Strategie schlägt Emotion – Kapitalanlage im Gespräch mit Marc Wassermann

Shownotes

Was unterscheidet strategisches Investieren von hektischem Handeln?

In dieser Interviewfolge spreche ich mit Marc Wassermann, Investmentberater bei Baensch Finanzstrategien. Marc betreut insbesondere GmbH-Geschäftsführer und Unternehmer in der strategischen Kapitalanlage und bringt mehrere Jahre Markterfahrung in unsere Investmententscheidungen ein.

Du erfährst: • Warum Infrastruktur und klare Prozesse in der Beratung den Unterschied machen • Weshalb Gier und Angst die größten Renditekiller sind • Wie wir Depots strategisch prüfen und langfristig ausrichten • Welche Rolle Erfahrung, Austausch und zweite Meinungen spielen • Warum Lateinamerika, Rohstoffe und Technologie aktuell spannende Märkte sind • Wie wir Trends frühzeitig erkennen – am Beispiel Argentinien

Diese Folge zeigt, warum Kapitalanlage kein Produktverkauf ist, sondern strategische Verantwortung. Wenn dir diese Folge Mehrwert gegeben hat, dann abonniere den Podcast und bleib strategisch voraus.

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Folge 9 Mark Wassermann final

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Erfolgreiche Leute labern nicht, erfolgreiche Leute machen. Ich bin Björn Wensch, Finanzstratege, Mentor und Speaker. Hier erwarten dich die Finanzstrategien und Denkweisen, die dich wirklich weiterbringen.

Vermögensaufbau, Riskmanagement, steueroptimierte Entscheidungen und das Mindset, das finanziellen Erfolg erst möglich macht. So wie jeder Spitzensportler einen Trainer braucht, begleite ich Menschen, die wachsen wollen. Kein Gelaber, sondern Klartext.

Erfolg ist planbar und braucht klare Strategie. Marc, wo siehst du so weitere Entwicklungen dieses Jahr für die Kapitalanlage? Ich sehe die Chance, ganz klar weiter einen Kurs im Bereich der Technologie beizubehalten. Willkommen bei Cash mit Köpfchen.

Hi Marc. Hallo Björn. Marc, wir arbeiten jetzt, glaube ich, im sechsten Jahr sind wir jetzt zusammen unterwegs.

Ich erkenne in dir sehr, sehr, sehr viel. Marc ist 15 Jahre jünger wie ich, aber vom Denken, von der Vorgehensweise etc. erkenne ich sehr viel von meiner Seite, wie ich damals unterwegs war.

Marc hat bei uns auch den Bereich der Beratung, also bin ich draußen beim Mandant. Aktuell ist ein starkes Kundenklientel von ihm, der GmbH-Geschäftsführer, der immer wieder in die Kapitalanlagen die Beratungen macht. Marc, wie ist denn so die klassische Vorgehensweise bei dir in der Beratung? Danke Björn, also die klassische Vorgehensweise.

Ich glaube, dass sich unsere Gespräche in unserer Vorgehensweise meistens selber sehr decken. Wir gehen identisch vor. Uns beiden ist es ja immer wichtig, das war ein gemeinsamer Wert, auch für mich wichtig, damals unsere Zusammenarbeit zu setzen, diesen Fokus zu haben.

Wenn der Mandant der Gewinner ist, am Ende vom Tag gewinnen wir auch. Also wir partizipieren am Erfolg vom Mandanten letztendlich. Und meine Vorgehensweise ist ganz klar, ich arbeite über zwei Gespräche immer.

Ich schaue mir die Lage des Mandanten an, was ist das Problem, was es vielleicht auch zu lösen gibt für den Mandanten, was ist die Grundlage. Das ist das erste Gespräch, das wir letztendlich führen. Im zweiten Gespräch ist die Vorgehensweise dann klar, wir machen eine Analyse, wir legen die Strategie dar, wir sortieren vielleicht auch die faulen Eier aus, die es letztendlich gibt.

