach anfangen. Ein ganz, ganz heißer Tipp, den wir an unsere gerade etwas jüngeren Mandanten auch geben. Man fängt an, zu arbeiten.

(21:53 - 22:02)

Oftmals nach der Probezeit gibt es ja dann nochmal eine Gehaltsverhandlung. Man kriegt ein bisschen mehr. Und da sage ich, pass auf, der menschliche Gewohnheitstier ist einfach so.

(22:03 - 22:22)

Von der Gehaltserhöhung, die du kriegst, bisher ging es ja auch, ohne die über die Runden zu kommen. Von der Gehaltserhöhung, die du bekommst, netto, sofort 50% nimmst du zum Investieren, vom allerersten Monat an. Weil, wie gesagt, bisher ging es ja auch mit weniger.

(22:22 - 22:40)

Und du hast immer noch 50% jetzt von der Erhöhung, die dir netto mehr bleibt. Aber wenn du dich einmal daran gewohnt hast, schon im übernächsten Monat wird es schwierig, das dann umzusetzen. Da sind wir genau bei dem gleichen, am Monatsende, wenn etwas übrig bleibt, dann kann ich etwas investieren.

(22:40 - 22:58)

Und bei vielen bleibt am Monatsende halt doch nichts übrig. Tu es von Anfang an, genauso bei Gehaltserhöhung oder von Boni-Zahlungen oder Prämien oder wie man es auch immer nennen möchte, nimm 50% und investier sie. Und das ist schon mal ein ganz guter Effekt.

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