Und im zweiten Teil gehen wir dann natürlich in die Umsetzung in der Anlage. Nicht jeder Mandant ist gleich. Letztendlich hast du dich ja auch damals für den Namen Strategie entschieden und nicht Finanzdienstleister XY oder Finanzservice, wie es halt viele tun.

Und das ist ja auch dieses Credo, das auch hinter meinem Ansatz steckt, warum ich mich vor sechs Jahren entschieden habe, mit dir zu arbeiten. Weil ich in unserer Branche nichts von Produktverkauf und MLM in der Finanzdienstleistung halte, sondern wirklich strategiebezogen auf unsere Klienten, unsere Mandanten einzugehen. Wovon partizipierst du hier drin? Am allermeisten in der Zusammenarbeit, wo dann auch der Mandant daraus partizipiert? Also partizipieren am meisten, ganz klar, wenn man etwas Neues aufbauen möchte, ist es am wichtigsten, sich Gedanken zu machen über die Infrastruktur.

Und das ist was, was hier von Anfang an sehr gut strukturiert war. Die Infrastruktur im Arbeitsalltag, die Dinge, die anfallen, einfach schon mal durch ein dementsprechendes Backoffice, was da war, was einen sehr viel Zeit erspart in der Vorbereitung der Termine und der Gespräche mit den Mandanten. Und natürlich, was war ganz klar, ich meine, ich mache das mein halbes Leben mit ein paar Unterbrechungen.

Das hat private Gründe gehabt letztendlich, warum ich mich damals entschieden habe, meine Karriere eine Zeit lang mal auszusetzen. Aber an und für sich war natürlich auch mein Bestreben, immer im Leben habe ich mich daran gehalten, glaube nur dem, der dort ist, wo du hin willst. Das ist für mich maßgeblich der Hauptgrund gewesen und der größte Mehrwert, dass ich mit dir arbeite, auch in diesen sechs Jahren Erfahrungen und Einblick bekommen habe und dadurch einfach auch die Qualität meiner eigenen Arbeit verbessern konnte.

Also kurz gesagt, Punkt eins, die Infrastruktur, die wir haben, die einfach seit über 21 Jahren funktioniert. Und dann letztendlich auch der Austausch, weil ich hier nicht allein wurschtle letztendlich und ich glaube, das ist im Bereich Investment unglaublich wichtig, weil wenn man immer alleine seine Entscheidungen nur trifft, dann kommt man sehr schnell in den Tunnel. In den Tunnel, dass man immer wieder nur seine eigenen Ideen, seinen eigenen Ansatz verfolgt und aufhört, nach links und rechts zu gucken.

Und das ist für mich der größte Mehrwert, gerade in der Anlage der Gelder. Gerade im Bereich, wenn es um GmbHs geht, wo wir auch mit Geldern und Rücklagen von GmbHs oft arbeiten. Hier einfach nochmal sich mit jemandem abzugleichen, der auch durch eine zeitliche Begrenzung einen ganz anderen Markt von der Pike aufgelernt hat, als ihn ich gelernt habe, wo ich gestartet bin.

Hier den Abgleich zu schaffen und so letztendlich das Maximum rauszuholen, ohne unnötige Risiken eingehen zu müssen. Also der Austausch mit dir letztendlich dann in den Anlageentscheidungen ist für mich ein sehr, sehr großer Mehrwert durch die Zusammenarbeit. Jetzt hast du so einen klassischen GmbH-Geschäftsführer oder auch einen Einzelunternehmer, wo finanziell entsprechend dasteht.

Es geht um eine Anlage, 250.000 Euro mal als Beispiel. Wie ist das so deine Vorgehensweise? Wie gehen wir hier gemeinsam vor, wenn du das vielleicht auch mal darstellst? Gerne. Die Vorgehensweise ist ganz klar.

Wie ich schon gesagt habe, der Mandant entscheidet im ersten Gespräch, ob er überhaupt mit uns arbeiten möchte, weil am Ende vom Tag ist unsere beide Währung in unserer täglichen Arbeit nicht Dollar, Euro, Yen oder sonst was, sondern wir arbeiten mit dem Vertrauen der Mandanten. Wir schenken uns den Mandanten ihr Vertrauen, öffnen die Bücher, die zeigen uns, was sie haben, die zeigen, was vorhanden ist. Meine Vorgehensweise, wie du es genannt hast mit so einer Summe, der Mandant, zu dem wir kommen, hat ja oft schon etwas.

Auch hier ticken wir ziemlich gleich in unsere Vorgehensweise. Weder du noch ich würden wahrscheinlich einem Mandanten raten, jemals einen Titel zu verkaufen, einen dividendstarken Titel, den er schon sehr lange in den Portfolios hält. Außer es gibt natürlich einen wirtschaftlichen Grund und das Unternehmen steht bilanziell kurz vor der Pleite vielleicht.

Mein Ansatz ist nicht herzugehen, zu gucken, mit dem Hammer drauf zu hauen und alles, was bereit da war, kaputt zu machen und zu mir ziehen, sondern die Dinge, die funktionieren, zu erhalten und die Dinge, die nicht so funktionieren, auf unser Konzept umzuschichten. Und wie sieht so etwas dann aus? Wir haben dann irgendwann einen Betrag, eine Summe, vielleicht gewisse Dinge, die wir zu uns erst transferieren müssen, um dann damit zu arbeiten. Wir gehen dann natürlich gemeinsam an die Sache ran, entscheiden dann in den Kriterien, in dem Gespräch, was für Gelder vertraut uns der Mandant an, wie viel Zeit haben wir damit zu arbeiten und mit welcher Person sitzen wir jetzt hier gegenüber.

Alter und Zeit ist der entscheidende Faktor in unserem Handeln, in unserem Gespräch. Und so tauschen wir uns in den Strategien letztendlich aus. Es treffen zwei Welten aufeinander bei uns.

Einfach diesen Handel, den du noch gelernt hast, finde ich immer sehr witzig, wenn du das erzählst, zu deiner Börsenzeit, hast du den Handel mit Handzeichen tatsächlich noch gelernt. Ich kann mich noch sehr gut an meinen ersten Arbeitstag am Markt damals erinnern, in meinen Zwanzigern. Ich habe mir das sehr romantisch vorgestellt, wie aus dem Hollywoodfilm, voller Raum, laut, viele Leute hektisch laufen umher.

Ich bin heute 36, es ist jetzt 16 Jahre ungefähr her, an dem ersten Tag, wo ich da durch die Pforte gegangen bin und ich stand da auf dem Parkett und da war nichts los. Das Geschäft hat sich in den Hinterzimmern abgespielt. Ich glaube, dass das auch unsere große Stärke, unsere große Symbiose ist, wo wir beide sehr voneinander profitiert haben.

Diese alte Welt, die du noch gelernt hast, und diese neue, schnelle, technisch-digitale Welt, in die ich dann reingeboren worden bin. Und so entstehen dann die Konzepte für den Mandanten letztendlich. Und ich glaube, das ist das, was uns definitiv vom Mitbewerber abhebt und wir auch diese Ergebnisse letztendlich erzielen, die doch sehr überdurchschnittlich in den meisten Fällen sind.

Wie häufig checken wir gemeinsam die Kundendepots? Und was sind so unsere bevorzugten Arbeitszeiten für solche Dinge? Naja, also die bevorzugten Arbeitszeiten von mir und Björn, ich glaube, das ist nichts für die breite Masse und die Allgemeinheit. Wir haben hier eine Mitarbeiterin, die mal zu mir gesagt hat, wo ich ja morgens um acht im Büro war, um halb neun hatte ich einen Termin. Mark, was machst du hier? Und ich sage, ich habe um halb neun einen Termin.

Unsere liebe Hannah meinte dann zu mir, Mark, ist das eine gute Idee, vor elf ist nicht deine Uhrzeit, bist du überhaupt schon zurechnungsfähig und wach? Also unsere bevorzugten Arbeitszeiten sind tatsächlich in der Nacht. Ich sage immer so, ab 21 Uhr werden der Björn und ich aktiv und laufen auf Hochtouren. Wie oft tauschen wir uns aus? Das hängt eigentlich sehr davon ab, was da draußen in der Welt so passiert.

Es gibt Jahre, ich meine gerade 22 war ein sehr herausforderndes, spannendes Jahr. Also da haben wir uns ja fast wöchentlich ausgetauscht, mal das erste Halbjahr. Das hängt immer sehr vom Markt ab.

Aber in der Regel sehen wir uns alle zwei Wochen und tauschen uns hier definitiv immer wieder mal stichpunktartig zu dem einen oder anderen Depot aus. Aber auch hier vertreten wir beide denselben Wert am Ende vom Tag. Wir entscheiden als langfristige Investoren, wie wir unseren Weg beschreiten mit dem Geld, was uns anvertraut wird.

Und setzen hier beide schon auch das Credo, hin und her macht Taschen leer. Also wir überlegen uns schon beide sehr langfristig, in was investieren wir da und was wir kaufen wollen wir eigentlich auch behalten erst mal. Außer gewisse Umstände zwingen uns zu handeln.

Und dann entstehen schon sehr lange nächtliche Sitzungen über sehr vielen Depots, wo dann im Vier-Augen-Prinzip die Meinungen ausgetauscht werden, ob es Zeit ist zu handeln oder den Kurs beizubehalten. Was glaubst du, bei der Geldanlage, bei der Investition ist mit der entscheidende Faktor dafür, dass auch entsprechend Erträge Renditen bei rauskommen? Das wichtigste Credo, was ich sehr am Anfang meiner Karriere gelernt habe und was ich bis heute verfolge, ist die Kontrolle über genau zwei Emotionen, die die meisten Menschen da draußen nicht haben. Die meisten Menschen meinen, sie gehen mit Geld in die Geldanlage und ein Jahr später sind sie Multimillionär, können ihren Job verkaufen und ins Haus und rausleben.

So läuft es nicht. Gier und Angst sind die beiden Eigenschaften, die man in der Geldanlage generell unter Kontrolle halten muss. Stoisch vorzugehen, die Emotionen auszublenden und die Fakten zu berücksichtigen und sich nicht von irgendwelchen Ideologien oder Meinungen beeinflussen lassen, sondern lediglich die Fakten zu sehen, wo auf der Welt, in welchem Markt aktuell Geld verdient werden kann.

Du hattest vorhin das Jahr 2022 erwähnt und auch mal, ich bin es noch ein Jahr weiter, 2023. Ich kann mich erinnern an mehrere Anrufe so in einem Zeitraum von einem guten halben Jahr. Björn, Björn, meinst du, ist es noch richtig? Wir haben einfach den Altersunterschied von 15 Jahren.

Dadurch habe ich wahrscheinlich oder ziemlich sicher ein bisschen mehr Erfahrung. Hat dir das in dem Moment weitergeholfen oder nicht? Doch, doch, also diese Abstimmung hat mir schon weitergeholfen. Einfach, das ist, was ich eben schon am Anfang gesagt habe, es ist sehr gut, weil man entwickelt in unserem Geschäft ja eine Handschrift letztendlich.

Eine Handschrift, wie man investiert, wie man seine Entscheidungen trifft, wie man vorgeht. Aber die Handschrift, wenn man die als Kind in der Schule entwickelt, wenn man schreiben lernt, bleibt schon relativ gleich irgendwo. Und genauso ist es auch mit der Handschrift, Geldanlagen zu machen, Investments zu setzen.

Nur ist es halt so, Papier bleibt immer gleich und fühlt sich auch in der Regel gleich an. Der Markt aber nicht, der Markt verändert sich. Und deshalb war der Austausch schon gut, weil wir haben uns in einem komplett anderen Marktumfeld plötzlich gefunden, wo vielleicht die ein oder andere Handschrift oder das ein oder andere Vorgehen nicht mehr gepasst hat und einfach ein anderes Vorgehen vorhanden war.

Und deshalb waren diese Gespräche schon wertvoll, die wir da geführt haben, um Klarheit in der Entscheidung zu schaffen, was jetzt zu tun ist. Einfach die zweite Meinung zu haben von jemand, der einfach auch schon mal 16 Jahre Vorsprung hat. Ich meine, mein Ziel letztendlich ist schon natürlich, ihn zu übertreffen.

Deshalb arbeite ich mit ihm. Glaube nur dem, der dort, wo du hin willst, eigene dir gewisse Fähigkeiten an, ziehe dein Wissen und versuche, diese Person zu übertreffen. Dann ist Erfolg in Stein gemeißelt, wenn das der Weg ist, den du gehst.

Und das ist der Weg, den ich gehe. Aber triff dennoch deine eigenen Entscheidungen. Auch hin und wieder mal die entsprechende Ruhe zu bewahren.

Wenn die Märkte etwas stürmischer werden, glaube ich, war in der Phase zwei-, dreimal angebracht, auch zu sagen, Marc, nehmen wir eine Schlaftablette, lassen wir drei Tage laufen und dann unterhalten wir uns wieder. Hat in dem Zeitraum, glaube ich, auch mit zu dem Erfolg beigetragen. Nicht immer gleich alles hektisch, nur weil der Seegang höher wird und die Winde etwas stürmischer werden, sondern einfach die notwendige Ruhe in die Anlagen reinzubringen.

Ja, da hast du vollkommen recht, was du sagst. Und das ist genau das, was ich am Anfang des Gesprächs schon gesagt habe. Wir sind in zwei verschiedenen Welten groß geworden.

Dadurch, dass ich in einem Handelssegment groß geworden bin, wo es relativ an der Tagesordnung lag, sehr schnelle Entscheidungen zu treffen, weil ich dort in Märkten gehandelt habe, die sehr volatil und schnell sich auch bewegen können, war das schon gut, sich mit jemandem auszutauschen, der dann dieses klassische Warren Buffett Credo eigentlich pflegt, etwas in seiner Herangehensweise. Zu kaufen, die Ruhe zu behalten und sich nicht von den äußeren Einflüssen großartig beeinflussen zu lassen, sondern stur weiter den Weg zu gehen. Ja, letztendlich.

Gut. So, Mark, in den letzten sechs Jahren, wie viele Depots, Vandandendepots hast du aufgebaut? Was würdest du sagen? Boah. Björn, das ist eine ganz, ganz gute Frage.

Und du weißt, dass ich Zahlen, Daten, Fakten sehr stark tracke. Aber ich müsste dich tatsächlich anlügen. Aber ich würde mal behaupten, irgendwas zwischen 150, 200.

Also ich kann es dir sagen, das sind 192 Depots. Björn, vom durchschnittlichen Ertrag, wenn du mal auf den Zeitraum zurückblickst, von rund drei Jahren im Durchschnitt ein Ertrag, wo liegt man da so? Oder liegt man netto schon zweistellig? Würde ich auch sagen, ja. Wenn wir zurückgehen an unsere Herbsttagung, habe ich in Vortrag gehalten, was ich so Trends einschätze für dieses Jahr.

An was kannst du dich da speziell erinnern? Es war schon der Trend, ganz klar, mit Latein und Südamerika. Aber über das Ereignis haben wir ja schon mal im alten Jahr gesprochen, dass sich da gewisse Fenster eventuell öffnen können durch gewisse Ereignisse, was ja dann auch ziemlich Anfang des Jahres auch stattgefunden hat. Und ja, das war tatsächlich ein Trend, den du angesprochen hast, ein sehr interessanter Markt.

Dann das Rohstoffthema, die Rohstoffthematik. Ganz klar, da geht der Trend auch ganz klar in diese Richtung. Und das ist ja letztendlich die Thematik, wo du damals in der Herbsttagung schon angeschnitten hast.

Ich habe mich da ja relativ früh schon positioniert. Ende des Jahres habe ich ja mit einer unserer Mitarbeiterinnen mal einen Power-Tag gemacht. Einen 24-Stunden-Arbeitstag.

Wo ich mir den Großteil der Depos mal vorgenommen habe und die eigentlich schon dann eben auf diese neuen Strategien ausgelegt habe. Einige Positionen verschoben und verkauft und die neuen Positionen schon gekauft und ausgerichtet habe. Kannst du dich noch erinnern, anhand von welchem einzelnen Land in Lateinamerika ich die Entscheidung getroffen habe, obwohl wir den Fosch schon wieder seit fast zwei Jahren in der Beobachtung hatten? Puh, das ist zu lange her, Björn, das Gespräch.

Okay, es gab so ein Land, das eine exorbitant hohe Inflation hatte, ganz unten in Lateinamerika, Argentinien. Ausschlaggebend dafür, zu der Entscheidung, haben wir vor zweieinhalb Jahren ja einen neuen Präsidenten bekommen. Damals haben wir Inflation von zu Spitze 240, 260 Prozent.

Ausschlaggebend war für mich, Argentinien hat in den letzten acht Quartalen ein konstantes Wirtschaftswachstum hingelegt von rund fünf bis fünfeinhalb Prozent pro Quartal, was sehr, sehr, sehr stark ist. Und das war mit der ausschlaggebende Grund, die Inflation ist immer noch hoch, aber sie ist nur noch, Anführungszeichen, bei rund 40 Prozent. Und das sind natürlich schon Faktoren.

Dazu wurden riesige Verträge im Bereich E-Mobilität geschlossen, zwischen Argentinien und China, mit einem sehr, sehr großen Auftragsvolumen. Dazu weitere steuerliche, staatlich geförderte Maßnahmen ergriffen, die jetzt ins Greifen kommen. Und wie es halt immer ist, wenn sowas anfängt, wenn man von Anfang an da mit dabei ist, dann profitiert man auch meistens mit am besten.

Ob die Rechnung nachher aufgeht und der Ertrag kommt, das sehen wir natürlich alle erst wieder am Ende der Zeit, in anderthalb, zwei Jahren. Aber gerade so seit Anfang des Jahres ist dieser eine Fonds mit unserer erfolgreichsten Fonds. Gut, das Jahr ist noch sehr jung, aber mal in drei Wochen drei Prozent mitzunehmen, ist jetzt ganz so verkehrt.

Ganz klar. Ja. Marco, siehst du so weitere Entwicklungen dieses Jahr für die Kapitalanlage? Also ich glaube, meiner Meinung nach, meiner Einschätzung nach, ich habe mich ja in unserer, sag ich mal, unserer ruhigen Zeit, wo keiner von uns was wissen will, Weihnachten bis Dreikönig und bis zum 15.

Januar, das ist ja unsere ruhige Zeit, schon auch viel mit dem Markt beschäftigt und wo wir die Weichen hinstellen und ausrichten sollen und können. Und ich sehe dem Jahr 26 schon trotz der jüngsten Ereignisse positiv entgegen und ich sehe die Chance ganz klar, weiter einen Kurs im Bereich der Technologie beizubehalten. Parallel auch gleichzeitig im Rohstoffbereich, denn mehr Technologie bedeutet, wir brauchen mehr Rohstoff, was letztendlich für mich auch die exorbitante Entwicklung im Bereich von Silber erklärt, weil dieses Metall einfach ein Leitermetall ist, hochwertig und in der Industrie wesentlich mehr benötigt wird letztendlich, als es Gold wird.

Das sind für mich so die zwei Themenfelder, wo ich viel Potenzial sehe. Asien sowieso, aber über Asien ist ja ein Thema bei uns seit zwei Jahren. Also Großraum Asien, wenn wir von Asien sprechen, sprechen wir nicht von China.

Die meisten denken immer nur an China. Wenn es um Asien geht, es gibt viel interessantere Spielfelder in Asien generell. Das sind so diese Themenblöcke für mich, wo ich dieses Jahr sehr positiv entgegen sehe und ich persönlich, auch wenn die Presse, die Fachpresse sehr skeptisch dagegen eingestellt ist, für mich ist nach wie vor auch die USA ein toller Spielplatz, genauso wie Europa letztendlich auch noch.

Gut, von dem her hoffen wir, dass wir die gleichen Erträge machen. Wir werden es jedes Jahr oder jeden Tag dafür wieder für uns am Ende die Märkte durchforsten und die notwendige Ruhe bewahren und agieren, wenn es notwendig ist. Und von dem her, Marc, danke für deine offenen Worte.

Ich danke dir, Björn.

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